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Triathlon

Radfahren ist seine Paradedisziplin

Georg Braun aus Weiding hat einen straffen Trainingsplan, schließlich will er den Further Drachentriathlon schaffen.
Von Thomas Mühlbauer

Normalerweise gehört Georg Braun zum Betreuerteam von Reiner Steinberger auf den Ultra-Distanzen. Nun begleitet der Pösinger Extrem-Fahrer ihn beim Radtraining.  Foto: Simon Tschannerl
Normalerweise gehört Georg Braun zum Betreuerteam von Reiner Steinberger auf den Ultra-Distanzen. Nun begleitet der Pösinger Extrem-Fahrer ihn beim Radtraining. Foto: Simon Tschannerl

Weiding.Drachentriathlon lautet das „Zauberwort“ für Georg Braun. Der Tag der Tage steht am 1. September an, wenn es heißt, die olympische Distanz zu schaffen. Braun hat einen straffen Trainingsplan. Die Disziplin Schwimmen, vor der er den meisten Respekt hat, hat der Kreishandwerksmeister aus Weiding mittlerweile schon recht gut im Griff, doch direkt nach dem Wasser, wartet der harte Sattel des Rennrades auf den Unternehmer. Bei der olympischen Distanz heißt das, er muss 40 Kilometer abspulen.

Doch genau hier liegen die Stärken des 53- Jährigen, denn am Rad ist Braun schon immer gerne gesessen. Bereits im Jahre 1978 legte er erste Radtouren mit einer Strecke von 100 Kilometern zurück. 1997 hatte sich Georg Braun mit dem Rad auf nach Wasserburg zum Globetrotter-Treffen gemacht oder fuhr an den Gardasee – wohlgemerkt über das Timmelsjoch. Im Jahre 2001 radelte er bis nach Caorle an die Adria.

180 Kilometer in 24 Stunden

Am 19. Mai wird es das erste Mal ernst für Braun bei einem Test-Triathlon in Deggendorf. Foto: Tschannerl
Am 19. Mai wird es das erste Mal ernst für Braun bei einem Test-Triathlon in Deggendorf. Foto: Tschannerl

Im Jahre 2013 nahm Georg Braun am 24 Stunden Radrennen in Weiding teil, bei dem er es auf 180 Gesamtkilometer brachte. Im dritten Teil unserer Serie- „Georg Brauns Weg zum Drachentriathlon“ haben wir den Unternehmer beim Rad-Training begleitet. Braun hatte sich dafür zwei Experten an die Seite geholt. Zum einen seinen Bruder Wolfgang, zum anderen den Extremradsportler Rainer Steinberger, der Braun als kompetenter Ratgeber unterstützt.

Georg Brauns Radtraining mit Rainer Steinberger

Vor dem Start zeigte sich Braun aber selbstkritisch: „Aktuell habe ich einen leichten Durchhänger, denn der Schlafmangel vom Race Across Italy, bei dem ich Rainer Steinberger als Betreuer begleitet habe, macht sich etwas bemerkbar.“ Abgesehen davon schätzt der Kreishandwerksmeister den Stand der Vorbereitung als „ganz ordentlich“ ein. Doch die ganz langen Radfahrten waren ihm heuer noch nicht möglich, denn die Witterung durchkreuzte bislang die Pläne: „Ich war erst zwei Mal draußen und bin jeweils so 50 bis 60 Kilometer gefahren“, sagt Braun. Dabei geht es Braun weniger darum, Kilometer zu bolzen, sondern viel mehr darum, konstant zu fahren. Betrachtet Georg Braun alle drei Disziplinen des Triathlons , ist die zweite Disziplin sozusagen sein Liebling: „Ich fahre schon sehr lange Rad, das ist die einfachste Disziplin für mich“, sagt er und schwang sich auf sein Sportgerät.

