MyMz
Anzeige

Kirche

Kommunion: Lasst sie alle zu mir kommen

23 Mädchen und Jungen empfingen zum ersten Mal das Sakrament. Pfarrer Michael Reißer erinnerte an das Psalmbuch.
Von Hans Schmelber

Gruppenfoto mit den Erstkommuionkindern vor der Kirche Foto: Hans Schmelber
Gruppenfoto mit den Erstkommuionkindern vor der Kirche Foto: Hans Schmelber

Waffenbrunn.23 Mädchen und Jungen empfingen am Sonntagvormittag zum ersten Mal das Sakrament der Hl. Kommunion aus der Hand von Dekan und Pfarrer Michael Reißer, der zusammen mit Diakon Konrad Müller den Gottesdienst zelebrierte. Schon vor Beginn des Gottesdienstes gab Lore Schlegl kurze Hinweise auf den Ablauf und forderte die Gottesdienstbesucher auf: „Beten sie mit, singen sie mit, dann wird die Feier für uns alle ein wunderbares Erlebnis.“

Gut vorbereitet erlebten die Besucher dann den Einzug der 23 Kommunionkinder mit den beiden Geistlichen, den Ministranten und den beiden Mesnern. „Lasset die Kinder zu mir kommen“, sangen die Marienspatzen und Pfarrer Reißer erinnerte an die Taufe, segnete danach das Weihwasser und entzündete mit der großen Osterkerze jede einzelne Kommunionkerze.

„Über eurer Kommunionvorbereitung, liebe Kinder, stand ein Satz: Jesus segnet uns,“ begann der Geistliche seine Predigt. „Das ist aus dem Evangelium die Stelle, als die Eltern ihre Kinder zu Jesus bringen wollten, die Jünger sie aber zurückgewiesen haben. Jesus hat dann gesagt: „Lasst die Kinder zu mir kommen.“

„Ich glaube, hinter diesem Satz steckt auch der Psalmvers von unserer Osterkerze. Habt ihr unsere Osterkerze schon einmal genau angeschaut?“, fragte der Geistliche. „Da steht heuer ein schöner Satz aus dem Buch der Psalmen: Suche den Frieden und jage ihm nach! Im Psalmbuch finden wir ja viele interessante Sätze. Es ist unser wichtigstes Gebetbuch – nicht umsonst stehen sie in unserem Gotteslob auch ganz vorne. Schon Jesus und seine Jünger haben mit diesen Worten gebetet. Wer sich darauf einlässt, findet immer wieder solche zu Herzen gehende Sätze – sie können einen oft ein ganzes Leben lang begleiten.“

Frieden, das sei in unserer Sprache das Gegenteil von Krieg oder Kampf. Es sei ein sehr erstrebenswertes Gut, sowohl für einen selbst als auch für die Länder der Erde, in denen wir leben, so der Pfarrer.

„Suche den Frieden und jage ihm nach: Diese Aufforderung, die uns der Psalmvers unserer Osterkerze stellt, ist unser Ansporn, gerade auch für euch, liebe Kommunionkinder, aber für alle Christen: Sucht den Frieden, der von Jesus ausgeht! Sucht seine Nähe! Sucht seinen Segen! Jagt ihm nach: Bemüht euch auch darum, bevor er euch am Ende noch entgeht. Zieht keine Grenzen zwischen den Menschen! Bemüht euch, dass alle ausreichend zum Leben haben!“

Der Pfarrer weiter: „Euer Einsatz gilt den Menschen, für ihr Heil, für ihr Leben: allen zum Segen! Da, wo Jesus ist, da gilt immer sein Wort: Lasst sie alle zu mir kommen, damit alle das Heil erfahren, das Gott gibt. Bei Jesus, in seiner Gemeinschaft, da ist der Friede Gottes zuhause!“

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von den Marienspatzen unter der Leitung von Marianne Winkelmaier und an der Orgel von Michaela Huber. (fsh)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht