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Landtagswahl

Robert Riedl „steht zu dem, was er sagt“

Der Bad Kötztinger tritt für die Freien Wähler an. Seine Antworten auf unsere Stichwörter von A bis Z lesen Sie hier.
Von Martin Hladik

Robert Riedl gießt mit den Enkelinnen Lina und Emma die Tomaten in seinem Garten.Foto: Stefan Weber
Robert Riedl gießt mit den Enkelinnen Lina und Emma die Tomaten in seinem Garten.Foto: Stefan Weber
  • A wie Ärzte-Mangel: Wir brauchen mehr Medizinstudienplätze für bayerische AbiturientInnen und ein anderes Auswahlsystem. Gleichzeitig soll der Verteilungsschlüssel für Ärzte, der den ländlichen Raum benachteiligt, geändert werden.

  • B wie Bauland: Grundsätzlich muss die Vergabe von Bauland in kommunaler Hand bleiben. Es ist allerdings abzuwägen, ob nicht Sanierung einem Neubau vorzuziehen ist. Man muss auch in Zukunft intelligente Parkraumregelungen andenken.

  • C wie CSU koaliert mit: Als Freier Wähler will und kann ich mich nicht in die Köpfe der CSU hineinversetzen. Selbstverständlich sind wir für eine Regierungsbildung unter bestimmten Voraussetzungen bereit und vorbereitet.

Zur Person

  • Wer:

    Robert Riedl; 63 Jahre; Mitglied der Freien Wähler seit dem Jahr 2013

  • Wo:

    Wohnort: Bad Kötzting, verheiratet, vier Kinder, Förderlehrer

  • Was:

    Politische Ämter und Funktionen: Stadtrat in Bad Kötzting, Fraktionssprecher, 1. Vorsitzender der Freien Wähler Bad Kötzting

  • Wichtigstes Ziel nach der Wahl?

    Die Forderungen der Freien Wähler in einer Regierungsbeteiligung durchzusetzen.

  • Warum sollen wir Sie wählen?

    Weil ich immer zu dem stehe, was ich sage.

  • Welche Partei geht gar nicht?

    Alle Parteien, die das Grundgesetz missachten.

  • Welche Partei außer der Ihren ist Ihnen am sympathischsten?

    Der Kandidat macht dazu keine Angaben.

  • Das Foto:

    Sagen Sie uns kurz, in welcher Situation Sie von uns fotografiert wurden. Beim Gießen der Tomaten mit den Enkeln im heimischen Garten.

  • D wie Diesel: Die Automobilindustrie sollte verpflichtet werden, die einzig wirkliche effektive Maßnahme, die Nachrüstung der „Hardware“, kostenlos durchzuführen. Von Fahrverboten halte ich nichts.

  • E wie Europa in der Krise: Ein Ende der EU und des Euros wäre volkswirtschaftlich und sozialpolitisch eine Katastrophe. Eine demokratische Neustrukturierung der EU, ein Abbau von Bürokratie, transparentere Fördermaßnahmen, eine gemeinsame Lösung der Außengrenz-Sicherung und gerechtere Flüchtlingsverteilung sind dringend erforderlich.

  • F wie Flächenfraß: Eine staatliche Regulierung von Flächenverbrauch lehnen wir ab, weil dadurch die kommunale Hoheit verloren geht. Sanierung vor Neubau, Ausnutzung des Wohnraums und Verlagerung in den ländlichen Raum würden dem Flächenfraß entgegenwirken.

  • G wie Grenzkontrollen: Wir fordern einen Aufbau eines zuverlässigen europäischen Grenzschutzes und eine Intensivierung der Schleierfahndung. Die Schaffung einer bayerischen Grenzpolizei lehnen wir ab.

  • H wie Handynetze: Jeder will mit dem Handy telefonieren, aber keiner möchte einen Funkmasten haben. Die Schließung von Funklöchern kann nicht den Kommunen überlassen werden, sondern muss in staatlicher Eigenregie erfolgen.

