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Glaube

Kapellenverein feiert Jubiläum

Die Kapelle ist der Mittelpunkt und die Visitenkarte Thanrieds. Vor 20 Jahren schlossen sich Bürger zusammen, um sie zu erhalten.
Von Jakob Moro

  • Bei strahlender Abendsonne zelebrierte Pfarrer Kastner eine Schauermesse. Zahlreiche Helfer und Unterstützer wurden geehrt. Fotos: Jakob Moro

Stamsried.Am Freitag hat Thanried seine Dorfkapelle in besonderer Weise gefeiert. Pfarrer Siegmund Kastner hielt die traditionelle Schauermesse und konnte dazu neben den Thanriedern zahlreiche Besucher aus der Umgebung willkommen heißen. Die Sitzplätze reichten nicht aus. Viele kamen aus Neukirchen-Balbini, Hansenried und Enzenried, um Bekannte zu treffen und mit ihnen ein kleines Jubiläum zu feiern.

Pfarrer Siegmund Kastner ging in seiner kurzen Predigt auf den Namen der Kapelle ein und erinnerte an die Erbauer der Kapelle: „Die Thanrieder Kapelle ist der Gottesmutter von Lourdes gewidmet. So steht am Eingang der Kapelle ,Erbaut zu Ehren unserer Lieben Frau von Lourdes 1886‘. Dies war rund 20 Jahre nach den Erscheinungen von Lourdes 1858. Der Gedenktag wird am 11. Februar gefeiert.“ Früher seien Gläubige nach Thanried gepilgert. Nach dem Gottesdienst begrüßte der Vorsitzende des Kapellenvereins, Stefan Dippold, die Gottesdienstbesucher. Er erinnerte an die Gründung des Vereins vor 20 Jahren.

Größere Renovierung notwendig

Obwohl im Laufe der Zeit die Dorfbewohner immer wieder mit großzügigen Spenden die Instandhaltung der Kapelle finanzierten, waren vor 20 Jahren zum langfristigen Erhalt der Kapelle größere Innen- und Außenrenovierungen erforderlich. Im Frühjahr 1998 kam deshalb die Dorfgemeinschaft unter der Leitung von Bürgermeister Alfred Lang zusammen. Es wurde der Beschluss gefasst, mit der dringend notwendig gewordene Innenrenovierung zu beginnen. Daran anschließend sollte sich auch eine umfangreiche Außenrenovierung der Kapelle sowie der Außenanlagen und des Umfeldes.

Es wurden viele ehrenamtliche Stunden geleistet, Material zur Verfügung gestellt und Zuschüsse sowie Geldspenden eingebracht. Am 6. Mai 1999 wurde im Gasthaus Breu in Friedersried der Kapellenverein gegründet. Stefan Dippold gratulierte Georg Dirscherl zum 90. Geburtstag, bevor er rückblickend auf die Förderer und die Gründer der Kapelle einging.

Dippold: „Großen Anteil bei der Gründung der Kapelle hat unser Freund, der ehemalige Bürgermeister Alfred Lang, der auch Schirmherr bei Festen war.“ Erwin Schlecht war Gründungsvorstand und leitete bis vor einigen Jahren den Verein. Jagdpächter Ewald Plach stand ebenfalls als Schirmherr zur Verfügung, Pfarrer Siegmund Kastner steht den Thanriedern nicht nur bei den jährlichen Gottesdiensten zur Verfügung, sondern auch ganzjährig, wenn kirchliche Fragen anstehen. Bürgermeister Herbert Bauer unterstützt die Thanrieder in allen Belangen, so Dippold.

Intakte Dorfgemeinschaft

Für sie hatte Dippold ebenso ein Präsent dabei, wie für die Damen, die im Hintergrund arbeiten. So Klara Weindler, die täglich auf- und zuschließt, Hermine Schlecht, Petra Dippold, Diana Wenzl, Sandra Nagl, Petra Dirnberger und Claudia Hieninger, die sich um die Blumen kümmern, die Kapelle reinigen, Kuchen backen und bei Dorffesten mithelfen. Dippold dankte auch der Jugend, die sich hervorragend um das Dorfleben annehmen.

Wie Bürgermeister Bauer sagte, sei der Kapellenverein ein Segen für das Dorf. Die Kapelle sei Mittelpunkt, Treffpunkt und Visitenkarte Thanrieds. Er dankte der Dorfgemeinschaft für die Pflege und den Erhalt der Kapelle, des Kapellenumfeldes und des Dorfes. Die intakte Dorfgemeinschaft in Thanried sei Ausdruck von Liebe zur Heimat, so Bauer. Er dankte den, wie er sagte, „Motoren“ des Vereins, Erwin Schlecht und Stefan Dippold.

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