„Ich finde es bemerkenswert, dass er in seinem Alter wieder das Schwimmen gelernt hat.“

Wolfgang Braun, Bruder

Steinberger und die zwei Brauns machten sich von Weiding aus auf in Richtung Gleißenberg. Das wellige Terrain ist perfekt zum Einrollen. Doch schon bald wurde die Strecke anspruchsvoller. Spätestens, als es kurz nach Gleißenberg in Richtung Waldmünchen geht, hieß es kräftig in die Pedale treten, um den Weg nach oben in die Trenckstadt zurückzulegen. Den Abstecher nach Herzogau ersparte sich die Gruppe. In Waldmünchen angelangt, bog das Trio wieder in Richtung Furth im Wald/Ränkam ab zurück nach Weiding. Nach rund 40 Kilometern war das Ziel erreicht. Wolfgang Braun steht hinter den Triathlon-Plänen seines Bruders: „Ich finde es gut, dass er das macht.“ Beeindruckend sei, so sagt Wolfgang Braun, mit welcher Motivation sein Bruder dran arbeitet, das gesteckte Ziel am Ende auch zu schaffen. Am meisten imponiert Wolfgang Braun nicht, dass Georg beim Drachentriathlon starten will, sondern vielmehr, dass er für den Wettkampf, in seinem Alter wieder Schwimmen gelernt hat.

Triathlon

Auch Schwimmen will gelernt sein

Wir haben Georg Braun mit Coach Ernst Feuerer auf dem Weg zum Drachentriathlon zum Training nach Bad Kötzting begleitet.

Mit seinem Bruder Wolfgang und Rainer Steinberger stehen Georg Braun gleich zwei Motivatoren zur Seite.  Foto: Simon Tschannerl
Mit seinem Bruder Wolfgang und Rainer Steinberger stehen Georg Braun gleich zwei Motivatoren zur Seite. Foto: Simon Tschannerl

Und als fachkompetenter Ratgeber steht Georg Braun kein geringerer als der erfolgreiche Ultracycler Rainer Steinberger aus Pösing zur Seite. Dieser hält auf seinen „Schützling“ ganz viel, wie er im Gespräch mit unserem Medienhaus sagt. „Georg war schon immer sportbegeistert, er unterstützt mich schon lange bei meinen Rennen, so war es für mich eine Selbstverständlichkeit, nun ihn zu unterstützen.“ Alle drei Disziplinen unter einen Hut zu bringen, das nötigt auch dem Pösinger Respekt ab: „Laufen und Radfahren, das funktioniert im Grunde immer, doch Schwimmen ist wieder eine ganz andere Geschichte.“ Und dass Georg Braun sehr ehrgeizig ist, dass weiß auch der Pösinger, denn hat der Kreishandwerksmeister erst einmal ein Ziel ins Auge gefasst, sei er immer auch Feuer und Flamme dafür.

Rainer Steinberger sieht den Drachentriathlon noch aus einer ganz anderen Perspektive: „Er hat ja keine große Verpflichtung, es geht darum, das gesteckte Ziel zu erreichen – und das ist für Georg Braun, ins Ziel zu kommen.“ Für Steinberger ist die beste Kombination, zum einen den Spaß nicht zu verlieren, zum anderen ein ehrgeiziges Ziel zu haben.

Erster Test-Triathlon am 19. Mai

Am 1. September will Georg Braun die olympische Distanz beim Further Drachentriathlon schaffen. Foto: Simon Tschannerl
Am 1. September will Georg Braun die olympische Distanz beim Further Drachentriathlon schaffen. Foto: Simon Tschannerl

Wie steht denn Steinberger seinem „Schützling“ Braun eigentlich konkret zur Seite? – „Sein Problem ist, dass er viel unterwegs ist und keine geregelten Arbeitszeiten hat, so muss er die Trainingspläne immer individuell anpassen und gestalten.“ Mit seiner langjährigen Erfahrung ist Rainer Steinberger ein wichtiger Ratgeber, größeren Einfluss auf Brauns Trainingsablauf nimmt er jedoch nicht: „Ich gebe, wenn ich gefragt werde, gerne Tipps und zeige auf, wie man manches besser machen kann. Georg ist aber auch jemand, der ganz viel wissen möchte, man sieht es dann in seinen Augen richtig, dass er Feuer fängt.“

Das Schwierigste, so Rainer Steinberger, wird es jetzt dann werden, die Übergänge zu den drei Disziplinen hinzubekommen. Wie gut das Georg Braun schafft, wird sich spätestens am Sonntag, 19. Mai, zeigen, denn dann nimmt der Kreishandwerksmeister an seinem ersten Test-Triathlon in Deggendorf teil.

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