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Jubiläum

Gemeinschaft ohne Schranken

Feier des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft mit der Stadt Janovice nad Úhlavou und der Gemeinde Arrach
Von Regina Pfeffer

  • Viel Spaß hatten die Beteiligten beim interkommunalen Golfturnier auf der Erlebnis-Minigolf-Anlage im Seepark. Foto: Regina Pfeffer
  • Bürgermeister Michal Linhard bei der Schlüssel-Überreichung an Sepp Schmid. Foto: Regina Pfeffer

Arrach.Die Grenze ist nicht nur geografisch gefallen, sondern auch in den Köpfen der Menschen und in der Zusammenarbeit.

Jetzt geht es darum, Land, Leute, Mentalität und Kultur besser kennen zu lernen und so Vorurteile und Ängste ersatzlos durch Toleranz, Verständnis und vor allem durch Freundschaft zu ersetzen. Der damals unterzeichnete Partnerschaftsvertrag der deutschen Gemeinde und der tschechischen Stadt wurde in der vergangenen Zeit durch eine Vielzahl von grenzüberschreitenden Begegnungsprojekten (Feuerwehrübungen, Festbesuchen, Hilfsaktionen, bayerisch-böhmischen Abenden im Seepark usw.) deutlich. Dass diese Partnerschaft nicht nur eine hohle Phrase ist, zeigt die Tatsache, dass aus Fremden inzwischen Freunde wurden. Dis wurde bei der Feier des zehnjährigen Bestehens, wozu sich 24 Vertreter beider Seiten beim Gasthaus D‘Hoamat im Arracher Seepark eingefunden hatten, deutlich. Der Arracher Bürgermeister Sepp Schmid lud zu einem „interkommunalen Golfturnier“ auf der neuen Erlebnis-Minigolf-Anlage ein. Per Los wurden die deutsch-tschechischen Mannschaften bestimmt, und in den folgenden zwei Stunden stand Sport und Spaß im Vordergrund.

Im offiziellen Teil begrüßte Sepp Schmid zunächst die Gäste aus Janovice, darunter Bürgermeister Michal Linhart und Tomáš Jirík, Vorsitzender der Wehr aus Tschechien. Weiter dankte er auch Gemeinderätin und Seniorenbeauftragter Marion Weber, seinen Stellvertretern Toni Münsterer und Thomas Weber, Michael Stahl in seiner Doppelfunktion als KBR und Gemeinderat, Geschäftsleiterin Tanja Altmann, ihrem Vorgänger Franz Zisler, Pfarrer Franz Weber (der zufällig vor Ort war und beim ersten Treffen vor zehn Jahren Seelsorger der Pfarrei Haibühl war) sowie besonders Jana Dirriglova, Projektmanagerin Künisches Gebirge und Bürgermeisterin von Loucim, die seit über zehn Jahren „immer da ist, wenn sie gebraucht wird“. 1989, also vor genau 30 Jahren, sei die „Samtene Revolution“, der gewaltfreie Abbau des Eisernen Vorhangs, vonstatten gegangen, so Schmid in seinem geschichtlichen Rückblick. Aber erst im Dezember 2007 erklärte Tschechien im Zuge des Schengen-Abkommens die Abschaffung der Landesgrenzen und räumte den Bürgern ein, sich ohne Pass- und Grenzkontrollen so wie in einem einzigen Staat sowohl inner- als auch außerhalb des Gebietes frei zu bewegen. Vor zehn Jahren, im November 2009, hätten Janovice nad Úhlavou und Arrach dann die Partnerschaftsurkunde unterschrieben. Den Anfang dieser gewinnbringenden Zusammenarbeit hätten die beiden Feuerwehren schon vorher gemacht, angeregt durch Tomáš Jirík, den Schmid als „Wegbereiter dieser Partnerschaft“ bezeichnete. Es sei schön, dass etwas passiere, meinte das Arracher Gemeindeoberhaupt, es gebe zwar nicht viele, aber gute Treffen. Als Dank für die Bereitschaft zum Eingang der Partnerschaft enthüllt Sepp Schmid ein stilvolles Geschenk: ein steinerner Brunnen mit dem Wappen beider Gemeinden. Auch sein Bürgermeisterkollege Michal Linhart nahm die Gelegenheit wahr, seine Begleiter, darunter Gemeinderäte, Vertreter von Feuerwehr und Verwaltung, vorzustellen. Ebenfalls erfreut über die Partnerschaft war sein Geschenk für Arrach ein überdimensionaler Schlüssel, der dafür stehen solle, dass die Arracher immer willkommen sind. Die Freundschaft wurde anschließend im Gasthaus D’Hoamat bei einem gemeinsamen Essen und geselligen Beisammensein mit musikalischer Unterhaltung gebührend gefeiert. (krp)

Historie

  • Start:

    Im Oktober 2009 wurde eine grenzüberschreitende Partnerschaft zwischen den beiden fast gleich großen Orten Arrach und Janovice nad Úhlavou eingegangen, deren Freundschaftsbande durch gegenseitige Besuche stetig weitergeknüpft werden.

  • Hintergrund:

    Die Ortschaften trennen lediglich 30 Kilometer, doch stand lange Jahre die Grenze des Eisernen Vorhangs zwischen ihnen.

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