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Holzweg barrierearm und mit Beschilderung

Risse in Gemeindestraßen in Lam wurden saniert und Schadstellen asphaltiert. Blühflächen wurden ausgeweitet.
Von Maria Frisch

Durch eine neue Wegeführung ist der Holzweg in Lambach künftig barrierearm.  Foto: Maria Frisch
Durch eine neue Wegeführung ist der Holzweg in Lambach künftig barrierearm. Foto: Maria Frisch

Lam.Analog der vergangenen Jahre investierte der Markt Lam in den vergangenen Tagen wieder in die Sanierung von 12 000 Laufmetern Risse in den Straßen. Die Maßnahme erfolgte auf den Strecken Rotschwanzlhöhe, Mühlfelder, Engelshütter Straße von Holzmühle bis Irlgasse, Ginglmühler Straße von Georg Neumaier bis Einfahrt Fußballplatz sowie in der Schwarzecker Straße von Alfred Sixt bis Ulrich Billig. „Wir haben Dreiviertel des Gemeindegebiets überarbeitet und werden die nächsten Jahre weitermachen“, kündigte Bürgermeister Paul Roßberger an. Die Erfahrung der letzten Jahre nährt die Hoffnung, die Lebenszeit der Straßen deutlich zu verlängern.

Die Firma GSI nahm sich der markierten schadhaften Stellen im Straßenbelag an. Insgesamt genehmigte der Marktrat die Ausbesserung von 1400 Quadratmetern. Bereits erledigt sind die Flickstellen in der Zufahrt Marktplatz, im Himmelreich, in Frahels, in der Gemeindeverbindungsstraße Frahels nach Engelshütt, sowie in der Schwarzecker Straße Richtung Einöden.

Weitsprunggrube wird angelegt

Beim Holzweg in Lambach hat Stefan Zirngibl die Schotterarbeiten von der Schwarzen Madonna bis zum Wasserrad fertiggestellt. In diesem Bereich wurde auf circa 100 Metern eine neue Wegeführung angelegt und der Anstieg beseitigt. „Somit ist der Weg jetzt barrierearm“, teilte der Bürgermeister mit. Es sind auch bereits die neuen Schilder für die Informationstafeln für den Holzweg eingetroffen. Der Rathauschef rechnet damit, dass diese im Laufe des Augusts in die Stellagen eingepasst werden können. Bis September sollen dann auch noch neue Stationen fertig sein, z. B. eine Weitsprunggrube, wo die Sprungkraft von Tieren verglichen wird.

Im gesamten Gemeindegebiet ruht ein besonderes Augenmerk auf mehr Blumenwiesen. Roßberger hat dazu zehn Taferl bestellt, um an verschiedenen Stellen, z. B. Dorfanger Engelshütt und Frahels, Richtung Buchet, auf größeren Flächen im Panoramapark explizit darauf hinzuweisen. Schon bevor das Bürgerbegehren im letzten Jahr angestoßen war, fing der heimische Bauhof damit an, Blühflächen an Böschungen etc. so lange stehenzulassen, bis sie abgesamt haben.

„Wo es verkehrstechnisch nötig ist, mulcht das Personal einen Meter breit entlang von Straßen und Gehwegen, damit freie Sicht besteht“, informierte Roßberger. Dies gilt nicht nur, wo das Kurzhalten sicherheitsrelevant ist, sondern auch in den Straßengräben, weil bei Starkregenereignissen das hohe Gras hinderlich wäre.

Fortschritte machte ebenso die Osserbad-Beschattung. Die zehn neuen Sonnenschirme werden rege angenommen. Voraussichtlich werde man die Anzahl nächstes Jahr noch erhöhen. Das Problem der fehlenden Beschattung gab es bisher auch im Babybecken des Freibads, das nur mit einem Dreieckstuch notdürftig geschützt war. Siegfried Schwarz aus Lam hat aktuell Sonnensegel genäht, die an in dieser Woche eintreffenden Stangen befestigt werden. Voraussichtlich setzen die Mitarbeiter die Anbringung noch vor den Sommerferien um.

Bewegung scheint auch in die Mobilfunksache zu kommen. Die Telefonica (E plus und O 2) schrieb den Markt Lam vor kurzem an, dass sie noch in 2019 ihren Masten im Himmelreich 13 (Hotel Sonnenhof) auf LTE (4-G-Netz) ausbauen werde. Es stehe noch ein Lageplan aus, welches Gebiet damit versorgt wird. D 1 (Telekom) errichte am vorderen Marktplatz bei der Telefon-Zelle eine sogenannte „small cell“, um im Umkreis von 150 Metern das Mobilfunknetz auf LTE aufzurüsten. Außerdem wurde angekündigt, den Masten im Bereich des Koppenhofs, Rathgeb, wo bisher nur eine 3 G-Antenne in Betrieb sei, auf LTE auszubauen.

Keinen Anbieter gefunden

Die Zeitangaben triften etwas auseinander. Während früher von 2019 die Rede war, hörte Paul Roßberger vor drei Wochen von Karl Holmeier, dass dies 2020 geschehen soll. Geprüft wurde bereits, ob der Markt Lam mit Mitteln aus dem Mobilfunk-Förderprogramm rechnen könne, bei dem Kommunen mit 80 Prozent bezuschusst werden. Der erste Schritt war, dass von der Regierung der Oberpfalz ein eigenwirtschaftlicher Ausbau angefragt wurde. „Keiner der Anbieter erklärte sich bereit, dies auf den weißen und grauen Flächen zu tun“, informierte Roßberger.

Gar nicht oder schlecht versorgt sind Lambach, Schmelz, zum Teil Engelshütt, Buchetbühl und Absetz. Mit der Ablehnung, dass es keiner eigenwirtschaftlich macht, kam die Zustimmung, dass der Markt Lam generell förderfähig sei. Es gehe nun ganz automatisch weiter: Es werden die Telekommunikationsanbieter angeschrieben, einen sogenannten Suchkreis festzulegen, wo sie einen Masten bräuchten, damit die weißen und grauen Flächen erschlossen werden können. „So ein Mast kostet ungefähr 500 000 Euro“, bezifferte der Bürgermeister die erheblichen Kosten.

Aktuell tätige die Telekom einen eigenwirtschaftlichen DSL-Ausbau von der Vermittlungsstelle Irlmühle bis zum Marktplatz. Beim Anwesen Herbert Rank wurde bereits ein neuer Kasten installiert. Eine Übersichtskarte über das Gebiet, das künftig mit mindestens 50 und sogar 80 bis 90 MB versorgt wird, liege vor. „Es wird bis Herbst dauern, bis es aktiv geschaltet wird“, so Roßberger.

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