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Verkehr

Neue Bürgersteige brauchen Schilder

Die Gehwege in Stamsried sollen künftig sicherer werden und gut erkennbar sein.
Jakob Moro

In Stamsried wird an allen Ecken und Enden gebaut, so dass Fußgänger kaum ein Durchkommen haben. Foto: Jakob Moro
In Stamsried wird an allen Ecken und Enden gebaut, so dass Fußgänger kaum ein Durchkommen haben. Foto: Jakob Moro

Stamsried.Am Stamsrieder Marktplatz wird kräftig gebaut. Derzeit werden auch rechtzeitig vorm großen Feuerwehrfest viele Geschäfts- und Privathäuser hergerichtet. Stamsrieds Marktkern ist lange noch nicht fertig, um den Verkehr und das Parken dauerhaft zu regeln. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger – besonders ältere Passanten oder Mütter mit Kinderwägen – haben es derzeit schwer: Oft sind die Bürgersteige sehr schmal, vor allem, wenn auch noch Autos darauf parken. Daher sprach Bürgermeister Herbert Bauer in der vergangenen Marktratssitzung die Parksituation am Stamsrieder Marktplatz an. Er sagte unter anderem: „Die Gehwege im Marktplatzbereich sind mit der Marktplatzneugestaltung im Sinne der gewünschten Barrierefreiheit mit Niederbord ausgestattet worden. Nachdem die Gehwege den Fußgängern vorbehalten sind und nicht als Parkstreifen dienen, werden sie mit amtlichen Verkehrszeichen kenntlich gemacht. Das Parken auf den Gehwegen ist rechtlich nicht gestattet“, sagte Bauer.

Damit alle Verkehrsteilnehmer einen Gehweg auch als Gehweg erkennen, wurden in der vergangenen Woche einige dieser Schilder entlang der Lukas-Rauffer-Straße und an der gegenüberliegenden Seite des Marktplatzes aufgestellt. Wir fragten bei der Rodinger Polizei, die für Stamsried zuständig ist, nach. Auch Joachim Zisler erklärte: Ein Gehweg müsse für alle Verkehrsteilnehmer als solcher erkennbar sein, dann gelte die Straßenverkehrsordnung.

Wie viele Kommunen haben die Stamsrieder bei der Ortskernsanierung auf Niederbord-Gehwege gesetzt. Das ist aber nicht unproblematisch. Denn auch Autos können dort nun fahren und die ganze Straßenbreite nutzen. Gehwege mit Niederbord, auch wenn sie andersfarbig oder gepflastert sind, können legal auch von Autofahrern mit der gebotenen Rücksicht befahren werden, es sei denn, die Gemeinde ordnet für die Gehwege das Zeichen 239 für Fußgänger an.

Die unterschiedliche Ausführungsart von Fahrbahn und Gehweg durch Asphalt und Pflaster mache noch keine bauliche Trennung wie beim Hochbord aus. Wenn eine Gemeinde dem Bürgerwillen entsprechen will, so bleibt ihr entweder eine bauliche Umgestaltung oder die Anordnung und Aufstellung der Zeichen 239. Das weiß auch Bürgermeister Bauer. Stamsried entschied sich daher für die Aufstellung des Zeichens 239. (rjm)

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