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Politik

Erdgas wird gut angenommen

Der Gemeinderat verabschiedete den Haushalt 2019. Investiert wird vor allem ins neue Baugebiet Europaallee.
Andreas Engl

Da die Erdgasersterschließung so gut angenommen wird, ist auch das Investitionsvolumen für die Leerrohrmitverlegung deutlich gestiegen. Weiding leiste für „Glasfaser in jedes Haus“ jetzt schon gute Vorarbeit. Foto: Andreas Engl
Da die Erdgasersterschließung so gut angenommen wird, ist auch das Investitionsvolumen für die Leerrohrmitverlegung deutlich gestiegen. Weiding leiste für „Glasfaser in jedes Haus“ jetzt schon gute Vorarbeit. Foto: Andreas Engl

Weiding.Zur Haushaltssitzung trafen sich am Donnerstagabend die Mitglieder des Gemeinderats im Rathaus, um über den millionenschweren Gemeindeetat des Jahres 2019 abzustimmen. Bürgermeister Daniel Paul begrüßte Geschäftsführer Markus Weber seitens des Architekturbüros Schnabel aus Bad Kötzting, der dem Gremium das Ergebnis der Angebotseröffnung zu den Freisportanlagen bei der Chambtal-Grundschule erläuterte.

Die Schulsportanlagen als dritter Bauabschnitt zum Neubau von Chambtal-Grundschule und -Sporthalle sollen nach den Festlichkeiten der Feuerwehr in Angriff genommen werden. Anstelle des Kleinspielfelds wird ein Großspielfeld als Trainingsplatz für die Fußballer gebaut, daher ist auch die SG Chambtal mit im Boot. Es wurde öffentlich ausgeschrieben, nur ein wertbares Angebot sei eingegangen. Die Firma Drexler aus Arrach ist der wirtschaftlichste Anbieter mit einer Gesamtinvestitionssumme in Höhe von etwa 385 000 Euro. Im Vergleich zur Kostenberechnung durch das Architekturbüro ergibt sich eine Kostenunterschreitung von knapp 50 000 Euro. Somit gab es einstimmig grünes Licht für den Auftrag.

Zuvor jedoch befasste sich der Gemeinderat mit dem Haushaltsplan und der -satzung. Paul sagte, es sei der Haushalt mit der größten Investitionssumme der laufenden Legislaturperiode. Er begründete dies vor allem mit dem neuen Baugebiet, das die Gemeinde ohne privaten Investor stemmen werde. Hier habe die Gemeinde das Zepter selbst in der Hand, die Bauleitplanung stehe kurz vor ihrem Abschluss. In der nächsten Gemeinderatssitzung wird sich das Gremium bereits mit den Grundstücksvergaben befassen, sagte das Gemeindeoberhaupt.

340 000 Euro werden getilgt

In Sachen Gewerbesteuer habe man wieder eine realistische Zahl von 950 000 Euro angesetzt, trotz der schier unglaublichen 1,3 Millionen 2018. Um alle Investitionen zu schultern, sei vorsorglich eine kleine Kreditaufnahme von knapp 75 000 Euro im Haushalt enthalten. Man wird am Jahresende sehen, ob die schlussendlich notwendig sei, stellte Paul heraus und verwies auf die Darlehenstilgung in Höhe von 340 000 Euro. Sollte der Kredit notwendig sein, reduziere sich die Gesamtverschuldung der Gemeinde um etwa 270 000 auf 3,6 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von etwa 1450 Euro entspreche.

Im Verwaltungshaushalt gehe es neben den Zuweisungen seitens des Staates und den Steuereinnahmen vor allem um die gemeindlichen Einrichtungen wie Kindergarten, Bauhof, Kläranlage und Feuerwehren. Auch die Personalkosten sowie die Umlagezahlungen an Landkreis, Verwaltungsgemeinschaft und Schulverband seien hier enthalten. So könne heuer eine Zuführung von 900 000 Euro aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt erreicht werden, freute sich der Rathauschef.

Im Hinblick auf den Finanzplan für die nächsten drei Jahre hob Paul hervor, dass es für die Gemeinde nach wie vor kein Wunschkonzert gebe. Man sei jedoch stets bemüht, Prioritäten zu setzen und auch einmal für unvorhergesehene Dinge gewappnet zu sein. Die Gemeinde könne sich über die funktionierenden und tüchtigen Gewerbebetriebe glücklich schätzen, sagte der Bürgermeister. Um die Leistungsfähigkeit des Bauhofs zu steigern, sprach sich der Gemeinderat im Stellenplan dafür aus, eine dritte Stelle zu schaffen. Einstimmig erfolgten die Abstimmungen zu Haushaltsplan und -satzung.

Feuerwehrauto und Straßenbau

Im nichtöffentlichen Teil befasste sich das Gremium mit Verträgen zwischen der Gemeinde und dem Bayernwerk. Neben einigen Straßenbeleuchtungsangelegenheiten gab es auch grünes Licht für den Netzanschlussvertrag zur Anbindung des Stockschützen-Vereinsheims an das Erdgasnetz.

Im Finanzplan 2020 bis 2022 sind folgende Projekte vorgesehen: Feuerwehrauto Pinzing; Restzahlungen Baugebiet und Schulsportanlagen; Oberbauverstärkung Reisach-Friedendorf; Sanierung Teilstück Sportplatzweg und Bauhof; Straßenbau Birkfelder, Amselweg, Rosenstraße und Trosteraustraße; Kanalkataster Dalking; Neubau Zufahrtsstraße Industriegebiet. (fea)

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