MyMz
Anzeige

Hochprozentiges maßvoll genießen

Der Verband der Bayerischen Spirituosenindustrie tagte in Bad Kötzting und besichtigte örtliche Fachbetriebe.
Von Rainer N. Heinrich

Die Tagungsteilnehmer des Landesverbands der Bayerischen Spirituosenindustrie folgten den Ausführungen von Johannes Anleitner (r.)
Die Tagungsteilnehmer des Landesverbands der Bayerischen Spirituosenindustrie folgten den Ausführungen von Johannes Anleitner (r.) Foto: kni

Bad Kötzting.Die Mitgliederversammlung des Landesverband der Bayerischen Spirituosenindustrie (BSI) hat am Mittwoch und Donnerstag in Bad Kötzting getagt. Als Tagungsort hatte die Vorsitzende Monika Mähringer (Streitberg/Mittelfranken) zwar das Hotel zur Post ausgesucht, da aber die beiden Bad Kötztinger Spirituosenbrennereien „Bad Kötztinger Bärwurzquelle“ und „Spezialitätenbrennerei & Whisky Destillerie Liebl“ zu den Mitgliedern gehören, standen diese im Mittelpunkt des Besichtigungsprogramms.

Am Mittwochnachmittag traf man sich in der Bärwurzquelle an der Pfingstreiterstraße. Hier freute sich Monika Mähringer, dass auch die Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie und -importeure Angelika Wiesgen/Pick (Bonn) zu der Tagung angereist war, und begrüßte besonders die Klosterdestillation St. Josef der Maristenbrüder FMS in Furth bei Landshut, die durch ihren Altdestillator Frater Berthold vertreten wurde, als neues Mitglied.

Die Mitgliederversammlung tagt einmal jährlich, wobei die Versammlungsorte jeweils wechseln, denn man möchte den Mitgliedern die Möglichkeit bieten, ihren Betrieb und ihre Produktpalette zu präsentieren. Diese Aufgabe übernahm Johannes Anleitner, der als staatlich geprüfter Brenner und Bayerischer Edelbrand-Sommelier mit seiner Ehefrau Christina in die Geschäftsleitung eingebunden ist.

Auf das besondere Interesse der Tagungsteilnehmer stießen in der neuen Produktionshalle das Herzstück, die kupferglänzende Brennereianlage, sowie die Abfüllanlage mit einer Kapazität von bis zu 350 000 Flaschen zwischen 0,1 Liter und 1,0 Liter pro Jahr. Ein Rundgang durch den Verkaufsraum schloss sich an.

Am Donnerstagvormittag stand der offizielle Teil auf dem Programm und der Geschäftsbericht wurde vorgestellt. Die Bundesgeschäftsführerin zeigte die Entwicklung des Spirituosenmarktes 2015 in Deutschland auf, der mit 5,4 Litern auf dem Niveau des Vorjahres geblieben sei, zugleich aber auch weiterhin der größte innerhalb der Europäischen Union.

Die gesamte Spirituosenbranche inklusive Importeure hatte 2015 eine stabile Umsatzentwicklung mit geschätzten rund 4,6 Milliarden Euro. Davon entfallen rund 2,1 Milliarden Euro auf Branntweinsteuer.

Der BSI setze sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Genussmittel Alkohol sowie die Bekämpfung des Missbrauchs von alkoholischen Getränken ein, sagte Angelika Wiesgen-Pick und wies auf die Initiative des BSI „maßvoll genießen“ hin.

Eine Betriebsbesichtigung des „Edelbrenners des Jahres 2016“, der Spezialitätenbrennerei Liebl in der Jahnstraße, beendetet die Mitgliederversammlung, bei der sich beide Betriebe hervorragend präsentierten.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht