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Dank

Mehr Pep und praktischer dazu

Ein Helferfest setzte den Schlusspunkt unter umfassende Baumaßnahmen im Waldmünchner Mehrgenerationenhaus.
Von Petra Schoplocher

Blumen, Geschenke und Dank: Neben den Handwerkern standen diejenigen im Mittelpunkt, ohne die das MGH nicht das wäre, was es ist, sagte Martina Mathes (links) für die Lenkungsgruppe. Neben Erika und Siegfried Wagner wurde das Engagement von „Putzfee“ Michaela Liegl (Zweite von links) und Projektleiterin Susanne Nock (rechts) herausgestellt.
Blumen, Geschenke und Dank: Neben den Handwerkern standen diejenigen im Mittelpunkt, ohne die das MGH nicht das wäre, was es ist, sagte Martina Mathes (links) für die Lenkungsgruppe. Neben Erika und Siegfried Wagner wurde das Engagement von „Putzfee“ Michaela Liegl (Zweite von links) und Projektleiterin Susanne Nock (rechts) herausgestellt. Foto: Schoplocher

Waldmünchen.Selbst Siegfried Wagner senior erlebt noch immer einen „Wow“-Effekt, wenn er „sein“ Mehrgenerationenhaus (MGH) betritt. Wie ihm erging es am Freitagabend vielen anderen, die das Haus nach Fertigstellung des Umbaus das erste Mal betraten. Dass es vorwiegend Handwerker und Helfer waren, die der Hauseigentümer zu einer kleinen Feierstunde eingeladen hatte, spricht Bände.

Der neue Eingangsbereich ist nur ein Teil einer wiederum größeren Investition, mit der das Besitzerehepaar Wagner das Haus aufgewertet hat. Dieser aber ermöglicht es, sowohl den (neuen) „Raum Waldmünchen“ als auch den offenen Treff abzutrennen. Ein wichtiges Anliegen war dem Eigentümerehepaar Wagner, Barrieren so weit wie möglich abzubauen. Gelungen ist dies unter anderem durch eine behindertengerechte Toilette und einen neuen Zugang zum Garten.

Siegfried Wagner wollte seine Freude über den „gut gelungenen Umbau“ teilen und war voll des Lobes für die Handwerker, die alle ihre Zusagen eingehalten haben und mit der ein oder anderen Überraschung, die ein derart altes Gebäude gerne immer wieder bereit halte, gut umgegangen seien. Ein dickes Dankeschön galt Willi Kaiser, der die „schwierige Brandschutzsituation„ gut gelöst habe – auch mit Hilfe durch Fabian Fischer vom Landratsamt, ergänzte er.

„Großartiges Engagement“

Da waren sich alle einig: Malermeister Johann Bücherl (Zweiter von rechts) hat das Stadtwappen im Raum „Waldmünchen“ toll hinbekommen, lobten Markus Ackermann sowie Siegfried Wagner senior und junior (von links)
Da waren sich alle einig: Malermeister Johann Bücherl (Zweiter von rechts) hat das Stadtwappen im Raum „Waldmünchen“ toll hinbekommen, lobten Markus Ackermann sowie Siegfried Wagner senior und junior (von links) Foto: Schoplocher

Das Helferfest, wie es Wagner nannte, hatte einen zweiten Zweck: Das Haus den Nutzern zurückgeben, erklärte der Senior. Für diese sprach Bürgermeister Markus Ackermann, der zu dem tollen Ergebnis gratulierte und herausstellte, um welch großartiges privates Engagement es sich handele. „Sie sehen einen höchst zufriedenen und strahlenden Bürgermeister!“ Das Gebäude habe noch einmal an Attraktivität und Qualität gewonnen, Eingangsbereich und sanitäre Anlagen seien „nun einfach toll“.

