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Tradition

Standmarkt zog Besucher an

Viele Fieranten waren wieder nach Hetzenbach gekommen. Dekan Pfarrer Ralf Heidenreich hielt den Festgottesdienst.
Von Josef Kneitinger

  • Ein neuer Hut gefällig? Am Standmarkt gab es auch Gürtel und Handtaschen, Schuhe, Trachtenmode, Modeschmuck und Gartendeko. Fotos: Kneitinger
  • Dekan Pfarrer Ralf Heidenreich hielt den Pfingstgottesdienst.
  • Ein Holzkünstler zeigte sein Können beim Standmarkt.

Zell.Trotz des ganzen Drumherums ist und bleibt der Pfingstmontag der „große Tag“ beim Hetzenbacher Pfingsfest. Viele Fieranten waren wieder gekommen und hatten ihre Stände von der alten B16 weg rund um die altehrwürdige Leonhardi-Kirche bis hinauf zum Waldrand aufgebaut.

Kaum ein Standmarkt in der Umgebung dürfte so belebt sein wie der zum Pfingstfest in Hetzenbach. Es gab ihn schon lange vor dem Pfigstfest, das vor über 40 Jahren die Familie Piendl rund um den Markt einführte. Und schon immer waren die „Standlleut“ in großer Anzahl vertreten. Früher vor allem mit Bekleidung und Handwerkszeug für die ländliche Bevölkerung, heute mit einer breiten Palette von Waren für den täglichen Bedarf und darüber hinaus. Gürtel und Handtaschen, Hosen, Schuhe, Trachtenmode, Modeschmuck und Gartendeko, dazwischen allerlei zur Stärkung wie Rosswürste, Käse, Wurst, Eis und anderes Süßzeug wie gebrannte Mandeln.

Selbst Fliegengitter nach Maß für alle Türen waren zu haben neben sonstigem Haushaltszubehör. Ein buntes Sammelsurium. Einen Bummel durch das vielfältige Angebot war es allemal wert und nicht wenige zückten auch den Geldbeutel, um etwas zu kaufen, was sie schon lange gesucht hatten. Doch nicht nur die Kauflust wurde angeregt, auch ein „Ratsch“ mit guten alten Bekannten kam nicht zu kurz.

Wer durch das Bummeln müde wurde, konnte sich im oder ums Festzelt niederlassen und den bunten Treiben zuschauen, eine Mass genießen und sich mit Gockerl und Schweinshaxen vom Haberzeth oder einem Steckerlfisch stärken. Für Kaffee und Kuchen sorgte der Leonhardi-Verein. Zum Pfingstfest und zum Leonhardimarkt gehört aber auch der religiöse Aspekt. Zum Festgottesdienst in der Leonhardi-Kirche, in der früher auch Tiernachbildungen geopfert wurden, zogen der Kreuzesträger, die Ministranten und Dekan Pfarrer Ralf Heidenreich in die volle Wallfahrtskirche ein. Zum Gottesdienst, der vom Kirchenchor Zell musikalisch umrahmt wurde, hatten sich viele Gläubige aus der näheren und weiteren Umgebung eingefunden.

In seiner Ansprache ging der Geistliche auf das hohe Pfingstfest ein, das eines der bedeutendsten Feste für die Christen ist. Neben Ostern, bei dem wir uns auch bildlich vorstellen können, was dieses Fest bedeutet, sei es beim Pfingstfest etwas schwierig. Doch lasse dieses Pfingsfest uns hineinschauen in das Innerste Gottes und es komme etwas heraus, was den Menschen zum Heil werde.

Während die letzten Töne vom Kirchenchor Zell erklangen, fand rundherum schon reges Markttreiben statt. Im Festzelt sorgte ab dem späten Vormittag die Blaskapelle Pfeffer für musikalische Unterhaltung, so dass die Besucher einen angenehmen und gemütlichen Festausklang erlebten. Am Nachmittag hielt Dekan Heidenreich in der Leonhardikirche noch eine Pfingstandacht mit Liedern und Gebeten zum Heiligen Geist. (rjk)

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