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Triathlon

Georg Brauns olympische Triathlon-Pläne

Er ist Unternehmer und Kreishandwerksmeister – und leidenschaftlicher Sportler. Im Herbst will er zum Drachentriathlon.
Von Thomas Mühlbauer

Eine neue Herausforderung – Georg Braun ist unter die Triathleten gegangen und radelt sich schon mal im Trainingsraum fit für seinen ersten Wettkampf in Furth im Wald.  Foto: Simon Tschannerl
Eine neue Herausforderung – Georg Braun ist unter die Triathleten gegangen und radelt sich schon mal im Trainingsraum fit für seinen ersten Wettkampf in Furth im Wald. Foto: Simon Tschannerl

Weiding.Wohl die meisten haben im Fernseher schon einmal die Extremsportler bewundert, die beim Triathlon in Roth oder auf Hawaii die Ziellinie überquert haben und gefeiert wurden. Selber an einem Triathlon teilnehmen, ist für den überwiegenden Teil der Hobbysportler eher schwer vorstellbar. Nicht jedoch für Georg Braun.

Zum vierten Mal findet am Sonntag, 1. September, der Drachentriathlon in Furth im Wald statt. Glaubt man dem Slogan der Veranstalter, ist da nicht wirklich dabei, denn man muss ja „nur“ Schwimma, Radlfohn und Laffa. Doch in der Praxis bedeutet dies, gemessen auf die Olympische Distanz, 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen – ohne Unterbrechung und in einem Stück. Und da kommt der Kreishandwerksmeister und Unternehmer aus Weiding ins Spiel.

Georg Brauns Weg zum Drachentriathlon

Radtouren bis an die Adria

Der 52-Jährige hat es sich zum Ziel gesetzt, am olympischen Triathlon teilzunehmen. Der Start am 1. September beim Drachentriathlon ist für den Hobbysportler zwar eine sehr große Herausforderung, allerdings nicht seine erste. Denn der Sport hat im Leben von Georg Braun schon immer eine große Rolle gespielt. Im Alter von neun Jahren begann er mit dem Fußballspielen beim FC Chammünster, bereits mit zwölf Jahren führten ihn erste Radtouren bis nach Regen, immerhin 100 Kilometer weit. Von 1984 bis 2001 war Georg Braun eine der Stützen der ersten Mannschaft des FC Chammünster.

Raus aus dem Büro und mit Schwung runter in den Trainingskeller Foto: Simon Tschannerl
Raus aus dem Büro und mit Schwung runter in den Trainingskeller Foto: Simon Tschannerl

Ein erstes sportliches Highlight führte Georg Braun und seinen Bruder Wolfgang im Jahre 1997 mit dem Rad zum Gardasee. Vier Jahre später machte sich Georg alleine auf dem Weg nach Caorle an die Adria. In den folgenden Jahren wurde der Sport immer mehr zum Hobby mit unzähligen Aktivitäten neben dem Beruf. 2013 nahm Georg Braun unter anderem am 24-Stunden- Rennen vor seiner Haustüre teil, bei dem er beim von Extremradfahrer Bernhard Steinberger organisierten Charity-Event in 24 Stunden 180 Kilometer zurücklegte. Im Jahr 2018 nahm er am Gibacht-Lauf, Kaitersberg-Lauf und am Osser-Lauf teil. Beim Laufcup im Landkreis Cham kam Braun in der Altersklasse 50 bis 55 auf Platz eins.

„Man muss sich vor niemanden schämen, es geht um das persönliche Ziel. Es geht darum, am Ende die Ziellinie zu überqueren.“

Georg Braun, angehender Triathlet

Heuer steht für Georg Braun die nächste große Herausforderung an, die Teilnahme am Drachentriathlon in Furth im Wald. Dabei geht er gleich aufs Ganze, wie er gegenüber unserem Medienhaus sagt: „Es wird in diesem Jahr erstmals die Olympische Distanz angeboten. Und da hab ich mir gedacht, wenn ich schon daran teilnehme, dann gleich richtig.“ Georg Braun geht positiv gestimmt an die Sache heran und sagt: „Wenn man will, kann man alles schaffen. Wenn es im heimischen Landkreis schon eine Möglichkeit gibt teilzunehmen, warum denn nicht.“ Und dabei geht es dem Weidinger am Ende nicht um eine bestimmte Platzierung, denn für ihn steht der olympische Gedanke „Dabeisein ist alles über allem. „Man muss sich vor niemanden schämen, es geht um das persönliche Ziel, darum, am Ende die Ziellinie zu überqueren.“

Seit 1. November trainiert der Unternehmer nun dafür. „Pro Woche schaue ich, dass ich zwischen sechs und sieben Stunden trainieren kann“, sagt er. Oft sei das Pensum gar nicht so einfach zu bewerkstelligen, wie Braun feststellen musste. Doch als Unternehmer ist er an ein straffes Zeitmanagement gewohnt, das er direkt auf den Sport überträgt, um sich die nötigen Freiräume dafür schaffen.

