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Aktion

Weidinger Kinderhaus gewinnt Hochbeete

Leiterin Alexandra Lommer hat bei einem Preisausschreiben mitgemacht – und die drei Beete sowie einen Aktionstag gewonnen.
Von Evi Paleczek

 Das Kinderhaus hat neben den Hochbeeten auch Gemüsepflanzen geschenkt bekommen. Zusammen mit ihren Erzieherinnen und Marion Zlamal setzten die Mädchen und Buben die Setzlinge in die Erde. Foto: Paleczek
Das Kinderhaus hat neben den Hochbeeten auch Gemüsepflanzen geschenkt bekommen. Zusammen mit ihren Erzieherinnen und Marion Zlamal setzten die Mädchen und Buben die Setzlinge in die Erde. Foto: Paleczek

Weiding.Einen aufregenden Kinderhaus-Tag haben am Donnerstag 33 Mädchen und Buben erlebt. In ihrem großen Garten standen neben Schaukel, Sandkasten und weiteren Spielgeräten auf einmal auch drei Hochbeete. Und dazu bekamen die Kleinen noch Besuch: Gartenpädagogin Marion Zlamal bepflanzte die Beete gleich zusammen mit den Mädchen und Buben.

Nach dem Hinweis einer Mama hat das Kinderhaus an dem Preisausschreiben Gartenzwergerl-Aktion von VR-Bank Niederbayern-Oberpfalz eG und Mittelbayerischer Zeitung teilgenommen – und gewonnen, erzählte Leiterin Alexandra Lommer. Der Preis enthielt neben den drei Beeten, die Bauhof-Mitarbeiter aufstellten, eine grüne Gartenbank, Gemüse zum Anpflanzen mit zugehöriger Beschilderung, eine gesunde Brotzeit aus Gemüse und Butterbroten, einen Besuch des Zinni-Kükens der Mittelbayerischen Zeitung und viel Zeit mit Zlamal, die den Kindern dabei half, die Beete zu bepflanzen, und ihnen Tipps für die Pflege gab.

Weidinger Vorschulkinder werden Gärtner

Insgesamt derzeit 92 Mädchen und Buben in drei Kindergarten-Gruppen und der Krippe dürfen sich damit auf eigenes Gemüse freuen. Zuständig für die Beete sind die Vorschul- und die sogenannten Mittelkinder, sagte Lommer, die Mädchen und Buben, die ab September zu Vorschulkindern werden. Das Kinderhaus hat einen großen, bewaldeten Garten, da komme den Erzieherinnen der Gewinn natürlich sehr entgegen. Man lege in Weiding viel Wert auf die Natur und darauf, dass die Kinder dort ihre eigenen Erfahrungen machen.

Mit kleinen Gießkannen sorgten die Kinder sofort nach dem Anpflanzen dafür, dass ihre Gemüse-Setzlinge Wasser bekamen. Schließlich wollen sie so bald wie möglich ernten und leckere Dips, Aufstriche und Brote mit ihrem eigenen Gemüse machen. Foto: Paleczek
Mit kleinen Gießkannen sorgten die Kinder sofort nach dem Anpflanzen dafür, dass ihre Gemüse-Setzlinge Wasser bekamen. Schließlich wollen sie so bald wie möglich ernten und leckere Dips, Aufstriche und Brote mit ihrem eigenen Gemüse machen. Foto: Paleczek

In nächster Zeit wird im Garten noch ein Holzxylophon Platz finden, vor zwei Jahren hatte das Kinderhaus auch schon Glück und ein kleines Gartenhaus aus Holz der Zimmererinnung gewonnen. Immer wieder schauten sich die Erzieherinnen Elemente aus dem Waldkindergarten ab.

