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Ausflug

Kirchen besucht

Die Mitglieder des Waldvereins waren im Chodenland unterwegs.
Von Franz Plötz

Die Mitglieder des Waldvereins waren im Chodenland. Foto: Plötz
Die Mitglieder des Waldvereins waren im Chodenland. Foto: Plötz

Neukirchen b Hl Blut.Bei schönem Reisewetter starteten kürzlich Mitglieder und Freunde der Sektion Neukirchen b. Hl. Blut des Bayerischen Waldverein mit dem Bus zur Rundfahrt durch das Chodenland. Dr. Hans Aschenbrenner zeigte sich als exzellenter Reiseleiter und wusste viel über das Chodenland, deren Bewohner und die wechselvolle Geschichte zu erzählen.

Das erste Ziel war die Chodenstadt Klency und die dortige Pfarrkirche. Dort konnte die Messe mitgefeiert werden. Pfarrer Pater Ivan begrüßte die Neukirchner Gruppe. Pater Ivan ist schon viele Jahre bei der Chodenwallfahrt nach Neukirchen b. Hl. Blut mit dabei. In einem kurzen Abrisse erzählte der Geistliche aus der Geschichte des Gotteshauses.

Die Rundfahrt ging schließlich weiter nach Ujezd. Dieser Ort war bis zum 30-jährigen Krieg eines der elf freien Chodendörfern. Unweit davon auf dem Berg Hradek suchte man das Denkmal des Chodenfreiheitskämpfers Jan Sladky Kozina auf. Das Monument wurde 1895 errichtet. Zur Stärkung kehrte man anschließend in den Gasthof Svata Jana in Trhanov ein. In Trhanov stieß Bürgermeisterin Jana Dirriglova von Loucim zur Neukirchner Ausflugsgruppe.

Nächster Zielpunkt war dann Domazlice (Taus). Dank der guten Beziehungen von Aschenbrenner konnte man auch dort eine ausführliche Kirchenführung bekommen. Normalerweise ist die Dekanatskirche „Maria Geburt“ zugesperrt. Jana Dirriglová übersetzte interessante Neuigkeiten über die Kirche. Derzeit wird die Kirche renoviert. In der kleinen und ältesten Nebenkapelle ist das Relief aus Glas von der tschechichen Künstlerin Vladimíra Tesarová zu sehen. Es ist das größte in Tschechien.

Danach ging die Fahrt weiter nach Loucim. Bürgermeisterin Dirriglova lud die Neukirchner Gäste gleich für den 8. September zur Glockenweihe ein. Für diese Glocke stiftete die Neukirchner Pfarrgemeinde 640 Kilo Bronzebarren. Gestärkt ging die Fahrt weiter über Klattau nach Zavlekov. Den meisten Reiseteilnehmern war dieser Ort unbekannt. Der dortige Pfarrer und sein Mitarbeiter erklärten den Gästen die Kirche. Das besondere dabei ist, dass dort im Gotteshaus einer der schönsten Kreuzwege hängt. Jede Station ist ca. 1,20 mal 0,70 cm groß. Sie wurden im Grödnertal in Südtirol im Nazarenerstil um 1900 geschnitzt und vom Erzdekan Leopold Klima erworben und der Kirche in Rothenbaum geschenkt.

Bevor die Rothenbaumer Kirche gesprengt wurde, brachte man diesen schönen Kreuzweg in Sicherheit. Etwas später kam er dann in die Kirche von Zavlekov. Bemerkenswert ist, dass die beiden ersten Stationen den deutschen Text aufweisen, die restlichen wurden mit einem Brettchen überdeckt und der tschechische Text angebracht. Zavlekov war schließlich die letzte Station der Rundfahrt durch das Chodenland.

Für die Reiseteilnehmer ging Dank der qualifizierten Erklärungen von Hans Aschenbrenner ein schöner und erlebnisreicher Tag zu Ende. Mit herzlichen Dankesworten verabschiedete man sich von der Reiseleitung, freute sich aber bereits auf weitere gemeinsame Fahrten.

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