Zeitmanagement ist das A und O

Sechs bis sieben Stunden wöchentlich widmet Georg Braun der Vorbereitung auf den Drachentriathlon.  Foto: Simon Tschannerl
Sechs bis sieben Stunden wöchentlich widmet Georg Braun der Vorbereitung auf den Drachentriathlon. Foto: Simon Tschannerl

„Ich trainiere aktuell viel alleine, doch gerade beim Laufen mit dem Lauftreff in Weiding haben wir kleine Gruppen. Die Kollegen richten sich dann auch mal nach mir.“ Doch wieso nimmt er nun ausgerechnet einen Triathlon ins sportliche Visier? – Braun hat darauf eine einfache Antwort. Immer wieder verfolgte er die Triumphe der deutschen Sportler auf Hawaii, auch der Pösinger Rainer Steinberger, den Braun immer wieder als Betreuer zu Wettkämpfen begleitet, war im Jahre 2004 (Platz 81) und im Jahre 2005 (Platz 70) dort am Start.

Das nächste Mal

  • Schwimmen

    Nach dem Besuch beim Radfahren im Trainingskeller begleiten wir Georg Braun auf seinem Weg zum Drachentriathlon zum Schwimmtraining. Dabei zieht der Weidinger Unternehmer seine Bahnen im Aquacur in Bad Kötzting.

  • Trainer

    Als Trainer hat er Ernst Feuerer vom Triathlon-Verein aus Furth im Wald an seiner Seite. Und der Coach hat es nicht leicht, musste Braun doch das Kraulen triathlongerecht neu lernen.

Steinberger ist auch ein Bestandteil des Projektes Drachentriathlon von Georg Braun. Der Pösinger steht diesmal ihm als Betreuer und darüber hinaus als Ratgeber zur Seite. Allerdings musste Braun schnell feststellen, dass es oft gar nicht so leicht ist, drei Disziplinen gut absolvieren zu können.

„Radfahren und Laufen sind weniger ein Problem, doch das Schwimmen, speziell das Kraulen, musste ich von Grund auf neu lernen“, sagt er. Für die Schwimmdisziplin steht ihm Ernst Feuerer vom Triathlon-Verein Furth im Wald als Trainer zur Seite.

Veranstaltung

Am 1. September ist Drachentriathlon

Ab Freitag können sich die Sportler für das Further Event anmelden – in diesem Jahr erstmals auch für die Olympische Distanz.

In seinem eigenen Fitnessraum hat sich Braun sechs Geräte eingebaut, an denen er, so oft es geht, trainiert. Sein Programm kann sich sehen lassen: Los geht es zum Aufwärmen mit 100 Sit-Ups, anschließend steht Krafttraining an mit 100 Einheiten für Beine und Arme und der Rückenmuskulatur.

Bereits mit zwölf Jahren führten Georg Braun erste Radtouren bis nach Regen, immerhin 100 Kilometer weit. Foto: Simon Tschannerl
Bereits mit zwölf Jahren führten Georg Braun erste Radtouren bis nach Regen, immerhin 100 Kilometer weit. Foto: Simon Tschannerl

„Man muss alle Muskeln fit halten und gleich belasten“, sagt Braun. Am Anfang gehe es einfacher, doch mit jeder Wiederholung fällt es immer schwerer. Inmitten der Geräte steht der Rad-Hometrainer. Georg Braun, selten um einen Spruch verlegen, sagt: „Momentan fahre ich die Tour de France.“ Heißt, neben flachen Passagen und Etappen, in denen er 210 Watt tritt, stehen auch Bergetappen an. „Da wird es schon schwerer, oft hast du da das Gefühl, man fällt vom Rad.“ Immerhin schafft er da noch 160 bis 180 Watt im Durchschnitt. Dass es dem Weidinger nicht zu langweilig wird in seinem Trainingskeller, hat er sich einen Fernseher eingebaut. Da schaut er dann Filme oder Videos über die richtige Schwimm-Technik. Wenn die Tage nun wieder länger werden, will Georg Braun raus aus dem Keller: „Ich freue mich jetzt einfach wieder darauf, in der Natur meine Runden drehen zu können.“

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