MyMz
Anzeige

Hilfe

14 Feuerwehren

„Brand in Balbersdorf“ lautete die Alarmierung für die Ehrenamtlichen zweier Kreisbrandmeister-Bereiche.
von Hans Schmelber

  • Die Einsatzkräfte hatten auch „Menschen“ zu retten. Fotos: Schmelber
  • Mehr als 200 Meter Schlauchleitungen wurden durch den Wald verlegt.

Waffenbrunn.14 Feuerwehren mit 23 Einsatzfahrzeugen sowie der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung unter Beobachtung von KBM Hans Hochmuth und KBM Anton Bierl wurden am Freitagabend zu Übungszwecken alarmiert. Einsatzleiter war Christian Lehner, Kommandant der Feuerwehr Balbersdorf, der die Übung geplant und organisiert hatte.

Den Übungsteilnehmern bot sich folgende Lage: In einem landwirtschaftlichen Gebäude wurden in der Scheune Reparaturarbeiten an einem Fahrzeug durchgeführt. Durch spielende Kinder im Fahrzeuginneren bewegte sich das Fahrzeug nach vorne. Dabei wurde eine Person unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Durch heiße Teile entzündeten sich das eingelagerte Stroh und Holz. Die unter Schock stehenden Kinder versteckten sich im Nebenraum. Das Anwesen befindet sich neben einem Wald und ist nur schwer zu erreichen. Des Weiteren wurden durch Atemschutzträger mehrere Propangas- und Acetylenflaschen in einem Nebenraum entdeckt.

Besonders schwierige Anfahrt

Besonders schwierig gestaltete sich die Anfahrt für die großen Einsatzfahrzeuge über den Feldweg, der teilweise in schlechtem Zustand war und zwei Spitzkehren aufwies. Die Einsatzleitung erfolgte von einem Einsatzleitwagen aus. Von dort aus wurde das Einsatzgeschehen koordiniert. Der Einsatzleiter entschied sich, den Einsatz in mehrere Abschnitte aufzuteilen, und dazu wurde jeweils ein Abschnittsleiter zugewiesen, der sich um die Umsetzung kümmerte und den Abschnitt betreute. Für den Einsatzabschnitt Brand 1 lag die Zuständigkeit bei der Feuerwehr Waffenbrunn mit der Aufgabe, mit Hilfe von Atemschutzgeräteträgern die vermissten Personen zu finden und zu retten. Außerdem musste die Brandbekämpfung mit Wasser in den Fahrzeugen aufgebaut werden. Zugeteilt waren die Feuerwehren Katzberg, Weiding und Cham. Eine Acetylen- und eine Propangasflasche konnten geborgen werden und wurden gekühlt. Ein inszenierter Unfall mit einem Atemschutzgeräteträger brachte eine zusätzliche Schwierigkeit in die Übung mit ein.

Für den Einsatzabschnitt Brand 2 war die Feuerwehr Balbersdorf zuständig. Deren Aufgabe war, von einem Hydranten zwei Wasserleitungen an das Objekt zu bringen, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Der Abschnitt ging etwa 200 Meter quer durch den Wald. Unterstützt wurden die Balbersdorfer durch die Feuerwehren Katzbach und Geigant.

Beim Einsatzabschnitt Bereitstellungsraum hatte die Feuerwehr Geigant die Leitung mit der Aufgabe, den Abschnittsleitern benötigte Fahrzeuge zu schicken. Dies ist bei so einer Größe des Einsatzes notwendig, um den Aufbau gezielt durchführen zu können.

Die Einsatzabschnittsleitung Wasser 1 hatte die Feuerwehr Willmering. Die Aufgabe bestand darin, eine Förderleitung mit 900 Metern vom Bach in der Ortsmitte bis ans Objekt zu bringen: Dies wurde durch die Feuerwehren Kolmberg, Rhanwalting, Pinzing-Friedendorf und Dalking unterstützt. Eine Herausforderung war der Höhenunterschied von etwa 80 Metern.

Großes Lob vom Einsatzleiter

Die Aufgabe der Feuerwehr Katzbach-Loibling beim Einsatzabschnitt Wasser 2 war, eine zweite Förderleitung vom Bach in der Ortsmitte an das Objekt zu führen. Hierfür wurde der Schlauchwagen aus Waldmünchen nachalamiert, und die Leitung mit 900 Metern Länge konnte komplett durch die Kräfte aus Waldmünchen aufgebaut werden.

„Es war eine spannende Übung, bei der jeder gefordert war“, zog Christian Lehner sein Fazit. „Es war mir von Anfang an bewusst, dass das Objekt fordernd sein wird, und deshalb war es auch so wichtig, die Übung genau mit diesen Wehren umzusetzen, die im Ernstfall auch dafür alarmiert worden wären.“ Positiv erwähnte Lehner die Zusammenarbeit mit den Wehren, die aus den anderen KBM-Bereichen angefahren waren, „mit denen wir vorher noch nie zusammengearbeitet haben“.

Die Einsatzabschnitte wurden sauber aufgebaut. Die Personen konnten in der entsprechenden Zeit gerettet werden. Die Zusammenarbeit unter den Wehren funktionierte gut. Es gab kleinere Verbesserungspunkte, aber ansonsten bescheinigte KBM Hans Hochmuth „eine gute Arbeit“. Insgesamt waren etwa 160 Kräfte anwesend.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht