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Feuerwehr

„Ihr geht für uns durchs Feuer“

Landrat Löffler, der Solnhofener Bürgermeister Schneider und Kreisbrandrat Weber würdigten Arbeit der FFW Stamsried.
Von Peter Nicklas und Jakob Moro

Die Segnung des neuen Fahrzeuges stand im Mittelpunkt des Geschehens.
Die Segnung des neuen Fahrzeuges stand im Mittelpunkt des Geschehens. Foto: Nicklas

Stamsried.„Die Feuerwehr Stamsried hat allen Grund, ein großes Fest zu feiern.“ So Landrat Franz Löffler in seinem Grußwort zur Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges HLF 20. Wie er betonten auch die weiteren Festredner, dass zu einer gut ausgestatteten Wehr auch aktive Einsatzkräfte gehören, die gut ausgebildet sind. Hier gelte es, am neuen Auto fleißig zu üben und „zu lernen, wie man blind auf das richtige Gerät zugreift“.

„Die Feuerwehren haben eine hohe Bedeutung, sie sind in der Mitte der Gesellschaft“, so der Landrat. Sicherheit sei heute ein bedeutender Standortfaktor und in das Sicherheitskonzept seien auch die Feuerwehren mit eingebunden. Sie seien ehrenamtlich organisiert, mit dem hohen Anspruch, Dienst am Menschen zu gewährleisten.

Hohe Eigenmittel

Dies sei aber nur dann möglich, so der Landrat, wenn auch das notwendige technische Gerät zur Verfügung steht, die Ausstattung müsse den Anforderungen Rechnung tragen. Franz Löffler zollte der Gemeinde Stamsried und auch der Feuerwehr „hohen Respekt“, letztere habe in den vergangenen Jahren insgesamt an die 70 000 Euro aus Eigenmitteln beim Kauf von Gerätschaften und dem Umbau des Gerätehauses investiert.

Sehen Sie hier eine Bildergalerie vom Feuerwehrfest in Stamsried:

Feuerwehrfest in Stamsried

Wie der Landrat abschließend betonte, habe der Landkreis gerne einen Zuschuss von rund 45 000 Euro zum Kauf des neuen Löschfahrzeuges gewährt. Er stellte auch heraus, dass der Kreistag gerne bereit war, auch die Jugend in den Feuerwehren entsprechend finanziell zu fördern.

Freundschaft entstanden

„Ziel war es, einen höheren Förderbeitrag für den Kauf unserer beiden Löschfahrzeuge mit gleicher Ausstattung zu erreichen“, so Wolfgang Schneider. Aus dieser „Zweckehe“ sei jedoch viel mehr entstanden, es wurden Freundschaften geschlossen“, betonte der Solnhofener Bürgermeister, der sich im Übrigen einen ähnlich gebefreudigen Kreistag und Landrat in seinem Landkreis wünschen würde wie in Cham. Er dankte allen Aktiven für die ehrenamtliche Tätigkeit und würdigte sie mit den Worten „Ihr geht für uns durchs Feuer“.

Einheit von Mensch und Technik

Die Grüße des Kreisfeuerwehrverbandes übermittelte Kreisbrandrat Hans Weber, er sprach von einem Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr und des Marktes Stamsried. Mit dem neuen Einsatzfahrzeug einher gehe „ein starkes Stück Sicherheit“, bei der Feuerwehr müssten Mensch und Technik eine Einheit bilden.

Zahlreiche Ehrengäste fanden sich ein und zogen durch die Straßen des Marktes.
Zahlreiche Ehrengäste fanden sich ein und zogen durch die Straßen des Marktes. Foto: Nicklas

„Sie leisten Hilfe für Gottes Lohn“, so Hans Weber zur FFW Stamsried und auch zu allen anderen Wehren, die sich schon zum Kirchenzug eingefunden hatten und einen wunderbaren Rahmen für die Segnung durch Pfarrer Siegmund Kastner darstellten.

Kommandant Oliver Weiß erinnerte an die lange Geschichte, bis endlich der Entschluss durch die Marktgemeinde gefasst wurde, das neue Fahrzeug zu beschaffen. Nun sei der Fahrzeugpark wieder auf dem neuesten Stand und ein herzlicher Dank gelte dem Markt, Bürgermeister Herbert Bauer und allen, die bei der Beschaffung behilflich waren. Dazu gehöre auch die Verwaltung der VG. Ein Dank galt ferner der Ehrenschirmherrn Maria Schönberger und dem Ehrenschirmherrn Wolfgang Schneider, der sich mit einem Erinnerungsgeschenk erkenntlich zeigte.

