MyMz
Anzeige

Sport

Endspurt für den Drachentriathlon

Kreishandwerksmeister Georg Braun befindet sich in der finalen Vorbereitung zum Drachentriathlon am Sonntag, 1. September.

Für 2300 Trainingskilometer schwang sich Georg Braun auf sein Rennrad. Er sieht sich gut vorbereitet für den Drachentriathlon am 1. September. Foto: Simon Tschannerl
Für 2300 Trainingskilometer schwang sich Georg Braun auf sein Rennrad. Er sieht sich gut vorbereitet für den Drachentriathlon am 1. September. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Langsam, aber sicher geht es für den Kreishandwerksmeister Georg Braun auf seinem Weg zum Drachentriathlon in den Endspurt. Denn am Sonntag, 1. September, muss der Weidinger Unternehmer zeigen, was seine Vorbereitung wert war.

Dabei geht es für Braun, der an der olympischen Distanz teilnimmt, nicht darum, eine besondere Platzierung zu erreichen, sondern primär darum, das Ziel zu erreichen. Dabei hat er sich für die 1,5 Kilometer Schwimmen im Drachensee, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen, eine Richtzeit von dreieinhalb Stunden gesetzt. Knapp 14 Tage vor dem Start haben wir ihn noch einmal besucht und gefragt, wie er sich denn so kurz vor dem Start eigentlich fühlt? „Die Anspannung steigt, das Ziel kommt immer näher“, sagt er. Georg Braun hat den Tag noch gut in Erinnerung, als er sich das Ziel gesetzt hat, beim Drachentriathlon zu starten.

Start war im November

„Ich kann mich noch gut an den 1. November erinnern, als ich die Entscheidung getroffen habe, du machst Triathlon, aber wenn, dann gleich auf der olympischen Distanz.“ Nach drei Monate im Stillen hat unser Medienhaus Georg Braun in den vergangenen sechs Monaten beim Training für die drei Disziplinen intensiv begleitet. Der Kreishandwerksmeister musste schnell feststellen: „Ich merke mittlerweile, dass die olympische Distanz doch schwerer ist, als ich es mir anfangs gedacht habe.“ Gerade, weil der Triathlon aus drei Disziplinen besteht, ist er für die Sportler sehr anspruchsvoll, was auch Georg Braun zu spüren bekam: „Jede Disziplin an sich ist leicht schaffbar, aber in der Kombination hintereinander ist dies schon recht heftig“, sagt er.

Sehen Sie hier ein Video:

Das Training von Georg Braun ist fast beendet.

Georg Braun beim Probetriathlon
Georg Braun beim Probetriathlon

Doch Georg Braun wurde gleich am ersten Tag mit dem Triathlonfieber infiziert. Ein großes Trainingspensum stand in den vergangenen Monaten auf dem Programm. Insgesamt bringt es der Unternehmer auf 100 Trainings-Kilometer im Wasser, 2300 Kilometer am Rad oder am Radtrainer und noch einmal 380 Kilometer Laufen. Außenstehende können da nur anerkennend mit dem Kopf nicken und auch Braun gibt mit einem Lachen zu: „Eine ganz schöne Menge, wenn man es so im Nachhinein sieht.“

Wer denkt, dass es schwer ist, den „inneren Schweinehund“ zu besiegen und regelmäßig zu trainieren, den belehrt Braun eines besseren: „Im Winter war es sogar oft noch einfacher, als ich zuhause im Fitnessraum trainiert habe. Das war ich oft abgelenkt durch den Fernseher. Das lief recht gut.“ Doch wer nur am Hometrainer sitzt, aus dem wird noch kein Triathlet, so ging es nun auch ans Schwimmen, was für Georg Braun wohl die größte Überwindung war, denn er musste die Kraul-Technik für den Triathlon wieder komplett neu lernen.

