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Kommunalwahl

Freie Wähler präsentieren Liste

In Traitsching stellten sich etliche neue Kandidaten vor. Einen Bürgermeisterkandidaten gibt es allerdings nicht.
Von Tatjana Robl

Die Listenkandidaten der Freien Wähler für die Gemeinde Traitsching mit dem Landratskandidaten Julian Preidl (vorne 3. v. li.) und Kreisvorsitzendem Hans Kraus (hinten 2. v. r.) Foto: Krottenthaler
Die Listenkandidaten der Freien Wähler für die Gemeinde Traitsching mit dem Landratskandidaten Julian Preidl (vorne 3. v. li.) und Kreisvorsitzendem Hans Kraus (hinten 2. v. r.) Foto: Krottenthaler

Traitsching.Der Vorsitzende der Freien Wähler Traitsching, Armin Ederer, begrüßte mehr als zwei Dutzend Mitglieder und Anhänger der Freien Wähler bei der Nominierungsversammlung im Gasthaus Kienberger in Birnbrunn. Vorweg dankte er dem Kreisvorsitzenden Hans Kraus für sein Engagement. Die 16 Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich anschließend in einer Runde kurz vor.

Frank Woppmann, der Bürgermeisterkandidat bei der letzten Wahl, sagte: „Die Freien Wähler tun der Gemeinde und dem Gemeinderat gut, viele Ziele der Freien Wähler der letzten Wahl wurden seitdem erarbeitet und umgesetzt“. Kraus meinte, „wenn ich in die Runde schaue, sehe ich viele junge, neue Gesichter, das macht mir Mut“.

Die Freien Wähler gehen mit einer stark veränderten Liste in die Kommunalwahl. Die beiden langjährigen Gemeinderäte Sonja Heitzer und Horst Pressler treten nicht mehr an, um die verbleibenden Frank Woppmann, Armin Ederer und Andreas Dachauer gruppieren sich zahlreiche neue Gesichter.

Die Kandidaten sind aus allen drei Altgemeinden – Traitsching, Sattelbogen und Sattelpeilnstein. Wobei dieses Mal nur fünf Kandidaten aus Traitsching sind, dafür aber mit Sandra Groitl und Tatjana Robl zwei junge, engagierte Frauen. „Agile Leute, die den Bürgern eine Alternative bieten“, so Kraus. Damit biete die Liste eine bunte Mischung aus der Bevölkerung. Er war begeistert, dass sich der Repräsentant von „Voglwuid“, der Lehrer Florian Mühlbauer aus Sattelpeilnstein, zur Wahl stellt, oder auch Robert Janker der Vorsitzende des Traitschinger Burschenvereins aus Wilting, der mit 27 Jahren der jüngste Kandidat ist.

Landwirte in den Gemeinderat

Landwirtschaftsmeister Franz Schlögl jun. erklärte seine Kandidatur so: „Wenn man die politische Situation der Landwirtschaft betrachtet, wären aktive Landwirte im Gemeinderat gut“. Breitbandexperte Siegfried Schollerer aus Hermannsgrub betonte, „für das Gleichgewicht im Gemeinderat gehört eine gute Opposition her“. Kraus bedauerte, dass sich kein Bürgermeisterkandidat gefunden hatte. 27 Wahlberechtigte waren anwesend und stimmten einstimmig für die vorgestellte Liste.

Die Kandidaten

  • Platz 1 - 8:

    1. Andreas Dachauer aus Sattelbogen, 2. Frank Woppmann aus Trebersdorf, 3. Markus Sölch aus Traitsching, 4. Armin Ederer aus Obergoßzell, 5. Tatjana Robl aus Thal, 6. Siegfried Schollerer aus Hermannsgrub, 7. Frank Ramisch aus Atzenzell, 8. Sandra Groitl aus Loifling,

  • 9 - 16:

    9. Herbert Gmeinwieser aus Birnbrunn, 10. Robert Janker aus Wilting, 11. Bernhard Gammer aus Tragenschwand, 12. Armin Weber aus Obergoßzell, 13. Franz Schlögl jun. aus Trefling, 14. Florian Mühlbauer aus Sattelpeilnstein, 15. Stefan Kollmer aus Sattelpeilnstein, 16. Josef Heitzer aus Sitzenberg

Auch der Landratskandidat der Freien Wähler, Julian Preidl aus Bad Kötzting, stieß zu der Nominierungsversammlung. „Er symbolisiert und dokumentiert, dass wir uns zutrauen, Führungskräfte zu verjüngen“ betonte Kraus. Preidl versuche zu jeder Nominierungsveranstaltung zu gehen, weil es ihm wichtig sei, sich untereinander kennenzulernen.

„Agieren statt reagieren“

Er studiert in Bamberg Politikwissenschaft und ist seit Längerem im Bad Kötztinger Jugendrat politisch aktiv. Er stellte sich den Traitschingern vor und gab Einblick in sein Leben. „Agieren statt reagieren“ sei sein Motto und er führte die Ärzteproblematik als Beispiel an. Zudem sei ihm wichtig, von anderen Regionen, die ähnliche Voraussetzungen haben, zu lernen, sowie die Bürger ernst zu nehmen.

Er forderte die Anwesenden auf, einen Blick aufs Handy zu werfen. „Wie ist der Empfang?“ „Schlecht“, lauteten die Antworten. Die Schwerpunkte seiner politischen Ziele als Landratskandidat liegen unter anderem auf der Digitalisierung, Mobilfunkversorgung, dem Gesundheitswesen und der Behebung des Fachkräftemangels. (cat)

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