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Triathlon

Drachentriathlon: Braun hat es geschafft

Seit November hatte sich Chams Kreishandwerksmeister Georg Braun auf die Olympische Distanz vorbereitet. Nun kam sein Tag.
Von Thomas Mühlbauer

„Es war schon sehr hart“ – Hobby-Triathlet Georg Braun kämpfte sich eisern durch die Disziplinen in der Olympischen Distanz.  Foto: Simon Tschannerl
„Es war schon sehr hart“ – Hobby-Triathlet Georg Braun kämpfte sich eisern durch die Disziplinen in der Olympischen Distanz. Foto: Simon Tschannerl

Furth im Wald.Es war eine riesige Herausforderung für Georg Braun. Denn er hatte sich, nachdem er im Jahr 2018 den Drachentriathlon in Furth im Wald als Zuschauer verfolgt hatte, sich zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr selbst daran teilzunehmen. Doch wer den Kreishandwerksmeister und Unternehmer Georg Braun kennt, der wusste schnell – die Sprintdistanz ist keine Herausforderung für ihn, der „Neu-Triathlet“ ging gleich aufs Ganze und fasste einen Start in der Olympischen Distanz ins Auge.

So viel vorneweg – Braun war vor dem Start am Sonntag schrecklich nervös, aber er hat sein Ziel erreicht. Zwar stand er im letzten Drittel der Ergebnisliste (Platz 87 von 96 Finishern), aber Letzter wurde er nicht. Sein ambitioniertes Vorhaben hat also ein gutes Ende gefunden.

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So lief der Further Drachentriathlon für Georg Bra

Am 1. November 2018 hatte sein Weg zum Drachentriathlon begonnen, denn an dem Tag fasste er endgültig den Entschluss, teilzunehmen. Eine lange Vorbereitung wartete auf ihn, getreu dem Motto der Veranstaltung „Schwimma, Radlfohn und Laffa kann jeder“. Doch ganz so einfach war es nicht, denn eine Disziplin – das Schwimmen musste Georg Braun von Grund auf neu lernen. Mit ins Boot holte er sich als Unterstützer Extremsportler Rainer Steinberger, Ernst Feuerer unterstützte ihn ein erfahrener Schwimmtrainer.

Die Sache mit der Wette

Am Sonntag war es nun soweit – Starschuss für den Drachentriathlon. Georg Braun war mit den Vorbereitungen beschäftigt und sagte zu seiner Gemütslage: „Nervös bin ich schon gscheid. Und ich frag mich immer mehr, auf was hab ich mich da eingelassen.“ Viel hat er trainiert, gerade in der ersten Disziplin Schwimmen.

Sport

Endspurt für den Drachentriathlon

Kreishandwerksmeister Georg Braun befindet sich in der finalen Vorbereitung zum Drachentriathlon am Sonntag, 1. September.

Und die Motivation wuchs, denn sein Trainer Ernst Feuerer und Georg Braun hatten eine Wette abgeschlossen. Wenn es Georg Braun schafft, die 1,5 Kilometer lange Schwimmstrecke unter 50 Minuten zu absolvieren, lädt ihn Ernst Feuerer zum Essen ein. Braucht er länger als 50 Minuten, muss Braun die Zeche zahlen. Der Weidinger legte los – im, durch den Wind sehr welligen Wasser brauchte er für die Strecke nur 42 Minuten und 27 Sekunden. Damit war diese Wette gewonnen. Und Feuerer musste anerkennend feststellen: „Er hatte immer ein klares Ziel vor Augen, er hat eigentlich von Beginn an gewusst, was er kann und wie viel er dafür trainieren muss.“

Sehen Sie hier die Bildergalerie mit Georg Braun vom Drachentriathlon

Georg Braun hat den Drachentriathlon geschafft

Das Training im See und im Bad unterscheidet sich grundlegend. „Im See ist es etwas anderes, mit dem offenen Gewässer, im Bad kannst du deine Runden im ruhigen Wasser schwimmen“, sagt Feuerer. Wobei der erfahrene Trainer mit einem Augenzwinkern zugibt, dass am Montag im Westbad in Regensburg noch einmal kräftig trainiert wurde, um nichts dem Zufall zu überlassen. Und dann schwingt doch etwas Stolz mit: „Er hat es super gemacht.“

Triathlon in Zahlen

  • Schwimmen:

    Für die Schwimmstrecke benötigte Braun, 42 Minuten und 27 Sekunden.

