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Auszeichnung

„Grüner Daumen“

Der Naturschutzpreis des OGV Friedersried ging an ein Anwesen mit mächtigen Bäume, Bienenweide und Gemüsegarten.
Jakob Moro

Erich und Gerlinde Schmid aus Thanried freuen sich über den OGV Naturschutzpreis Grüner Daumen 2019 Foto: rjm
Erich und Gerlinde Schmid aus Thanried freuen sich über den OGV Naturschutzpreis Grüner Daumen 2019 Foto: rjm

Stamsried.Es gibt internationale und nationale Umwelt-und Naturschutzpreise. Deutschland, Bayern, Städte und Gemeinden, aber auch Firmen vergeben Umwelt- und Naturschutzpreise. Auch der Obst- und Gartenbauverein Friedersried vergibt seit einigen Jahren Jahr einen eigenen Naturschutzpreis. Waren es in den vergangenen Jahren die Familie Schlecht aus Thanried, Jagdpächter Ewald Plach und Resi Breu, die diese Auszeichnung bekamen, ging der diesjährige Preis an die Familie Schmid in Thanried.

Mit Spannung wurde bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Dienstag die Verleihung des Naturschutzpreises 2019 erwartet. Vorsitzender Georg Fritsch sagte unter anderem: „Natur-Nachhaltigkeit und Vielfalt sind die Schlagwörter, wenn es um den Umweltschutz geht. Nicht die Klimaschutzkonferenzen verändern die Umwelt, die Nachhaltigkeit beginnt zuhause und fängt bei jedem einzeln an. So kann jeder einzelne etwas fürs Klima und zum Umweltschutz beitragen.“

Fritsch in seiner Laudatio über die Familie Schmid: „Ihr Anwesen in der Dorfmitte von Thanried ist markant durch fünf mächtige Walnussbäume, die alle zwischen 85 und 100 Jahre alt sind. Dabei steht einer direkt im Hofmittelpunkt als Hausbaum, was heute selten vorkommt und deshalb besonders hervorzuheben ist.“

Ein Gemüsegarten zur Selbstversorgung von gesunden Lebensmitteln ist auf dem Anwesen selbstverständlich. Die ganze Hofstelle ist mit viel Grün umgeben, darunter befinden sich Sträucher wie die Haselnuss, Holunder, Palmkatzen, Zaubernuss, Sanddorn und Schmetterlingssträucher in großer Anzahl. Weitere Sträucher und Pflanzen wechseln sich im Jahresverlauf mit dem Blühen ab. Eine kleine Naturteichanlage mitten im Garten sorgt für die Tierwelt als Tränke und Bademöglichkeit für Vögel an heißen Sommertagen.

Eine Bienenweide mit blühenden Jahresblumen ist für Hummeln und Bienen eine gern gesehene Abwechslung im Jahreskreislauf. Im weitläufigen Obstgarten der Familie mit 20 Obstbäumen steht ein Bienenhaus mit 15 Bienenvölkern. Da ein Bienenvolk am Höhepunkt seiner Entwicklung im Juni/Juli 20 000 bis 50 000 Bienen haben kann, sei die Familie Schmid bestimmt größter Tierbesitzer unserer Heimatregion.

Die Bienen fliegen in einem Umkreis von bis zu drei Kilometer, darum sind sie neben den Wildbienen wertvolle Bestäuber für unsere Obstbäume. Da es in den Ortschaften Friedersried, Raubersried und Thanried keine weiteren Bienenbesitzer gibt, sei die Arbeit der Familie Schmid besonders zu schätzen. Der erzeugte Honig kann bei der Familie Schmid neben anderen Honigprodukten direkt erworben werden. Neben der Betreuung der eigenen Bienenvölker kümmert sich die Familie noch um Bienen in der Weihermühle und in Stamsried.

Ein Insektenhaus sowie Kleinvieh wie Schafe und Hühner befinden sich auf der Hofstelle.

: Sohn Marco Schmid befasst sich seit Jahren mit Flurkreuzen in der Region. Dabei nimmt er sich auch der Flurkreuze in den umliegenden Ortschaften an. Er stellt, wenn es möglich ist, den Besitzer und die Hintergründe fest, wann und warum ein Flurkreuz dort steht. Ebenfalls hält er den Ist-Zustand für die Nachwelt fotografisch fest und betätigt sich als Hobbyfotograf.

Familie Schmid habe sehr viel für Natur und Umweltschutz geleistet und sei würdiger Träger des OGV-Naturschutzpreises „Grüner Daumen 2019“, so abschließend Vorsitzende Georg Fritsch, der dann eine Urkunde und und ein Gartengeschenk an die Familie Schmid übergab. (rjm)

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