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Wirtschaft

Schwarzachtal-Milch für Zott-Molkerei

Milchvermarktung Oberpfalz und die „Genuss-Molkerei“ in Mertingen feiern ihre seit zehn Jahren bestehende Geschäftsbeziehung.

Waldmünchen.Seit zehn Jahren hat die Milcherzeugergemeinschaft (MV Oberpfalz) mit jetzt gut 180 Landwirten einen Milchliefervertrag mit der Molkerei Zott. Dieses Jubläum der MV Oberpfalz und auch die zehnjährige Milchlieferzeit mit der Molkerei Zott war für Vorstand und Beirat der MVOberpfalz ein guter Grund, diese lange Partnerschaft gebührend zu feiern.

Nachdem in den letzten vier Jahren bereits Sommerfeste in der Gemeinschaftshalle in Ast bei Waldmünchen gefeiert wurden, war die Halle auch für dieses Fest ausgewählt worden. Die Abendveranstaltung bei bestem Sommerwetter wurde von der Familie Häusler aus Hannesried mit bayerischen Spezialitäten sowie einem nächtlichen Eisfeuerwerk bestens bedient.

Die Firma Zott übernahm die Bewirtungskosten der Milcherzeugerfamilien in der MVOberpfalz und zahlreiche Frauen brachten noch Kuchen und Tortenspenden für das nächtliche Kaffee trinken.

Im Rückblick auf zehn Jahre MV Oberpfalz hatte Vorsitzender Hans Graßl einige Geschichten und Anekdoten zu erzählen. So war die Gründung der Milchvermarktung Oberpfalz noch relativ einfach, kamen doch die Milchbauern anfangs alle aus der Milcherzeugergemeinschaft Schwarzenfeld Waldmünchen. Diese Bauern, zunächst 150, wollten ein Zeichen setzen, dass sich auch Milchbauern nicht alles gefallen lassen.

Die Suche nach einem neuen Milchabnehmer, immerhin 30 Millionen Kilo, war indes wesentlich schwieriger, weil auch vom Verband der Milcherzeuger starker Gegenwind kam. Man wollte für Ruhe sorgen und keine aufmüpfigen Bauern. Nach langen Verhandlungen mit vielen Molkereien und deren Milchaufkäufern, fiel die Entscheidung auf die Genussmolkerei Zott in Mertingen bei Augsburg.

Ein nächstes Thema war der Transport der Milch, circa vier Sattelzüge pro Tag nach Mertingen – immerhin 200 Kilometer. Viele dachten, es kann nicht funktionieren. Aber es hat sich herausgestellt, dass die Molkerei Zott auch ein logistischer Profi ist.

Mittlerweile ist die Milchvermarktung Oberpfalz noch weiter gewachsen, und es kamen nochmal 40 Lieferanten von den Naabtaler Milchwerken mit knapp zehn Millionen Kilo und eine Gruppe aus Falkenstein, die ihre Lieferbeziehung zu den Milchwerken Regensburg kündigten und ebenfalls rund zehn Millionen Kilo liefern.

Die aktuelle Jahresliefermenge liegt bei knapp 60 Millionen Kilo. Das Sammelgebiet der MV Oberpfalz besteht neben Falkenstein aus dem Altlandkreis Waldmünchen, sowie Oberviechtach, Winklarn, Kulz Muschenried und Nabburg im Landkreis Schwandorf.

Der Chef vom Milcheinkauf der Firma Zott, Christian Schramm, hielt ebenfalls einen Rückblick über die Entstehungsgeschichte der MV Oberpfalz und der Milchlieferung zu Zott.

Sein erster Eindruck in der Oberpfalz war, dass es hier Milch gibt, aber die Bauern auch wissen, was sie wollen. Er sprach von einem Glücksfall für die Molkerei, dass diese Milchmenge unter Vertrag genommen wurde, wenngleich auch im ersten Anlauf, von Seiten der Molkerei eine Absage an die MV Oberpfalz erteilt wurde.

Sowohl der Vorstand der MV Oberpfalz als auch Schramm betonten die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit beider Seiten und hoffen auf noch lange Partnerschaft. Ein graviertes Geschenk der Molkerei an jede Lieferantenfamilie zeigte die Wertschätzung von Seiten der Firma Zott.

Die Vorsitzenden Hans Graßl und Georg Deml überreichten zum Schluss ein Präsent an den langjährigen Vorstand und Urgestein der MVOberpfalz, Hartwig Ederer, für dessen Arbeit. Ebenso erhielt Reinhard Schwandner für seine langjährige Schriftführertätigkeit einen Dank und ein Präsent.

In der lauen Sommernacht wurde bei guter Stimmung noch lange gefeiert, und unter den Milcherzeugern gab es viel zu erzählen.

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