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Gemeinderat

Zuschussantrag für Kirchturm-Sanierung

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 509 600 Euro. Es besteht noch eine Finanzierungslücke von etwa 71 000 Euro.

Im Zeller Rathaus tagt der Rat.
Im Zeller Rathaus tagt der Rat. Foto: Bayerwald-Echo

Zell.Im Rathaus lagen bei der Sitzung des Gemeinderates fünf Bauanträge auf dem Ratstisch, für die es grünes Licht gab. Der Bürgermeister freute sich, wie er sagte, „junge Leute in die Gemeinde Zell zu bekommen“.

Zudem lag ein Zuschussantrag für die Sanierung des Kirchturms vor. Schwarzfischer verlas den Antrag zum Finanzierungskonzept. Mit einem Schreiben beantragt das Katholische Pfarramt Zell eine Zuwendung zur Kirchturmsanierung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 509 600 Euro, es besteht noch eine Finanzierungslücke von etwa 71 000 Euro. Wie die restlichen Mittel aufgebracht werden, sei noch nicht bekannt, war zu hören. Vonseiten des Gemeinderates wurde das Gerüst, das schon eineinhalb Jahre steht, moniert. Dem wurde entgegengehalten, dass der Planer in Ruhestand ging, daher verzögere sich auch die Maßnahme. Das Gerüst diene auch, Sicherungsschäden vorzubeugen. Nicht verhehlt wurde der Planerwechsel.

Zwingend seien die 509 000 Euro, meinte Kirchenpfleger Hans Bräu, 83 600 Euro wären Zusatzmaßnahmen, die gemacht werden müssten, nachdem die Berufsgenossenschaft darauf dränge. Hans Bräu gab auch die einzelnen Positionen bekannt. Die Gemeinde sei sich sicher, dass mit im Boot das Architekturbüro ist, merkte der Bürgermeister an. Das Architekturbüro schlage mit 96 000 Euro zu Buche. Die Gemeinde Zell will 15 000 Euro in Anlehnung an die Mittel der Denkmalpflege zur Verfügung stellen.

Bisher wurden von der Gemeinde folgende Zuschüsse gewährt: 1997 6000 Mark zur Renovierung des Pfarrhofs, 1998 Renovierung Kirche Martinsneukirchen 10 000 Mark, 2001 Renovierung Kirche Zell 10 000 Mark, 2004 Sanierung Friedhof Zell 49 500 Mark, 2008 Erweiterung Friedhof Martinsneukirchen 71 000 Euro, 2008 Friedhof Zell Urnengräberanlage 3000 Euro, 2009 Pfarrhof Zell Renovierung Mauer 4000 Euro, 2014 Kirche Beucherling Glocke 1000 Euro, 2014 Kirche Hetzenbach Altar 3500 Euro und 2014 Friedhof Martinsneukirchen Urnenwand 8200 Euro.

Wolfgang Held erläuterte die Möglichkeiten zu wiederkehrenden Beiträgen im Straßenausbaubeitragsrecht anhand einer Präsentation. Dies reiche von Ortsschild zu Ortsschild. Abweichungen der Verteilungsphase wurden ebenso erläutert wie die sachliche Beitragspflicht bis zur Bildung zur Einrichtungseinheit und zu den Auswirkungen auf den Beitragssatz. Zur Meinungsbildung würden alle Anlieger gleich behandelt, so Held. Er zeigte die Vor- und Nachteile der Straßenausbausatzung auf, die die Gemeinde seit 2014 besitzt. Nach 20 bis 25 Jahren könne jede Straße ausgebaut und umgelegt werden, stellte Bürgermeister Schwarzfischer heraus. Der Freistaat Bayern habe die Möglichkeit geschaffen, Gerechtigkeit gibt es nach Ansicht Schwarzfischers nicht. Zudem könne der Bürger Stundung beantragen für zehn Jahre. Vonseiten des Rates kam der Einwurf, dass das Anspruchsdenken der Bürger ein markanter Punkt sei oder dass es im ländlichen Raum schwierig und ungerecht sei, dem nachzukommen. Der Gemeinderat nahm den Sachverhalt zur Kenntnis.

Antrag wurde gestellt, dass in der nächsten Sitzung zur WbaV-Maßnahme Waffenhof der Förderbescheid mit Verwendungsnachweis, die Baukosten, gesamt angefallene Kosten und Mehrkosten dargestellt werden. (rsu)

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