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Engagement

Genug Löschwasser war das Problem

Bei einer Gemeinschaftsübung von fünf Feuerwehren wurde der „Brand“ in einem landwirtschaftlichen Anwesen gelöscht.

  • Als Ausrichter war die FFW Neuhaus am schnellsten vor Ort und begann am unterstellten Brandobjekt in Ziegertshof sofort mit den Maßnahmen für den Lösch-Erstangriff. Foto: cls
  • Auch Feuerwehrdamen und die Jugend waren mit großem Eifer bei der Sache. Foto: cls

Schorndorf.Die Stallung eines landwirtschaftlichen Anwesens in Ziegertshof diente für eine Gemeinschaftsübung von fünf Feuerwehren des KBM-Bereichs „Florian Cham 3/2“ als angenommenes Brandobjekt. Eine Besonderheit war der Aufbau eines provisorischen Wasserbeckens aus Steckleiterteilen.

Zum Verantwortungsbereich von Kreisbrandmeister Hermann Schwarzfischer gehören insgesamt elf Ortsfeuerwehren, für Gemeinschaftsübungen werden sie in zwei Gruppen aufgeteilt. Dieses Mal waren die Feuerwehren von Sattelbogen, Atzenzell, Obergoßzell, Höhhof und Neuhaus an der Reihe. Die FFW Neuhaus mit den beiden Kommandanten Jürgen Eder und Thomas Vogl an der Spitze fungierte als Ausrichter. Nach der Alarmierung übernahm Neuhaus die Einweisung der nachfolgend ankommenden Feuerwehren und begann selbst mit dem Löschaufbau und Erstangriff.

Dazu stellte Landwirt Stefan Weber aus dem Nachbarort Oberaign ein Güllefass mit einem Volumen von 12 500 Litern zur Verfügung. Außerdem wurde aus vier Stechleiterteilen und einer Plane ein Wasserbecken-Provisorium konstruiert. Die Feuerwehr aus Atzenzell übernahm den Aufbau der Leitung aus dem Oberflurhydranten in Ponholz sowie die Verkehrsabsicherung in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Neuhaus und der Feuerwehr Obergoßzell. Insgesamt war eine B-Schlauchleitung von rund 350 Metern notwendig. Die FFW Sattelbogen wurde direkt am Brandherd eingesetzt, durch die gute Zusammenarbeit konnte in kürzester Zeit mit dem Löschangriff begonnen werden.

KBM Hermann Schwarzfischer und KBI Marco Greil beobachteten das Übungsszenario und besprachen im Anschluss an die Gemeinschaftsübung am Neuhauser Gerätehaus mit den rund 50 teilnehmenden Feuerwehrfrauen und -männern den Ablauf. Insgesamt habe sich die Wasserversorgung am Objekt als nicht ausreichend erwiesen, deshalb seien im Ernstfall mehr wasserführende Fahrzeuge im Pendelverkehr einzurichten.

Insgesamt bescheinigten Kreisbrandmeister und Kreisbrandinspektor eine „saubere Arbeit“, auch die verlegten Schlauchleitungen zeigten sich ordnungsgemäß am Straßenrand positioniert und abgesichert. Schwarzfischer stellte die Bedeutung von Gemeinschaftsübungen heraus: „Vom Zusammenspiel der Feuerwehren kann man nur lernen und auch das Kennen der Örtlichkeiten mit ihren besonderen Gegebenheiten ist im Ernstfall von Vorteil“. Lob gab es für die gezeigte Disziplin, etwa beim Funkverkehr.

1. Kommandant Jürgen Eder dankte allen Teilnehmern für ihr Freizeitopfer und ehrenamtliches Engagement und freute sich über die Einbindung von Feuerwehrdamen und Jugendlichen. Ein Vergelt’s Gott galt der Familie Vogl in Ziegertshof für die Bereitstellung des Übungsobjekts. Als kleine Belohnung stellte die FFW Neuhaus abschließend eine kleine Brotzeit und Getränke zur Verfügung.

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