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Nachwuchs

Stamsried bekommt neuen Kinderhort

Die Marktgemeinde baut auf dem Schulgelände ein eingeschossiges Gebäude zur Kinderbetreuung für 2,4 Millionen Euro.

Die Gerhardinger-Kindertagesstätte ist voll belegt: Stamsried braucht einen weiteren Kindergarten. Foto: rjm
Die Gerhardinger-Kindertagesstätte ist voll belegt: Stamsried braucht einen weiteren Kindergarten. Foto: rjm

Stamsried.Seit August 2018 sucht der Markt eine Lösung, um die staatliche Verpflichtung gegenüber der Eltern von kleinen Kindern erfüllen zu können. Jedes Kind hat nach dem vollendeten dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Bürgermeister Herbert Bauer erläuterte bei der jüngsten Marktratssitzung die Situation: „Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen nimmt weiter zu.“

Hintergrund sei die Ausweisung von Baugebieten, der Zuzug und veränderte gesellschaftliche Verhältnisse, so Bauer. Auch die Situation am Glocknerhof trage dazu bei. Ein wichtiger Standortfaktor sei, so Bauer, die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu optimieren.

Gehardinger Kindergarten ausgebucht

Der Gerhardinger-Kindergarten unter der Trägerschaft der Kirchenstiftung könne keine weiteren Kinder mehr aufnehmen. Zwölf Kinder seien derzeit in einem sogenannten Naturprojekt untergebracht, das für ein Jahr genehmigt wurde. Mehrere in Stamsried wohnende Kinder seien derzeit in auswärtigen Kindertagesstätten untergebracht. Dies sei keine Lösung auf Dauer, betonte Bauer.

Im August 2018 beauftragte der Markt Stamsried das Architekturbüro Schnabel und Partner aus Bad Kötzting mit der Standortsuche – und einen zweigeschossigen Kindergarten zu planen. Beim ersten Abstimmungsgespräch mit der Regierung wünschte diese die Planung zu überarbeiten und alternativ einen eingeschossigen Kindergarten zu planen.

Den Entwurf eines eingeschossigen Kindergartens des Ingenieurbüros Altmann stellte der Bürgermeister nun den Markträten vor. Nach Erörterung stimmte der Marktrat zu, die gewünschten Änderungen der Regierung einzuarbeiten und anschließend den Förderantrag zu stellen.

Zuwendungen in Höhe von 1,9 Millionen

Der Markt geht von Baukosten von rund 2,4 Millionen Euro ohne Einrichtung aus. Es wird von Zuwendungen von rund 1,9 Millionen ausgegangen. Die Förderung ist auf 90 Prozent der förderfähigen Kosten gedeckelt, so Bauer. Er rechnet mit Kosten von rund 500 000 bis 600 000 Euro, die auf die Gemeinde zukommen. Für die Einrichtung des Kindergartens gebe es keine Förderung.

Egal, wie hoch die endgültigen Kosten der Kindertagesstätte ausfallen, beauftragte der Marktrat mehrheitlich die Planungen fortzuführen, den Bauantrag einzureichen und den Zuwendungsantrag bis spätestens 31. August zu stellen, um mögliche Abschläge bei der Förderung ab September 2019 zu vermeiden.

Ferner werde ein Träger für den Kindergarten gesucht. Entsprechende Kontakte werden aufgenommen. „Wir können nicht weitere Baugebiete ausweisen und dann für die Kinder, die dort wohnen, keinen Kindergarten haben“, so Bauer abschließend.

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