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Kommune

Eine Stadt, so schön wie im Film

Der Stadtrat quittierte das Werbevideo für Waldmünchen mit Beifall. Auch der Clip für das Urlaubsland bringt das Image rüber.
Von Petra Schoplocher

„Liebenswerte Kleinstadt im Herzen Bayerns“: Unter anderem wird mit diesem Attribut für Waldmünchen geworben . Herausgestellt wurden in den Imagefilmen aber auch Kultur, Geschichte und Erholung. Foto: QXXQ-Studios
„Liebenswerte Kleinstadt im Herzen Bayerns“: Unter anderem wird mit diesem Attribut für Waldmünchen geworben . Herausgestellt wurden in den Imagefilmen aber auch Kultur, Geschichte und Erholung. Foto: QXXQ-Studios

Waldmünchen.Das Kommando „Film ab!“ und Applaus sind nicht unbedingt das, was sich üblicherweise in einer Stadtratsitzung wiederfindet. Insofern war schon die Präsentation zweier Imagefilme im Waldmünchener Ratssaal etwas außergewöhnliches. Dass die beiden, von den QXXQ-Studios in Irlach realisierten, Trailer dann noch für positiven Nachklang sorgten, stimmte Bürgermeister Markus Ackermann sichtlich zufrieden.

Die Botschaft, die der Imagefilm der Stadt transportiere, sei „sehr gut und abwechslungsreich“, die betörenden Bilder zeigten die Vorteile der Region, schwärmte er. Die zwei Minuten über die Trenckstadt seien zwar lediglich ein „Nebenprodukt“ zum eigentlichen Imagefilm, den der Zusammenschluss „Waldmünchener Urlaubsland“ bei Matthias und Franziska Eiban von den QXXQ-Studios in Auftrag gegeben hatte. „Aber was für eines!“, meinte das Stadtoberhaupt.

Neben diesem Hauptfilm, der sich etwas frecher präsentiert, erhält jede Urlaubsland-Gemeinde (neben Waldmünchen also Rötz, Gleißenberg, Tiefenbach, Treffelstein und Schönthal) einen eigenen, auf sie individuell zugeschnittenen Spot.

Für Waldmünchen steht für die Geschwister, die demnächst in der Innenstadt ein neues Studio beziehen werden, die Feststellung „Hier blühst du auf“. Herausgearbeitet wurden die Themen Tradition, Erholung („herrliche Natur und reinste Luft“) und Historie („Rendezvous mit der Geschichte“). Besonderen Wert hatten die Produzenten auf das Abbilden aller Jahreszeiten gelegt, was zu einem „Winterwunderland“ führte, „das niemanden kalt lässt“. Waldmünchen lade zu einem unvergesslichen Urlaubserlebnis ein, fasst der Sprecher am Ende zusammen.

„Wir werden den Film auf allen uns zur Verfügung stehenden Kanälen präsentieren“, stellte Markus Ackermann in Aussicht. Dazu zähle neben Facebook und YouTube auch das Abspielen auf Messen. In der Tourist-Info würden zudem die technischen Möglichkeiten geschaffen, die Filme fortlaufend zu zeigen, informierte der Bürgermeister ergänzend.

