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Gericht

Hausfrau für Internet-Betrug verurteilt

Eine 44-Jährige aus der Gemeinde Arnschwang bestellte Waren im Internet, konnte sie aber nicht bezahlen.

Unter Verwendung eines teilweise gefälschten Kundenkontos bestellte eine 44-Jährige Waren im Wert von 473,36 Euro und täuschte ihre Zahlungsfähigkeit vor. Symbolfoto: dpa
Unter Verwendung eines teilweise gefälschten Kundenkontos bestellte eine 44-Jährige Waren im Wert von 473,36 Euro und täuschte ihre Zahlungsfähigkeit vor. Symbolfoto: dpa

Arnschwang.Eine 44-jährige Hausfrau aus dem Gemeindebereich von Arnschwang eröffnete am 14. April 2015 auf der Internetseite eines Kaufhauses in Oberfranken online ein Kundenkonto, wobei sie ohne Berechtigung den Namen und das Geburtsdatum ihres ehemaligen Lebensgefährten angab. Unter Verwendung dieses teilweise gefälschten Kundenkontos bestellte die Frau am 20. Juni 2015 bei diesem Kaufhaus Waren im Wert von 473,36 Euro und vereinbarte zugleich Ratenzahlung, wobei sie ihre Zahlungsfähigkeit und -willigkeit vortäuschte.

Abgesehen von einer Teilgutschrift am 24. Juli 2015 in Höhe von 30 Euro und einer einmaligen Rate von 15 Euro hat die Frau bis heute keine weiteren Zahlungen geleistet und bekam deshalb vom Amtsgericht einen Strafbefehl zugestellt, wonach sie wegen Computerbetruges in Tateinheit mit Fälschung beweiserheblicher Daten zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je 20 Euro verurteilt wurde.

In diese Strafe hat das Gericht allerdings eine weitere Geldstrafe von 40 Tagessätzen wegen eines Sozialbetruges mit eingeschlossen. Gegen den Strafbefehl hat die Hausfrau Einspruch eingelegt, diesen aber auf die Rechtsfolgen, also die Höhe der erkannten Geldstrafe, beschränkt.

In der Gerichtsverhandlung versuchte sich die Angeklagte damit zu entschuldigen, dass sie zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung und der Warenbestellung noch mit ihrem ehemaligen Lebensgefährten zusammen gewesen sei und zumindest ein Teil der Waren auch für ihn bestimmt war. In akute Geldnöte sei sie auch wegen einer Stromnachzahlungs-Forderung von 1500 Euro gekommen, und der Strom ja auch von ihrem „Ex“ mitverbraucht worden sei.

Der Mann hatte aber bei seiner polizeilichen Einvernahme angegeben, dass er von der Kontoeröffnung nichts gewusst habe. Durch die Beschränkung des Einspruchs war der Strafbefehl aber bereits hinsichtlich des Schuldspruchs rechtskräftig geworden und so ging es letztlich nur mehr um die Höhe der Geldstrafe. Diese hielt der Staatsanwalt für die Hartz-IV-Empfängerin in einer Höhe von 70 Tagessätzen zu je 15 Euro als Gesamtstrafe für angemessen, was auch Richter Wolfgang Voit in seinem Urteil bestätigte. (cog)

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