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Kirche

Stamsrieder halten an Tradition fest

Die Johanni-Kirchweih wurde am Marktplatz gefeiert. Die Kürnburg-Schützen arrangierten das unterhaltsame Spektakel.
Jakob Moro

  • Alle suchten ein schattiges Plätzchen, um der Hitze des vergangenen Sonntags zu entfliehen Foto: Jakob Moro
  • Der Frauenbund hält am Stamsrieder Flohmarkt fest und verkaufte Hauswurzen in Kaffeetassen und Kaffeekandeln Foto: Jakob Moro

Stamsried.So schön könnte ein Marktplatz sein, wenn keine Autos darauf parken. Dieses Erlebnis haben Stamsrieder nur einmal im Jahr. Zur Kirchweih. Da wird der Verkehr über Seitenstraßen am Marktplatz vorbei geleitet. Doch fehlte in diesem Jahr, bei der großen Hitze am vergangenen Sonntag, der Schatten von Bäumen. Auf diese müssen die die Stamsrieder derzeit verzichten.

Die kirchlichen Feierlichkeiten begannen an „Johanni“. Der Festgottesdienst zu Kirchweih fand am Sonntag statt. Er wurde feierlich umrahmt vom Stamsrieder Kirchenchor, der durch Sänger des Rodinger Kirchenchors, ergänzt wurde. Gesungen wurde eine Lateinische Messe. Die weltlichen Feierlichkeiten des Patroziniums der Stamsrieder Pfarrkirche begannen anschließend mit einen zünftigen, mittlerweile zur Tradition gehörenden Kirchweihfest der Kürnburgschützen. Keinen geringeren Heiligen, als Johannes den Täufer haben sich die Stamsrieder als Patron für ihre Pfarrkirche ausgesucht. Das Lukasevangelium berichtet, dass Johannes sechs Monate vor Jesus geboren wurde. Damit traf der 24. Juni mit der kalendarischen Sommerwende am 21. Juni zusammen. Die Kirche setzte das keltische Sonnenwendfest, den Tag des Sieges von Licht über die Dunkelheit und Tod, mit dem Namensfest Johannes des Täufers in Einklang.

Vor Jahren, als die Stamsrieder Kirchweihfeiern „einzuschlafen drohten“ und nur noch ein Kirchweihstand, der „Schneinda Alis“ seinen Stand vorm Gasthaus Pusl aufstellte, nahmen sich die Kürnburg-Schützen um diese Traditionsveranstaltung an. Seitdem wird Johanni groß gefeiert. Verwandte und Bekannte kommen von weit her und besuchen die Stamsrieder Kirchweih.

Nach dem Festgottesdienst gab es ein deftiges Mittagessen. Alle Kürnburgschützen, vor allem die Schützenjugend, waren am vergangenen Sonntag unter der Regie der Stamsrieder 3. Bürgermeisterin und Schützenmeisterin Kerstin Gebhard „eingespannt“ und hatten alle Hände voll zu tun, um die vielen Gäste zu bewirten. Zur musikalischen Unterhaltung engagierten die Kürnburgschützen Alleinunterhalter Xaver Karl. Der Frauenbund hatte eine zündete Idee. Er bepflanzte ausrangiertes Geschirr mit Hauswurzen und verkaufte dieses. (rjm)

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