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CSU-Ortsverband auf Infotour

Weidinger besichtigten Müllverbrennungsanlage und Felsenkeller in Schwandorf.
Maria Schönberger

Viel Interessantes erfuhren die Weidinger CSUler über das Müllkraftwerk Schwandorf.  Foto: Maria Schönberger
Viel Interessantes erfuhren die Weidinger CSUler über das Müllkraftwerk Schwandorf. Foto: Maria Schönberger

Weiding.Der CSU-Ortsverband mit Vorsitzendem MdB Karl Holmeier hat kürzlich die Müllverbrennungsanlage in Schwandorf erkundet. Nach einem Infofilm über die Entstehung und die Anfänge des ZMS (Zweckverband Müllverwertung Schwandorf) informierte Verbandsdirektor Thomas Knoll die Besucher.

Das Müllkraftwerk Schwandorf ist mit seinen vier Ofenlinien rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres in Betrieb, um die Abfälle aus dem Verbandsgebiet zu entsorgen und die benachbarte Industrie mit Strom und Dampf zu versorgen sowie die Wärme für die städtische Fernwärmeversorgung zu liefern. Während des Betriebes müssen sämtliche Emissionsgrenzwerte nicht nur eingehalten, sondern soweit als möglich unterschritten werden, so Knoll. Dann wurden die Besucher durch das Kraftwerk geführt. Der Blick ins Feuer einer Ofenlinie gehörte ebenso zum Betriebsrundgang wie ein Abstecher in den Müllbunker, die neue Schaltzentrale, den Schlackebunker und die Fernwärmeauskoppelung.

Nach der kurzen Mittagspause ging es hinunter in die Felsenkeller von Schwandorf. Wie zu erfahren war, wurden die ersten Felsenkeller im 15. Jahrhundert errichtet. Durch ihre konstante Temperatur von circa acht Grad waren sie ideal für die Produktion und Lagerung von untergärigem Bier. 1812 betrieben bereits 80 Bürger der Stadt ein Kommunalbraugewerbe, so dass man auch von 80 Felsenkellern ausgehen konnte. Ab 1920 begann der langsame Niedergang des kommunalen Brauwesens und damit verloren die Keller auch allmählich ihre ursprüngliche Nutzung. Die Felsenkeller wurden nun mehr und mehr als Kühlschrank genutzt, der damals noch ein echter Luxusartikel war. Die Schwandorfer Bürger lagerten in ihnen ihre Lebensmittel.

Dies rief 1931/32 die Kellerdiebe auf den Plan. Sie drangen in die bis dahin getrennten Kellersysteme ein und verbanden sie, indem sie Abmauerungen und Felswände durchbrachen. Sie schufen ein Labyrinth, in dem sie 60 Kellerräume miteinander verbanden. Eine letzte bedeutende Nutzung erhielten die Keller im Zweiten Weltkrieg, als sie zu Luftschutzkellern ausgebaut wurden. Erst vor wenigen Jahren hat es sich Schwandorf zur Aufgabe gemacht, das Felsenkeller-Labyrinth vor dem Verfall zu schützen. (fsc)

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