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Pflege

Schieder: Tarifvertrag gegen Pflegermangel

SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder besuchte das Seniorenzentrum in Wald. Auch dort herrscht Pflegermangel.
Karin Hirschberger

Gemeinsam mit Mitgliedern der SPD Wald, Bürgermeister Hugo Bauer sowie der Leitung des Seniorenheimes und der Tagespflegestätte Röger diskutierte Marianne Schieder über Pflege. Foto: Karin Hirschberger
Gemeinsam mit Mitgliedern der SPD Wald, Bürgermeister Hugo Bauer sowie der Leitung des Seniorenheimes und der Tagespflegestätte Röger diskutierte Marianne Schieder über Pflege. Foto: Karin Hirschberger

Wald.Am Dienstagvormittag besuchte Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder im Rahmen der Aktion „SPD vor Ort“ das Gesundheits- und Seniorenzentrum Wald. Mitglieder ihrer Partei, Bürgermeister Hugo Bauer, die Pflegeheim-Leiter Hermann Höcherl und Angelika Höppner und die Auszubildende des Heims, Marion Baumer diskutierten über das Thema Pflege.

Schieder hatte das Senioren- und Gesundheitszentrum bereits während der ersten Bauphase besucht und freute sich über die Entwicklung. Dies sei zukunftsweisend für die Gemeinde Wald und ein Thema, mit dem sich viele Gemeinden in Zukunft beschäftigen müssen, sagte sie.

Das Haus bietet Platz für 61 Bewohner, aufgeteilt auf drei Stationen. Es gibt 41 Einzelzimmer, acht Doppelzimmer und zwei Appartements. Zurzeit hat der Wohnpark Walder Höhe 50 Bewohner, auf der Warteliste stehen 25 Personen, sagte Höcherl. Es gebe zahlreiche Anfragen. Man habe sich einen guten Ruf erarbeitet. Aber der Fachkräftemangel habe jetzt auch das Walder Pflegeheim erreicht und somit wird die Bewohnerzahl erstmal nicht mehr steigen. Zwei bis drei Fachkräfte mehr würden im Moment gebraucht werden. Die lassen sich schwer finden – obwohl es ein „super Beruf mit vielen Möglichkeiten“ ist, wie Auszubildende Marion Baumer sagte.

Im Anschluss wurde über den Fachkräftemangel diskutiert. Marianne Schieder sagte, das Fachkräftegewinnungsgesetz könnte Besserung bringen. Man dürfe aber nicht vergessen, dass es ein Drittel weniger junge Menschen in Deutschland gäbe. Auch arbeite man in der Politik daran, einen Tarifvertrag zu schaffen. Sowohl Höcherl als auch Röger sehen dies positiv.

Auch die Bürokratie und die Generalistik-Ausbildung für Pflegekräfte wurde angesprochen. Man war sich einig, dass die Attraktivität des Berufes erhöht werden müsse und sich die Ansicht in der Gesellschaft ändern müsse. MdB Schieder sagte, die Pflege sei eine große Baustelle, bei der man Stück für Stück vorgehen müsse. Im Bereich der Pflege gebe es noch viel zu tun.

Bürgermeister Bauer freute sich, dass die Bundestagsabgeordnete sich die Probleme vor Ort anhörte. Es sei gut, wenn es mit nach Berlin genommen werde. Sinn und Zweck des Termins sei gewesen, sich über die Situation vor Ort zu informieren, so SPD-Vorsitzender Schmid. Am Ende konnten alle Teilnehmer eine positive Bilanz ziehen. Im Anschluss wurden noch die Tagesstätte Röger und der Wohnpark Walder Höhe besichtigt. (rhi)

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