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Museum

Troidlhof eröffnet am 5. Mai

Stefan Haas hat neue Ausstellungsstücke erworben. Bäuerliches Leben aus vergangener Zeit wird lebendig.
Jakob Moro

Kein altes Glump – es sind Raritäten, die Stefan in Ehren hält, wie etwa der einachsige Traktor.Foto: Moro
Kein altes Glump – es sind Raritäten, die Stefan in Ehren hält, wie etwa der einachsige Traktor.Foto: Moro

Stamsried.Der Winter ist vorbei, auch wenn er sich noch gelegentlich zurückmeldet. Und der Troidlhof hat wieder geöffnet und lädt am kommenden Sonntag dazu ein, neues „Altes“ zu bestaunen. Einige interessante Ausstellungsstücke hat Stefan Haas erworben und möchte diese gerne herzeigen. So zum Beispiel einen Mahlstuhl (Walzenstuhl) der Firma Mühlenbau GmbH aus Kassel.

Mit diesem Mahlstuhl wurde lange Mehl gemahlen und er stand bis vor kurzem bei Michael Koch in Kagern bei Hannesried. Dort wurde der Mahlstuhl zum „Brechen“ von Getreide für die Schweinemast verwendet. Angetrieben wurde der Mahlstuhl mit einem Flachriemen über eine Transmission, die mit Wasserkraft betrieben wurde. Stefan Haas bietet nicht nur ausgedienten Maschinen, Gerätschaften und Werkzeugen aus der Landwirtschaft eine „Heimat“, sondern auch Tieren, die vom Aussterben bedroht sind. Neben Hasen, Ziegen, Hühnern erwarb Stefan Haas zwei trächtige Färsen der Rasse „Rotes Höhenvieh“. Jetzt sind sie zu fünft.

Die beiden Färsen brachten prächtige Kälber zur Welt, die sich hervorragend entwickeln und sich sichtlich wohlfühlen beim Troidl. Allein das Rotvieh am Troidlhof, von dem Stefan Haas schwärmt, ist einen Sonntagsausflug zum Troidl wert.

Wenn Bauern durch die Ausstellung von Stefan Haas gehen, dann schlägt ihr Herz höher. Sie denken mit Wehmut an längst vergangene Zeiten. Die Sammlung umfasst rund 350 „Teile“ auf über 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche, aus 200 Jahre bäuerlichen Lebens aus dem Landkreis Cham und aus dem Landkreis Schwandorf, vom großen Dreschwagen bis zu Obstpressen, Butterfässern, Zuggeschirren für Ochsen und Rösser, aber auch kleinste Geräte wie ein Schneidwerk für „Singerl-Futter“ findet man auf dem Troidlhof. Mittlerweile ist bereits an eine Erweiterung gedacht.

Ochsenjoche gehören zu den ältesten Ausstellungsstücken. Auch alle Geräte zur Flachsbearbeitung, hölzerne Flachsbrecher, die auch im Stamsrieder Gemeindewappen zu finden sind, stehen in der Sammlung der Troidls. Auch der frühere Spritzenwagen der Feuerwehr Stamsried, später umgebaut als Leichenfuhrwerk, befindet sich im Besitz der Familie Haas.

Für Gruppen, Vereine, Kindergärten, Schulklassen öffnet die Familie Haas auch zu anderen Zeiten als üblich bei genügender Teilnehmerzahl die Tore. Vorherige Anmeldungen sind dazu erforderlich, Telefon: (09466) 911 996 8 oder Mobil: (0152) 02 13 73 79. Eintritt: Erwachsene 1,50 Euro, Kinder ab zwölf Jahre ein Euro. (rjm)

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