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Ein Paradebeispiel für die Energiewende

Auf seiner Sommertour besuchte der Abgeordnete Karl Holmeier mit Landrat Löffler das Biomasseheizkraftwerk in Waldmünchen.

Besucher im Biomasseheizkraftwerk (v. li.): Hans Beer, Karl Holmeier, Franz Löffler, Markus Ackermann, Stefan Höcherl, Franz Zollner
Besucher im Biomasseheizkraftwerk (v. li.): Hans Beer, Karl Holmeier, Franz Löffler, Markus Ackermann, Stefan Höcherl, Franz Zollner Foto: wim

Waldmünchen. Bei der Böhmerwald-Wärme-GmbH informierte sich Karl Holmeier über die Organisation der Gesellschaft und des Heizkraftwerks. Mit Hans Beer, Geschäftsführer der Böhmerwald-Wärme, den Gesellschaftern Stefan Höcherl von den Stadtwerken und Franz Zollner von den Kreiswerken Cham, Landrat Franz Löffler und Bürgermeister Ackermann traf er sich zu einem Gespräch.

Der Umweltaspekt sei enorm wichtig, sagte Beer. Rund 5000 Tonnen Kohlendioxid würden jährlich im Vergleich zu einem Kohlekraftwerk eingespart. In Sachen erneuerbarer Energie sei der Landkreis Cham ganz vorne, erklärte Landrat Löffler. 56 Prozent des benötigten Stroms kommen bereits auf diesem Weg. Die Konstruktion „Heizkraftwerk“ sei zukunftsfähig, so Löffler, es werde nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugt. Da die Rohstoffe direkt vor der Tür vorhanden seien, sei auch die Versorgungssicherheit gewährleistet.

Für Beer und die Gesellschafter der Böhmerwald-Wärme war neben dem Resumée über die erfolgreiche Arbeit der vergangenen fünf Jahre eine Diskussion über die Umsetzung des EEG (Erneuerbare-Energie-Gesetzes) wichtig. Den Besuch von Holmeier und Löffler wollten sie nutzen, um auf einige negative Auswirkungen hinzuweisen. Aus Sicht der Anlagenbetreiber gäbe es bei der Energiewende immer noch einen enormen Aufwand an Bürokratie, sagte Beer. Auch wenn sich bereits einiges geändert habe, gäbe es immer noch „wunde Punkte“.

Ein Punkt sei die Weiterleitung von Asche als wertvollem Rohstoff in einen anderen Kreislauf. Ein weiteres Problem sei die „Doppelzahlung“: Der erzeugte Strom werde komplett ins Netz geleitet, hierfür muss die EEG-Umlage gezahlt werden, der selbst genutzte Strom muss dann wieder gekauft werden. Für Ackermann ist eine Einflussnahme auf die Politik für die weitere Entwicklung wichtig. Ziel müssten optimale Bedingungen für die Energieregion sein. Löffler glaubt: „Bei der Energieeffizienz ist noch Potenzial drin.“ Aber gleichzeitig saget er: „Wo Deutschland hin will, da ist der Landkreis Cham schon.“ (wim)

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