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Wechsel

Konrad Bierlmeier ist 2. Vorsitzender

Neues Führungsteam beim Naturschutzverband VSL

Der neue VSL-Vorstand, darunter Konrad Bierlmeier (re.) Foto: Vogl
Der neue VSL-Vorstand, darunter Konrad Bierlmeier (re.) Foto: Vogl

Cham.Der Verein zum Schutz wertvoller Landschaftsbestandteile in der Oberpfalz (VSL) ist unter neuer Führung. Gründungsvorsitzender Peter Hausbeck, Tirschenreuth, übergab die Leitung an Cäcilia Meier-Kastl aus Mantel (Lkr. Neustadt Waldnaab). An ihrer Seite steht nun als 2. Vorsitzender Konrad Bierlmeier aus Falkenstein. Bierlmeier war bis zu seiner Pensionierung viele Jahrzehnte fachlicherer Mitarbeiter in der unteren Naturschutzbehörde am Chamer Landratsamt.

Die Aussichten für Natur und Landschaft sieht Hausbeck durchwachsen. „Die Wertschätzung für den Naturschutz ist ja durchaus gestiegen, aber die Grundgefahr besteht nach wie vor darin, dass wir eine industrialisierte Landwirtschaft subventionieren.“ „Dringend nötig wäre es, die Subventionen umzuschichten und die Leistungen der Landwirte für den Natur-, Arten- und Gewässerschutz oder die Landschaftspflege besser zu honorieren“, so der pensionierte Richter. Ziel des Vereins sei es seit jeher, zu retten, was in der Agrarlandschaft noch zu retten sei, und zwar durch Kauf. Nur so seien Magerrasen, Feuchtwiesen, Niedermoore und andere selten gewordene Lebensräume dauerhaft zu schützen, sind sich Hausbeck und seine Nachfolgerin Cäcilia Kastl-Meier einig. Die 58-Jährige, seit Jahren VSL-Vorstandsmitglied, ist beruflich in der Umweltabteilung der US-Armee in Grafenwöhr tätig. Ihr privates Interesse für die Natur spiegelt sich in ihrer Ausbildung zur Geopark-Rangerin wider. Beim VSL wird nun in erster Linie sie die Grundstücksverhandlungen führen. Die seien derzeit schwierig, so Hausbeck. Dennoch bleibe es Vereinsziel, „mit Trittsteinen und grünen Oasen ein Netzwerk für die Natur zu schaffen“. Das sei in den Landkreisen Schwandorf und Cham vielerorts gelungen. Etwa im Kulzer Moos bei Winklarn, wo der Verein mit EU-Leader-Förderung auch ein großes Renaturierungsprojekt stemmte, oder auf artenreichen Nasswiesen im Landkreis Cham. Naturschutzprojekte finden sich hier in Tiefenbach, Pemfling, Falkenstein oder Waldmünchen. Eine Gemeinschaftsleistung vieler, betonte Hausbeck in seiner mit Standing Ovations bedachten Abschiedsrede als Vorsitzender. (cvc)

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