Sport und Beruf im Einklang

Die ersten Bahnen zog Braun mit seinem Trainer Ernst Feuerer vom Triathlonverein in Furth in Bad Kötzting, ehe es nach und nach besser wurde und er im See zum Schwimmen gehen konnte. „Er musste es mir von Beginn an beibringen, so dass ich hier nun gute Fortschritte machen konnte“, sagt Braun. Wer meint, Sport sei das einzige große Thema im stressigen Alltag von Georg Braun sieht sich getäuscht, denn neben der Führung des Unternehmens, ist der Weidinger auch noch auf vielen Terminen als Kreishandwerksmeister aktiv.

Wie lässt sich bei so vielen Verpflichtungen Sport und Beruf am besten verbinden? „Der Sport ist für mich sogar ein bisschen Ausgleich. Das sehe ich jetzt gar nicht so schwierig, ich mache das teilweise zwischen zwei Terminen“, sagt er. Und wie das funktioniert, erklärt Braun so: „Ich höre um 16 Uhr auf, trainiere dann noch ein bis zwei Stunden und gehe um 19 Uhr auf einen Abendtermin.“ Denn der ehrgeizige Sportler und Unternehmer ist überzeugt, wenn man etwas wirklich will, dann finde man die Zeit dazu.

Lesen Sie hier, wie die Vorbereitungen laufen:

Ausdauersport

Ein leidensfähiger Triathlet

„Auf dem Weg zum Drachentriathlon“ haben wir Kreishandwerksmeister Georg Braun am Drachensee einem Formcheck unterzogen.

Je näher der 1. September rückt, desto größer wird auch die Nervosität, die der Weidinger gar nicht von der Hand weisen möchte. Denn zunächst hatte der 53-Jährige große Probleme beim Schwimmen im See, doch mittlerweile ist die Ursache dafür gefunden, so dass auch die erste Disziplin keine großen Probleme mehr darstellen sollte. „Ich bin jetzt draufgekommen, woran es liegt. Der Triathlonanzug war ein Stück zu eng, dadurch ist der Puls so in die Höhe geschossen, dass ich nicht mehr kraulen konnte“ ,erklärt Braun. Die Lösung war einfach – er wird auf den Triathlonanzug verzichten und nur mit der Badehose an den Start gehen. Angepeilt ist eine Zeit für die 1,5 Kilometer im Wasser von unter 45 Minuten.

Mit dem Weiding Lauftreff ging es zum Lauftraining  Foto: Simon Tschannerl
Mit dem Weiding Lauftreff ging es zum Lauftraining Foto: Simon Tschannerl

Das Radfahren auf der bergigen Strecke über 40 Kilometer soll in eindreiviertel Stunden geschafft werden und für die zehn Kilometer Laufen ist noch einmal eine Zeit von knapp einer Stunde veranschlagt. In letzter Zeit war Georg Braun, um die Wechsel zu verinnerlichen und um Wettkampfhärte zu bekommen bei fünf Testwettkämpfen in der Sprintdistanz am Start. Diese haben in der Regel eine Distanz von einem halben Kilometer Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Unter anderem war der Weidinger beim Triathlon in Kallmünz oder in Regensburg dabei. Dabei merkte Braun, dass es ein besonderes Feeling ist, zum einen nicht als Letzter aus dem Wasser zu kommen und zum anderen die Anfeuerung der Zuschauer am Streckenrand mitzubekommen.

Eins ist für Braun jetzt schon klar: „Das macht schon Spaß und ich bleibe auch dabei. Die Sprintdistanzen sind jederzeit schaffbar.“ Zudem lässt Braun durchblicken, dass er künftig auch die olympische Distanz ein bis zweimal im Jahr in Angriff nehmen möchte. Die Basis hat sich Braun in über einem halben Jahr Training erarbeitet. Bleibt abzuwarten, wie er sich am m 1. September schlägt.

Weitere Nachrichten aus der Region sehen Sie hier.

Triathlet Georg Braun

  • Zielzeit:

    Eine Zielzeit von dreieinhalb Stunden wird angepeilt. Für das Schwimmen rechnet Braun mit 45 Minuten, Radfahren eindreiviertel Stunden und für das Laufen noch einmal eine Stunde.

  • Anfeuerung:

    Georg Braun und alle weiteren Athleten der olympischen Distanz gehen um 10 Uhr an den Start. Hierbei freut man sich, über eine lautstarke Unterstützung und Anfeuerung.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht