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Landtagswahl

Linke will widerspenstige Gesellschaft

Marius J. Brey aus Chamerau ist Spitzenkandidat der Linken in der Oberpfalz. Er hat unsere Stichworte von A-Z beantwortet.
Von Martin Hladik

Marius J. Brey bei der Aktion „Ticket teilen“, die Menschen dazu auffordert, ihre Bahn-Monatskarten mit anderen zu teilen. Foto: Agata Szymanska-Medina
Marius J. Brey bei der Aktion „Ticket teilen“, die Menschen dazu auffordert, ihre Bahn-Monatskarten mit anderen zu teilen. Foto: Agata Szymanska-Medina
  • A wie Ärzte-Mangel:

Ärzte-Mangel kann sich im ländlichen Raum tödlich auswirken. Realistische Bedarfsplanungen sind nötig. Anreize für Ärtzinnen und Ärzte, sich am Land niederzulassen, können wortwörtlich Leben retten.

  • B wie Bauland:

Das Erschließen von Bauland ist wichtig für die Entwicklung. Allerdings muss hier die Priorität auf Wohnraum liegen. Spekulationen mit Land sind zu verhindern, sie hemmen Entwicklung und nutzen nur den Reichen.

  • C wie CSU koaliert mit:

Vermutlich mit den Grünen, vielleicht aber auch mit der SPD. Wer also eine richtige soziale Opposition im Landtag will, muss links wählen.

  • D wie Diesel:

Saubere Luft geht nur mit mehr öffentlichem Nahverkehr. Fahrverbote treffen aber primär kleine Unternehmen und Einkommensschwache. Die Industrie muss für Schummelfahrzeuge aufkommen, anstatt die kleinen Leute zur Kasse zu bitten.

  • E wie Europa in der Krise:

Ostbayern hat wie kaum eine Region von Grenzöffnung und EU profitiert. Europa muss man gestalten, nicht schlecht reden.

  • F wie Flächenfraß:
„Wer eine richtige Opposition im Landtag will, muss links wählen.“ Marius J. Brey, Landtags-Direktkandidat der Linken
„Wer eine richtige Opposition im Landtag will, muss links wählen.“ Marius J. Brey, Landtags-Direktkandidat der Linken

Täglich wird im Freistaat eine Fläche von 18 Fußballfeldern zubetoniert, während Innenstädte und Dorfzentren aussterben. Wir brauchen eine gesetzliche Deckelung beim Flächenverbrauch, die zugleich verhindert, dass kleine oder finanzschwache Kommunen benachteiligt werden.

  • G wie Grenzkontrollen:

Obliegen der Bundespolizei. Die neue bayerische Grenzpolizei, die dem PAG unterliegt und für die Beamte andernorts abgezogen wurden, zeugt einzig von der Wild-West-Mentalität einer CSU im Wahlkampfmodus.

  • H wie Handynetze:

In nahezu allen europäischen Staaten ist die Netzabdeckung selbst auf dem Land besser als hierzulande in den Städten. Hier besteht dringend Nachholbedarf.

  • I wie Immobilienpreise:

Der Mietenwahnsinn lässt sich nur durch Rekommunalisierung und den Neubau von Wohnraum durch die öffentliche Hand und Genossenschaften nachhaltig bekämpfen. Vorbild: Wien.

  • K wie Kanzlerin:

Ist eine Meisterin im Lavieren und sollte 2021 von einer Mitte-Links-Regierung abgelöst werden, die Probleme endlich löst, statt sie auszusitzen.

Zur Person

  • Wer:

    Marius J. Brey, 21 Jahre, ist seit 2015 bei der Linken.

  • Wo:

    Lebensmittelpunkt in Chamerau, Studium an der Freien Universität Berlin; ledig, keine Kinder; Student der Politikwissenschaft und Angestellter in der Landesgeschäftsstelle der NaturFreunde, einem Umwelt- und Freizeitverband

  • Was:

    Oberpfälzer Spitzenkandidat sowie Chamer Direktkandidat zur Landtagswahl, Kreisvorsitzender der Linken in der Mittl. Oberpfalz.

  • Wichtigstes Ziel nach der Wahl?

    Den Pflegenotstand stoppen, alternative Kulturangebote im ländlichen Raum fördern und Altersarmut bekämpfen.

  • Warum sollen wir Sie wählen?

    Weil ich für eine pragmatische, soziale und moderne Politik stehe, die sich der Menschen und ihrer Probleme annimmt. Außerdem: Wann hatte man schon mal so gute Chancen, einen Chamer Linken-Abgeordneten zu bekommen?

  • Welche Partei geht gar nicht?

    Die AfD

  • Das Foto:

    Fotografiert wurde ich im Rahmen der „Ticket Teilen“-Kampagne meines Arbeitgebers, bei der Menschen aufgefordert sind, ihre Bahn-Monatskarten mit anderen zu teilen.

  • L wie ländlichen Raum fördern:

Ein attraktiver ländlicher Raum braucht nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch funktionierenden Nahverkehr, gute ärztliche Versorgung, Kultur- und Freizeitangebote sowie Freiräume für junge Menschen.

  • M wie Maut auf Bundesstraßen:

Schon auf Autobahnen ein gutes Beispiel für unsinnige CSU-Alleingänge. Mehr Kosten als Einnahmen, Bürokratie bis zum Umfallen. Die Maut zeugt einzig von der Geltungssucht einer Regionalpartei.

  • N wie Nitratbelastung:

In Bayern mussten aufgrund zu hoher Nitratbelastung bereits mehr als 1000 Brunnen geschlossen werden. Es braucht ein Ende der Massentierhaltung und einen Fokus auf die nitratvernichtende Becherpflanze statt Energiemais!

  • O wie Osten:

Schaffen wir endlich gleiche Lebensbedingungen in Ost und West! Egal, ob wir von Bayern oder Deutschland reden.

  • P wie Pflege verbessern:

Es braucht mehr Geld, mehr Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen. Deshalb: Das Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand“ unterschreiben und einen verbindlichen Personalschlüssel durchsetzen.

  • R wie Rechtsruck:

Ein gesamteuropäisches Phänomen, das sich nicht durch Zugeständnisse oder eigenen Populismus, sondern nur durch eine Politik mit klarer Haltung stoppen lässt, die sozial sowie bürgernah ist und Abgehängte wieder mitnimmt.

  • S wie STRABS –wer zahlt jetzt?

Der Freistaat.

  • T wie Trump:

Würde sich wohl gut mit Markus Söder verstehen, gleich und gleich gesellt sich bekanntlich gern. Dort wie hier gibt aber es zum Glück starke zivilgesellschaftliche Bewegungen gegen Populismus und Hetze.

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  • U wie Überflutung:

Natürliche Überflutungsflächen wie Auen schaffen und den zivilen Katastophenschutz stärken. Geld fürs THW statt Bundeswehr im Inneren!

  • V wie Versorgung mit Glasfaser:

Das Internet ist Universalinfrastruktur für Wirtschaft und Gesellschaft – und wir sind europäisches Breitband-Schlusslicht. Rascher Ausbau muss staatlich finanziert, der Betrieb genossenschaftlich sein.

  • W wie Wolf:

Es braucht unbürokratische und bundesweit einheitliche Entschädigungen. Schutzvorrichtungen für Herdenhalter müssen subventioniert werden.

  • Z wie Zeitgeist:

Rechte Demagogen verschaffen sich Zugang zu wichtigen Positionen. Anständige Menschen nehmen das zum Anlass sich erstmals politisch zu engagieren – das ist gut und das macht Mut. Bleiben wir widerständig!

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