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Glaube

Gott bietet mit Ostern allen Menschen Heil an

In der Feier zur Osternacht wurde die Frage beantwortet, warum diese Nacht so ganz anders ist, als alle anderen Nächte.
Hans Schmelber

Das Osterfeuer vor der Kirche Foto: Hans Schmelber
Das Osterfeuer vor der Kirche Foto: Hans Schmelber

Waffenbrunn.Es war großes Gedränge vor der Kirche Mariä Himmelfahrt am Samstagabend. Das Osterfeuer flackerte, die Kommunionkinder waren aufgeregt und die Ministranten ratschten, was das Zeug hergab. In der Kirche war es dunkel und die Gläubigen harrten des Geschehens. Pfarrer und Dekan Michael Reißer kam in Begleitung von Diakon Konrad Müller mit der neuen Osterkerze. „Ostern ist das Fest des Lebens schlechthin“, stellte der Geistliche fest und seine Worte wurden in die Kirche übertragen. Das Osterlicht wurde sodann feierlich in die Kirche getragen und von dort aus wurden alle Kerzen angezündet.

„Warum ist diese Nacht anders als alle anderen Nächte“. Die Fragen wurden vorgetragen vom Jüngsten der Ministrantenschar. Die Osterbotschaft wolle vermittel, dass nicht der Tod am Ende der Sieger ist, sondern das Leben. Jesu Liebe habe jede Sünde, jeden Tod, alle Feinde des Lebens besiegt.

In seiner Predigt ging Diakon Müller auf den Berechnungsfehler bei der Festlegung des Osterfestes ein, da heuer eigentlich schon am 24. März hätte gefeiert werden sollen. Es laufe nicht perfekt – und das dürfe auch so sein. Denn Vollendung habe nur Jesus, der Auferstandene, erreicht.

Beim Streben nach Vollkommenheit gerate man an Grenzen jedoch dann, wenn man sein Tun allein absolut setze – wenn man sich selbst zum Maßstab nehme:. „Wenn wir darüber entscheiden, wer leben darf – darüber diskutieren, ob Leben mit Krankheit lebenswert wäre, statt Hilfe anzubieten. Wenn wir darüber entscheiden wollen, ob Menschen, die vor dem Ertrinken gerettet wurde, wieder an Land gehen dürfen, statt Hilfe anzubieten; wenn wir neue Grenzen ziehen und damit Unfrieden in der Welt schüren statt helfen, Frieden zu schaffen“, nannte der Diakon einige Beispiele.

Gott habe Leben ermöglicht und mit Ostern einen Neu-Anfang gesetzt, ohne Bedingungen: Allen Menschen biete er sein Heil an, allen öffne er den Weg in jenes Leben, das die Perfektion in Fülle haben wird: weil es nämlich nach seinen Maßstäben geschehe. Der Diakon äußerte sich überzeugt davon, dass es für diese Welt, dass es für alle Menschen ganz wichtig sei, diesen Maßstab nicht aus dem Blick zu verlieren, weil man sonst nämlich das Leben selbst aus dem Blick verliere.

Am Ende der festlichen Auferstehungsfeier erfolgte dann die traditionelle Speisensegnung, und die beiden Geistlichen wünschten am Kirchenausgang jedem Gläubigen ein frohes Osterfest.

Am Samstagabend war Katharina Eibl an der Orgel und Timo Tauer als Kantor,

Am Sonntag war Frau Rohse an der Orgel und Barbara Hönle als Kantorin im Einsatz. Den Blumenschmuck in der Kirche hat Frau Erna Spitzhirn mit dem Blumenteam gestaltet, die Osterkerze wurde von Frau Gertraud Seidl gestaltet.

Und Manfred Göttlinger hat das Osterfeuer geschürt. (fsh)

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