Das Foyer samt der Türen links und rechts ermöglicht Abgrenzung.
Das Foyer samt der Türen links und rechts ermöglicht Abgrenzung. Foto: wsu

Das MGH sei ein Schmuckstück, ein Kleinod und eine echte Bereicherung für die Stadt. „Die Waldmünchener können stolz sein“, meinte er. Auf ihr Mehrgenerationenhaus, aber auch darauf, dass es Privatinitiativen wie die von Erika und Siegfried Wagner gebe. Er hoffte, dass deren Engagement zur Bewusstseinsbildung beitrage, wie eine Stadt liebens- und lebenswerter werden könne. Toll sei aber nicht nur das Haus, sondern auch der Inhalt, hob er hervor. Für den Trägerverein sagte Martina Mathes dem Eigentümer-Ehepaar ein riesiges, herzliches Dankeschön und rief in Erinnerung, dass es sich bei dem Umbau sicher nicht um eine rentierliche Maßnahme handele. Das Haus sei ohnehin schon ein Kristallisationspunkt und habe nun noch einmal mehr Pep und Praktikabilität erhalten. Den Firmen stellte sie ein bestes Zeugnis aus und sprach von einer Mustervisitenkarte in Sachen Handwerkskunst.

Das Mehrgenerationenhaus

  • Beteiligte Firmen

    Acht Firmen waren an der jüngsten Baumaßnahme im Mehrgenerationenhaus (MGH) Waldmünchen beteiligt. Allesamt stammen sie aus der Region, wie Eigentümer Siegfried Wagner herausstellte.

  • Lob für die Handwerker

    In gut fünf Wochen ging das Vorhaben über die Bühne, dankte Wagner, der allen Handwerkern bescheinigte, Wort gehalten und gut gearbeitet zu haben.

  • Früheres Engagement

    Für die Einweihung im Jahr 2008 waren bereits Aus- und Umbauten nötig. 2013 folgte ein weiterer Schritt: Die Scheune wurde nutzbar gemacht, im Obergeschoss der Raum Combourg hergerichtet.

  • Die jüngste Maßnahme

    Die Maßnahme jetzt folgte der Erkenntnis von Siegfried Wagner, dass „der Eingangsbereich noch nie zufriedenstellend war“. Die Folge: ein neues Foyer samt neuer Zugänge ins Obergeschoss, den offenen Treff und den Raum „Waldmünchen“. So weit es machbar war, wurden zudem Barrieren abgebaut.

  • Pläne

    Abgeschlossen sind die Ideen für das Haus am Marktplatz nicht. Siegfried Wagner hat das Dachgeschoss im Auge, auch beim Brandschutz gebe es noch Auflagen zu erfüllen, meinte er.

  • Einweihung

    Eine offizielle Einweihung wird es zwar nicht geben, am Sonntag, 23. Oktober, sind aber alle Neugierigen zum MGH-Fest mit Tag der Offenen Tür eingeladen. (ps)

Ausdrücklich schloss sie in ihren Dank Sponsoren und Gönner mit ein, die beispielsweise auch die neue Theke im offenen Treff mitfinanziert hätten, aber nicht in den Vordergrund gedrängt werden wollten. Als Stadt- und Kreisrätin erlaube sie sich zudem, vom MGH als einen Leuchtturm für Waldmünchen zu sprechen. Das Engagement der Familie Wagner sei ein Musterbeispiel, wie in der Innenstadt etwas bewegt werden könne. „Alles Gute auf der Welt geschieht nur, wenn einer mehr tut, als er tun muss“, habe Hermann Gmeiner, der Gründer der SOS-Kinderdörfer, einmal gesagt, zitierte Mathes. Diese Aussage treffe den Kern dessen, was die „Macher“ hinter dem MGH leisten.

Idealisten am Zug

Neuer Anstrich: unter anderem für den Raum Klentsch.
Neuer Anstrich: unter anderem für den Raum Klentsch. Foto: wsu

Die besten räumlichen Bedingungen würden nichts nutzen, wenn es nicht Idealisten wie Susanne Nock geben würde. Sie frage sich manches Mal, „wie viele Stunden ein Tag der Susi Nock eigentlich hat“. Mit Geld sei das, was die Projektleiterin an dieser und anderer Stelle ehrenamtlich leiste, ohnehin nicht aufzuwiegen, erklärte sie. Nock ihrerseits wollte Michaela Liegl nicht ohne Dank davon kommen lassen. Unzählige Male griff diese während der Bauphase zu Eimer und Lappen und sorge auch sonst dafür, dass sich das Haus in bester Optik präsentieren könne.

Siegfried Wagner spannte den Bogen zurück zu den Anfangsjahren des MGH. An seiner damaligen Motivation, seiner Heimatstadt etwas zurückzugeben, habe sich bis heute nichts geändert, unterstrich der Träger der Bürgermedaille. „Ich glaube, da kann ich noch was tun“, meinte er vielversprechend.

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