Image: Frisch und frech

Während der Waldmünchen-Spot schon mit Musik untermalt und mit Textpassagen unterlegt ist, fehlt letzteres beim Urlaubsland-Video noch. Derzeit würden die Dialoge erarbeitet, insgesamt komme dieser Beitrag etwas frecher und frischer daher. „Das geht ins Unkonventionelle“, fasste er zusammen. Das Fehlen eines Sprechers tat dem ebenso positiven Echo auf diesen zweiten Beitrag allerdings keinen Abbruch. Gut herausgearbeitet wurden die Urlaubsthemen Radfahren, Wandern, Badeseen und Festspiele, fand Markus Ackermann, der sich nicht nur von den Inhalten, sondern auch der Qualität begeistert zeigte. Auch die Zeitspanne – „nicht zu lang, sonst klicken die Leute weg“ – sei gut gewählt. Seinem Urteil „absolut klasse!“ schlossen sich die Einschätzungen „passt!“, „perfekt“ und „wunderbar“ aus Reihen des Publikums an. Josef Brückl, zugleich Geschäftsführer des Naturparks Oberer Bayerischer Wald, wollte wissen, warum der Naturpark nicht erwähnt wurde. Markus Ackermann unterstrich, dass der Fokus auf dem Urlaubsland liege und nur eine gewisse Fülle an Informationen transportiert werden könnte. Es habe Versuche gegeben, mehr unterzubringen, aber „Emotionen sind wichtiger als Worthülsen“. Ganz wollte Brückl das nicht hinnehmen und regte die Wortwahl „Waldmünchen im Naturpark Bayerischer Wald ganz oben an“. Manfred Ruhland vermisste eine Ortsangabe zur Lage von Stadt und Urlaubsland. Diesen Vorschlag versuchte Ackermann mit dem Hinweis zu entkräften, dass Interessenten gerade erst über die Seite „Bayerischer Wald ganz oben“ auf die Filme kommen würden.

Vize-Bürgermeister Martin Frank, zugleich Vorsitzender des Trenckvereins, ergänzte die positive Stimmung um die Erfahrungen mit zwei Videos, die vom Festspiel als Werbemittel erstellt wurden. Innerhalb der ersten sechs Tage im Netz sei der zweiminütige Spot fast 7000 Mal gecklickt worden. 80 Prozent der Neugierigen hätten bis zum Ende verharrt, was im Netz ein sehr beachtlicher Wert sei und zugleich ein Zeichen für die hohe Qualität, die die QXXQ-Studios liefern würden. „Umso glücklicher sollten wir sein, dieses Unternehmen bald in Waldmünchen zu haben“, meinte er – die Geschwister beziehen im Frühsommer ein neues Loft-Studio in der Altstadt.

TRENCK WALDMÜNCHEN - TRAILER from QXXQ Studios on Vimeo.

Antrag auf Stabilisierungshilfe

Ohne Wortmeldung beschloss das Gremium schließlich, erneut einen Antrag auf Stabilisierungshilfe zu stellen. Würde diese gewährt, wäre sie die fünfte in Folge und damit im Regelfall die letzte. Allerdings gebe es auch da Ausnahmen, erklärte der Bürgermeister. Er sah in der erneuten Bitte um Finanzhilfen eine Fortführung des Weges der Haushaltskonsolidierung und das Bestreben, die finanzielle Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen. Ob die Stadt erneut unterstützt wird, entscheidet sich voraussichtlich im Oktober.

Aus dem Stadtrat

  • Mitgefühl:

    Gleich zwei Todesnachrichten musste Bürgermeister Markus Ackermann aus der Partnerstadt Marktoberdorf überbringen. Bereits im März war Altbürgermeister Franz Schmid gestorben. Er war einer der Gründerväter der Partnerschaft, erinnerte Ackermann in Dankbarkeit an den 93-Jährigen.

  • Trauer:

    Groß war die Bestürzung, als sich die Nachricht vom Tod Günther Kalteneggers verbreitete, der bis zuletzt Beauftragter des Partnerschaftskomitees war. Zu seiner Trauerfeier reisten erneut Karl-Heinz Hendl und Karlheinz Schröpfer. Dieses Mal wurden sie von Rainer Wagner und Markus Ackermann begleitet.

  • Einblick:

    Mit zwei offenen Stunden beteiligt sich die Stadt am Tag der Städtebauförderung am 13. Mai. Im Gasthaus Kamm werden Architekten und Forscher die Ergebnisse der zeitgeschichtlichen Untersuchungen und Pläne vorstellen. „Es wäre schön, wenn Sie alle Flagge zeigen“, bat der Bürgermeister das Gremium.

  • Einladung:

    Ebenso herzlich lud Ackermann zur Waldmünchener Messe am 20./21. Mai ein. Dort könnte ein Zeichen der Solidarität mit der heimischen Geschäftswelt gesetzt werden. Wolfgang Kürzinger schloss sich mit einem „Herzlichen Willkommen“ zum Fest der Feuerwehr Prosdorf vom 2. bis 5. Juni an. (ps)

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