Damit sie wissen, wo sie was angepflanzt haben, versahen die Kinder alles mit Schildern, die Marion Zlamal vorbereitet und mitgebracht hatte. Die Mädchen und Buben suchten das jeweilige Gemüse im Beet und stecken die Schilder in die Erde. Foto: Paleczek
Damit sie wissen, wo sie was angepflanzt haben, versahen die Kinder alles mit Schildern, die Marion Zlamal vorbereitet und mitgebracht hatte. Die Mädchen und Buben suchten das jeweilige Gemüse im Beet und stecken die Schilder in die Erde. Foto: Paleczek

Die Beete seien für die Kleinen nun noch einmal eine ganz neue Natur-Erfahrung. Am Donnerstag hatten sie es mit Erdbeeren, Tomaten, Paprika, Schnittlauch, Gurken, Karotten, Radieschen, Zuckererbsen, Kohlrabi, Salat, Petersilie, Sauerampfer und Kapuzinerkresse zu tun, deren Samen und Setzlinge sie zusammen mit Zlamal anpflanzten. Auf Anweisung ihrer Erzieherinnen sollten sich die Kinder künftig um das Gemüse kümmern, sagte die, darauf achten, dass es immer gegossen wird, schauen, ob schon etwas reif ist, pflücken, wenn etwas rausmuss aus dem Beet und dann was Leckeres daraus machen. Es ist kein Gemüse dabei, das unbedingt gekocht werden muss vor dem Verzehr, erklärte die Gartenpädagogin. Alles kann auch roh gegessen werden, beziehungsweise können die Kinder Dips und Quarks daraus machen und leckere Brote.

Damit alle Kinder wissen, auf was sie sich nach dem Anpflanzen freuen dürfen, hat Marion Zlamal auch bereits das „fertige“ Gemüse mitgebracht. Zusammen mit den Handpuppen Pettersson und Findus suchten die Kinder nach dem Namen des jeweiligen Gemüse. Foto: Paleczek
Damit alle Kinder wissen, auf was sie sich nach dem Anpflanzen freuen dürfen, hat Marion Zlamal auch bereits das „fertige“ Gemüse mitgebracht. Zusammen mit den Handpuppen Pettersson und Findus suchten die Kinder nach dem Namen des jeweiligen Gemüse. Foto: Paleczek

Doch zuerst einmal musste gepflanzt werden. Zlamal verteilte die Setzlinge auf die drei Beete, und die Kinder gruben sie zusammen mit ihren Erzieherinnen in die Erde ein. Ganz vorsichtig, damit die Wurzeln nicht abbrechen, mahnte die Gartenpädagogin. Wo noch Platz war, durften die Mädchen und Buben dann noch Karotten- und Radieschensamen ausbringen.

Bunte Kinder-Gießkannen

Damit die Kinder später noch wissen, was welches Gemüse ist und wo sie welche Samen gestreut haben, verteilte Zlamal bunte, vorbereitete Schilder mit den Namen der Gemüsesorten, die die Mädchen und Buben an den entsprechenden Stellen in die Erde stecken konnten. Und dann hieß es fleißig gießen, damit das Gemüse wachsen kann. Die Organisatoren des Tags hatten kleine, bunte Gießkannen für die Kinder mitgebracht, und die machten sich auch gleich eifrig ans Werk. Dafür gab’s nach dem Händewaschen dann auch noch eine Belohnung: Das Zinni-Küken der Mittelbayerischen Zeitung war ebenfalls nach Weiding gekommen und ließ sich von den Mädchen und Buben ihre neuen Beete zeigen und sich mit ihnen fotografieren.

Die Mädchen und Buben bepflanzten fleißig ihre Beete – und bekamen dafür am Ende Besuch vom Zinni-Küken. Foto: Paleczek
Die Mädchen und Buben bepflanzten fleißig ihre Beete – und bekamen dafür am Ende Besuch vom Zinni-Küken. Foto: Paleczek

Damit künftig auch alles richtig gedeiht, gab Marion Zlamal den Kindern noch ein paar Tipps. Den Finger in die Erde stecken, und wenn es sich trocken anfühlt, und nichts kleben bleibt an der Hand, dann muss gegossen werden. Außerdem sollten die Mädchen und Buben darauf achten, dass keine Schnecken ins Hochbeet kriechen und ihr Gemüse anfressen.

Die kleinen Gärtner leisteten also einiges und bekamen viel Input am Donnerstag, so dass eine Brotzeit nach der Aktion nicht fehlen durfte. Gemeinsam machten sich die Kinder an die Gemüsesticks, die Brote und den Kräuterdip – die auch schon eine Anregung dafür waren, was sie selbst aus ihrem eigenen Gemüse zaubern können.

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