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Cham

KZ Flossenbürg beeindruckt Schülerinnen

Die vier zehnten Klassen der Gerhardinger Realschule Cham haben das Konzentrationslager in Flossenbürg besucht.

Die Schülergruppe setzt sich im KZ Flossenbürg mit der Nazi-Zeit auseinander.  Foto: Magdalena Mühlbauer
Die Schülergruppe setzt sich im KZ Flossenbürg mit der Nazi-Zeit auseinander. Foto: Magdalena Mühlbauer

Cham.Das KZ wurde im Mai 1938 als reines Arbeitslager errichtet. Etwa etwa 22 000 Menschen starben dort. Die Häftlinge wurden brutal ermordet, starben an Krankheiten, Unterernährung oder wurden beim Arbeitseinsatz zu Tode geschunden.

Manche der Gebäude stehen heute noch und dienen als Gedenkstätte für die vielen Opfer, die in einem der vielen Gefangenenlager ums Leben kamen. Im Arrestbau wurden die Menschen gefoltert und mit Einzelhaft bestraft. Auf dem Hof davor wurden mehr als 1000 Menschen exekutiert.

Ein bekanntes Beispiel ist der Theologe Dietrich Bonhoeffer, der am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet wurde.

Im Krematorium wurden den Leichen sämtliche Goldzähne entfernt und man rasierte ihnen die Haare ab, um diese an Perückenmacher zu verkaufen. Nach Ende des Krieges wurde die Asche, der während der NS-Zeit getöteten Menschen, in deren letzte Ruhestätte gebracht. Das Massengrab, welches die Form einer Pyramide hat und daher auch den Namen Aschepyramide trägt, ist bis heute im sogenannten „Tal des Todes“ im KZ Flossenbürg als Mahnmal zu finden.

Anfang April 1945 begann die Auflösung des KZ Flossenbürg und seiner Außenlager. Unmittelbar vor Kriegsende starben Tausende von Häftlingen auf den Todesmärschen an Entkräftung, wurden erschossen oder erschlagen. Bevor die SS das Lager räumte, verwischten sie die Spuren ihrer Mordtätigkeit. Ab Mitte April transportierten sie über 40 000 Gefangene aus dem Hauptlager und vielen Außenlagern in Richtung Süden. Mit tagelangen chaotischen Fußmärschen und Transporten in Tierwaggons versuchte die SS, die Häftlinge dem Zugriff der Alliierten zu entziehen. Einige Aufseher ermordeten ganze Gruppen von Gefangenen. In zahlreichen Ortschaften blieben Leichen zurück. Viele Häftlinge starben noch nach der Befreiung an Entkräftung und Krankheiten.

Am 23. April 1945 erreichte die US-Armee das KZ Flossenbürg. Sie fand 1500 schwerkranke Menschen vor, die die SS zurückgelassen hatte.

Der Dank der Schule gilt dem Landratsamt Cham, das die Schule mit einem Zuschuss zur Fahrt unterstützt hat. So konnten sich die Schülerinnen mit diesem schrecklichen Teil der Vergangenheit Deutschlands vor Ort auseinandersetzen. Zu Beginn konnten sich die Mädchen nicht richtig vorstellen, was dort Schreckliches passierte, doch nach dem Aufenthalt waren sie sichtbar berührt und man verließ diesen Ort mit der Hoffnung, dass so etwas nie wieder passieren wird.

Den Bericht verfasste Magdalena Mühlbauer, Schülerin der Klasse 10 D der Gerhardinger Realschule.

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