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Feuerwehr

Training unter Hitzestress gemeistert

Zwei Aktive absolvierten Heißausbildung bei FeuReX.
Karin Hirschberger

Andreas Reisinger und Alexandra Bauer von der FF Wald machten die Ausbildung. Foto: Karin Hirschberger
Andreas Reisinger und Alexandra Bauer von der FF Wald machten die Ausbildung. Foto: Karin Hirschberger

Wald.Die staatlich anerkannte private Feuerwehrschule FeuReX mit Sitz in Oberhausen bei Ingolstadt bietet seit 15 Jahren Realbrandausbildungen an. Alexandra Bauer und Andreas Reisinger von der Feuerwehr Wald nahmen vor kurzem am Tageslehrgang Wärmegewöhnung B100 teil. Voraussetzungen sind die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger sowie die arbeitsmedizinische Untersuchung nach G26.3.

Einen Tag lang werden die Teilnehmer drillmäßig im richtigen Umgang mit dem Hohlstrahlrohr bei einem Innenangriff geschult. Das Ziel dieser Fortbildung wird durch FeuReX wie folgt beschrieben: „Richtiges und sicheres Vorgehen unter Hitzestress sowie Bewertung und Einschätzung von Gefahrensituationen. Die feststoffbefeuerte Anlage bietet dabei die Möglichkeit zum Training unter realen Bedingungen (Hitze/Rauch) wie bei einem Zimmerbrand.“ Der Tag begann mit einem kurzen Theorieunterricht. Dann ging es auch schon los. Auf das Kommando „Hitzecheck“ wird mit drei kurzen Sprühstößen die Temperatur im Brandraum kontrolliert. Kommt Wasser zurück, bedeutet dies, es ist „kalt“ genug, um weiter in den Brandraum vorzugehen. Bleibt es „heiß“, also verdampft das Wasser der Sprühstöße, muss der Brand weiter gekühlt werden. Auch der Flashover-Reflex wurde intensiv trainiert.

Anschließend ging es in den feststoffbefeuerten Container. An drei hintereinander angeordneten Schiffscontainern wird die Heißausbildung durchgeführt. Im ersten erwartete die Feuerwehrler eine Art Übungsstrecke zur Wärmegewöhnung. Der zweite Container ist als Wohnzimmer eingerichtet, aus dem unter bereits beachtlichen Temperaturen eine Person gerettet werden musste.

Im letzten Abschnitt schlug den Teilnehmern eine unerträgliche Hitze entgegen. Es kostete jeden eine große Überwindung, einen kühlen Kopf zu bewahren und mit den erlernten Löschtätigkeiten den Brand zu bekämpfen. Bei Zimmerbränden ist solch ein Szenario durchaus Realität. Durch immer bessere Dämmstoffe kann die Temperatur im Brandraum auf über 200 Grad auf Türklinkenhöhe steigen. Auch ein Flashover, also eine Durchzündung der Brandgase, ist nicht selten. Umso wichtiger sind solche Ausbildungen für die Aktiven.

Die beiden Teilnehmer waren sich einig, dass ihnen diese Weiterbildung für ihre ehrenamtliche Tätigkeit viel hilft und sie die Gefahren bei einem Brandeinsatz besser einschätzen können. Die beiden Feuerwehrler opferten einen kompletten Samstag ihrer Freizeit für diese Ausbildung, für die die Gemeinde die Kosten übernahm. (rhi)

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