  • Radfahren:

    Auf der 40 Kilometer langen Radstrecke legte der Weidinger eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,15 km/h an den Tag, was eine Gesamtzeit von einer Stunde 28 Minuten und 23 Sekunden bedeutete.

  • Laufen:

    Für die Laufstrecke benötigte Braun eine Stunde, sechs Minuten und 44 Sekunden.

Das Schlimmste ist überstanden – bereit für die Radstrecke.Foto: Tschannerl
Das Schlimmste ist überstanden – bereit für die Radstrecke.Foto: Tschannerl

Braun hatte beim Ausstieg aus dem Wasser ein Lächeln auf den Lippen. Er wusste, das Schlimmste ist geschafft. Noch zwei harte Disziplinen warteten auf ihn. Sein Ziel war auch, im hinteren Drittel aus dem Wasser zu steigen – und das hatte er geschafft. Nach dem Wechsel auf das Rad stand die 40 Kilometer-Runde an, bei der zahlreiche Zuschauer am Streckenrand standen. Die Verantwortlichen der Triathlonabteilung des TV Furth im Wald hatten sich eine anspruchsvolle Runde ausgedacht, was auch Sieger Sebastian Neef anerkennen musste: „Die Radstrecke hat einem alles abverlangt.“ Braun selbst ging es mit einem guten Grundtempo an. Und dass das Radfahren die Paradedisziplin des Unternehmers ist, ist hinlänglich bekannt. So machte er auf dem welligen Terrain Platz um Platz gut.

Ausdauersport

Ein leidensfähiger Triathlet

„Auf dem Weg zum Drachentriathlon“ haben wir Kreishandwerksmeister Georg Braun am Drachensee einem Formcheck unterzogen.

Für den 40 Kilometer langen Rundkurs benötigte er eine Stunde und 28 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,15 km/h entspricht. Selbst Sieger und Triathlon-Profi Neef brauchte für die Runde eine Stunde und drei Minuten. Bei der Bergwertung ging der Puls dann schon mehr als nur auf Anschlag, so brauchte Braun hier acht Minuten und 33 Sekunden, ehe er den Gipfel erreicht hatte. Zurück am Ausgangspunkt ging es zum zweiten und letzten Mal in die Wechselzone. Es hieß die Laufschuhe anziehen, vorbei an der Verpflegungsstelle, an der die Abkühlung mit Wasser schon wartete.

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Das war der Further Drachentriathlon 2019

Georg Braun verspricht ein Fest

Auf die zehn Kilometer lange Laufstrecke begleitete ihn Rainer Steinberger auf dem Rad. Dieser verhalf Braun noch einmal zu einem Motivationsschub, gab immer wieder Tipps und sorgte für Aufmunterung. Er wusste, die letzten zehn Kilometer werden hart, aber der Kreishandwerksmeister wird es schaffen. Nach einer Stunde und sechs Minuten Laufzeit kam er in Sichtweite des Ziels.

Sport

Großes Spektakel beim Drachentriathlon

Beim 4. Further Drachentriathlon gingen über 350 Teilnehmer an den Start. Das perfekte Wetter lockte viele Zuschauer an.

Schon vor dem roten Teppich riss Braun die Arme in die Höhe.
Schon vor dem roten Teppich riss Braun die Arme in die Höhe.

Schon weit vorher riss er beide Arme in die Höhe und strahlte über das ganze Gesicht. Er hatte es geschafft und bewiesen, dass sein Plan kein Hirngespinst war. Nach drei Stunden, 24 Minuten und 12 Sekunden überquerte er glücklich die Ziellinie. Auf ihn wartete Ernst Feuerer, der zu den ersten Gratulanten zählte. In einer ersten Reaktion sagte der erschöpfte Triathlet: „Es war schon sehr hart, aber ich habe meinen Vorsatz umgesetzt. Ich bin ins Ziel gekommen mit einer für mich guten Zeit. Ich kann einfach nur Danke sagen, an alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben, denn ohne sie wäre das nicht machbar gewesen.“ Georg Braun versprach: „Ich werde mich für diese Unterstützung auch noch bedanken, wir werden ausgiebig mit einem kleinen Fest feiern.“

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