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Kirche

Viele Kinder feierten mit

Julian Gigl wurde am Sonntag getauft. Seine Freunde aus dem Kindergarten gestalteten den Familiengottesdienst.
Von Hermann Schropp

Pfarrer Kilian Limbrunner spendete am Sonntag dem Kindergartenkind Julian Gigl das Taufsakrament. Foto: Schropp
Pfarrer Kilian Limbrunner spendete am Sonntag dem Kindergartenkind Julian Gigl das Taufsakrament. Foto: Schropp

Chamerau.Es war eine etwas andere Tauffeier beim Familiengottesdienst am Sonntag als sonst üblich in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, denn ungewöhnlich viele Kinder feierten mit Pfarrer Kilian Limbrunner und Diakon Werner Szörenyi. Zum einen waren es die Kommunionkinder, die im Rahmen der Kommunionvorbereitung die Taufe mitfeierten und mit eingebunden waren, zum anderen waren die Kinder aus dem Kindergarten „Villa Kunterbunt“ dabei. Sie wollten miterleben, wie einer ihrer Freunde getauft wird.

Nach dem Eingangslied der Kindergartenkinder, die auch den Gottesdienst mitgestalteten, hob Pfarrer Limbrunner die Bedeutung der Taufe hervor. Die Kinder brachten die Geschichte vom Regenbogen den Gläubigen zu Gehör, in der es unter anderem um die Frage ging, welche Farbe im Regenbogen die wichtigste sei. Ist es Grün, Blau, Gelb, Orange, Rot oder vielleicht doch Violett? „Der Regen griff nach vielem Hin und Her ein und sprach: Ihr dummen Farben! Ihr streitet untereinander und jede will besser sein als die anderen. Wisst ihr nicht, dass Gott euch alle gemacht hat? Jede für eine besondere Aufgabe, einzigartig und unterschiedlich. Gott liebt euch alle und er braucht jede einzelne von euch.“

Eine große Familie Gottes

„Wenn wir einen Regenbogen sehen“, so Pfarrer Limbrunner zu den Kindern, „weiß jeder, Gott ist an unserer Seite, er hilft uns, er ist auch bei und wenn es ganz schwer wird. Und er hilft jedem Menschen, egal wie er aussieht, egal welche Farbe, egal, aus welchem Land er kommt. So wie die vielen Farben ein tolles Bild ergeben, gehören alle Menschen zur großen Familie Gottes.“

Vor der Lesung aus dem Buch Mose sangen die Kindergartenfreunde von Julian Gigl, der getauft wurde, das Lied „Lasst uns miteinander“. Nachdem die Eltern Jenny und Michael den Namen für den Täufling genannt hatten, baten sie um das Taufsakrament mit den Worten: „Wir möchten, dass Julian von Anfang an dazu gehört, zur Gemeinschaft der Christen. Als Eltern treffen wir wichtige Entscheidungen für unser Kind, so wie sich unsere Eltern dazu entschieden haben, uns als Kinder taufen zu lassen, so wollen auch wir diese Entscheidung für Julian treffen. Wir bitten besonders Steffi als Patin aber auch alle Verwandten und Freunde und nicht zuletzt die Gemeinde, uns dabei zu unterstützen, Julian die Liebe Gottes zu zeigen.“

Pfarrer Limbrunner fragte die Eltern und Patin: „Seid ihr bereit, durch euer Beispiel, Handeln und Reden Julian in seinem Leben die Liebe Gottes spüren zu lassen, damit er diese Liebe auch anderen Menschen geben kann? Wollt ihr Julian helfen, dass er durch die Frohe Botschaft unseres Glaubens eine Hilfe für sein Leben finden kann?“ Die Angesprochenen antworteten mit „Das wollen wir.“ Der Geistliche segnete das Taufwasser und spendete das Taufsakrament, indem er dreimal den Kopf des Täuflings mit Weihwasser überschüttete. Der Geistliche bezeichnete den Täufling mit dem Zeichen des Kreuzes auf die Stirn als Zeichen der Verbindung mit Christus.

Taufkerze entzündet

Anschließend legte er das Taufkleid auf. Die weiße Farbe symbolisiert dabei Unschuld und Reinheit, die übermäßige Länge sei ein Zeichen für die Größe Gottes und den Glauben an ihn. Mit dem Effat-Ritus soll der Neugetaufte Ohren und Mund öffnen, damit dieser das Wort Gottes vernehme und den Glauben bekenne. Als letztes Zeichen entzündete die Mutter des Täuflings an der Osterkerze die Taufkerze, die das Symbol für das Licht Gottes sei, das Julian vom Anfang bis zum Ende seines Lebens begleiten soll.

Nach dem Segen stimmte die Taufgesellschaft das Lied „Singen unterm Regenbogen“ an. Zum Schluss gratulierte der Geistliche den Eltern von Julian zu deren Kind und die Sprecherin des Pfarrgemeinderates von St. Peter und Paul brachte die Freude über ein neues Mitglied der Glaubensgemeinschaft mit einem Geschenk zum Ausdruck.

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