  • I wie Immobilienpreise: Der Immobilienverkauf an Nicht-EU-Ausländer muss beschränkt werden. Außerdem ist ein Auflagenstopp, etwa beim Brand- oder Schallschutz und marginalen Energieeinsparungsvorschriften, erforderlich. Eine Stärkung des ländlichen Raums durch Schaffung von Arbeitsplätzen entlastet Ballungszentren und führt automatisch zu niedrigeren Immobilienpreisen.

  • K wie Kanzlerin: Aus der europäischen Finanzkrise hat sie uns durch ihre Diplomatie erfolgreich und gestärkt herausgelotst. Frau Dr. Merkel hat aber sicher die Folgen und Auswirkungen ihrer humanitären Flüchtlingspolitik unterschätzt.

  • L wie Ländlichen Raum fördern: Das ist eine unserer Hauptforderungen. Die Erhöhung des kommunalen Finanzausgleichs, bessere Straßenverbindungen und Erhaltung von kommunalen Schwimmbädern sind nur einige unserer Anliegen.

  • M wie Maut auf Bundesstraßen: Eine einheitliche, EU-konforme Mautregelung für (vierstreifige) Bundesstraßen und Autobahnen ist anzustreben. Die Einnahmen müssen zu 100 % in die Verbesserung unseres Straßennetzes fließen. Eine Privatisierung ist abzulehnen.

  • N wie Nitratbelastung: Güllewirtschaft und Überdüngung haben zu erhöhten Nitratwerten im Grundwasser geführt. Staatliche Kontrollen und neue Technologien der Düngung sind unbedingt erforderlich.

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  • O wie Osten: Ostbayern ist eine der schönsten Regionen Bayerns. Meine Heimat mit Tradition, Kultur, ihrem Brauchtum, Tourismus und ihrer Moderne darf nicht abgehängt werden. Stärkung durch staatliche Investitionsprogramme ist nötig.

  • P wie Pflege: Wir wollen, dass Krankenhäuser, Ärzte, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Hebammen flächendeckend und wohnortnah zur Verfügung stehen. Außerdem muss häusliche Pflege besser honoriert werden.

  • R wie Rechtsruck: Eine Entwicklung, die mir Angst macht. Unsere Väter und Großväter haben für die Demokratie gekämpft. Wir dürfen dies nicht aufs Spiel setzen. Wir alle wissen, wohin falsch verstandener Nationalismus und Rassismus führt.

  • S wie STRABS – wer zahlt jetzt? Dank des Volksbegehrens der Freien Wähler hat die Staatsregierung die Strabs abgeschafft. Leider wurde unser Gesetzentwurf mit genauen Daten und Finanzierungen nicht angenommen. Somit haben die Kommunen keine Planungssicherheit.

  • T wie Trump: Eine neue Spezies von Politiker. Narzistisch, nationalistisch, unberechenbar, unzuverlässig und sehr gefährlich.

  • Ü wie Überflutung: Der Klimawandel, die Versiegelung von Flächen und die Vernachlässigung von Kanalsystemen führen immer öfter zu Überflutungen. Hochwasserschutz mit dezentralen Wasserrückhaltemaßnahmen, weg von der Monokultur und Investitionen in Abwassersysteme können dem entgegenwirken.

  • V wie Versorgung mit Glasfaser: Die falsche Einschätzung des damaligen Ministers Erwin Huber, die Versorgung solle dem „Freien Markt“ überlassen werden, hat uns um Jahre zurückgeworfen. Wir müssen nun alles daran setzen, diesen Rückstand aufzuholen.

  • W wie Wolf: Wir fordern effektive Managementpläne für große Beutegreifer.

  • Z wie Zeitgeist: Momentan sehe ich eine Entwicklung, in der sich der Zeitgeist auf egoistische, narzistische und populistische Verhaltensweisen beschränkt. Das „Wir-Gefühl“ und das „Miteinander“ gehen nach und nach verloren und führen zu Hass und Neid.

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