Dem Gottesdienst ging ein langer Kirchenzug voraus.
Dem Gottesdienst ging ein langer Kirchenzug voraus. Foto: Nicklas

Immerhin konnte durch die gemeinsame Ausschreibung und Beschaffung ein erhöhter Zuschuss von zehn Prozent erreicht werden. Der Solnhofener Bürgermeister überreichte eine Lithografie eines Ammoniten, wie man sie in den Solnhofener Steinbrücken findet.

Ein abschließender Dank galt auch dem Mesner Paul Pongratz, den beiden jungen Ministranten aus der Reihe der Jungfeierwehr und er Kolpingmusik Cham, die den Gottesdienst musikalische gestaltete.

Ein glanzvoller Festumzug

Kaiserwetter herrschte beim großen Festzug durch den Ort und Straßen von Stamsried anlässlich der Segnung des Feuerwehrfahrzeuges. Zahlreiche befreundete Feuerwehren aus den Bereichen Roding, Waldmünchen und Neunburg vorm Wald stellten sich ein, ebenso aus Solnhofen in Mittelfranken, Suben, St. Marienkirchen, Hackenbuch, und Hub in Österreich sowie aus Kesselsdorf in Sachsen.

Gleich zwei neue HLF 20

Die Feuerwehr Stamsried voller Stolz
Die Feuerwehr Stamsried voller Stolz Foto: Moro

Gleich zwei neue HLF 20 waren in Stamsried zu sehen, das Stamsrieder und das bau- und zeitgleich angeschaffte Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Solnhofen, das demnächst dort offiziell übergeben und gesegnet wird. Die Schützenvereine aus Stamsried, Hitzelsberg und Friedersried marschierten ebenso mit im Zug wie die Obst- und Gartenbauvereine Friedersried und Stamsried sowie die Abteilungen Fußball, Tennis, Turnen, Tischtennis, Ski und Eisstock des FC Stamsried. Es fehlten natürlich auch nicht die Ehrengäste aus der Politik.

Gleich zwei Präsidenten, Bezirkstagspräsident und Landrat Franz Löffler, sowie Sparkassenpräsident a. D. und heute Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, waren am Sonntag ebenso vertreten wie eine Reihe von Bürgermeistern aus dem Landkreis Cham und Schwandorf.

Der Patenverein aus Roding war stark vertreten.
Der Patenverein aus Roding war stark vertreten. Foto: Moro

Gekommen waren auch KBR Johann Weber, KBI Alfons Janker und vier Kreisbrandmeister., ebenso MdB Karl Holmeier und Marianne Schieder, die Landtagsabgeordneten Dr. Gerhard Hopp und Karl Vetter. Die Freunde aus Österreich waren vertreten durch Bürgermeister Bernhard Fischer aus St. Marienkirchen. Die Geistlichkeit war vertreten durch Pfarrer Siegmund Kastner und Pfarrer Alois Schmidt aus Kürn, ein gebürtiger Friedersrieder.

Vier Festkapellen, die Stamsrieder Blasmusik, die Rodinger Stadtkapelle sowie Jugendblaskapelle Neukirchen-Balbini und die Kolping-Musik Cham wurden engagiert. Die Rötzer Feuerwehr kam mit ihrer eigene Blasmusik und begleitete ihre Feuerwehr durch Stamsried.

Die Festdamen standen bald auf den Bänken.
Die Festdamen standen bald auf den Bänken. Foto: Moro

Die Feuerwehr Hitzelsberg machte mit einem Festwagerl auf ihr dreitägiges Feuerwehrfest vom 6. bis zum 8. August aufmerksam. Die Ortswehr Kesselsdorf war auch beim Festzug dabei, sie waren bereits am Vortag zum Totengedenken angereist. Kesselsdorf liegt über 300 Kilometer von Stamsried entfernt im Sächsischen. Stamsried und Kesselsdorf pflegen eine Gemeindepartnerschaft.

Erinnerungsgeschenke vergeben

Jung und Alt erlebten in Stamsried fröhliche Stunden auf der Festwiese am Ortseingang Stamsrieds. Nach der großartigen Fahnenparade im Festzelt gab's für alle Feuerwehren ein passendes Erinnerungsgeschenk.

Die Wetterfelder Feuerwehr
Die Wetterfelder Feuerwehr Foto: Moro

Im Kaffeezelt und im Außenbereich waren am Nachmittag alle Plätze voll belegt und die Stamsrieder Frauen und Mädchen hatten alle Hände voll zu tun, um den großen Andrang bewältigen zu können. Abends trafen sich noch viele, als zum Abschluss die „Waidler Power“ zu hören und ließen so den großen Festtag in Stamsried ausklingen.

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