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Politik

Unbekannte verwüsten SPD-Wahlplakat

Eine Further SPD-Kandidatin wird im NS-Jargon als „Volksverräter“ beschimpft. Sie sieht eine Zusammenhang zur Anti-AfD-Demo.

Silke Schell ist entsetzt über die Attacke auf ihr Wahlplakat. „Aber ich lasse mir den Mund nicht zukleben!“ betont sie. Foto: ps
Silke Schell ist entsetzt über die Attacke auf ihr Wahlplakat. „Aber ich lasse mir den Mund nicht zukleben!“ betont sie. Foto: ps

Furth im Wald.„Das ist weit unter der Gürtellinie, aber ich lasse mir den Mund nicht zukleben!“ Das ist die Reaktion von Silke Schell auf die Attacke auf ein Wahlplakat von ihr. Für die Further SPD-Kandidatin für den Bezirkstag ist die Wortwahl ein Skandal. „Ich habe heute Anzeige erstattet“, teilt sie im Gespräch mit unserem Medienhaus mit. Auf ihrem Wahlplakat in der Nähe der Further Stadtpfarrkirche wurde im Mundbereich ein Schriftzug mit dem Wort „Volksverräter“ geklebt. „Ich sehe diese Aktion in direktem Zusammenhang mit unserer Demo am Dienstagabend gegen die AfD-Veranstaltung“, betont Silke Schell. Damit zeige sich das wahre Gesicht der Anhänger dieser Gruppierung. Der Begriff „Volksverräter“ sei Teil des nationalsozialistischen Sprachgebrauchs. „Damit wird die Nähe zu den Nazis klar und deutlich!“ Und genau den Nationalsozialismus will die SPD-Kandidatin die Stirn bieten. „Ich werde alles in meiner Macht stehende tun, um einen Rechtsruck in der Gesellschaft zu verhindern!“ Die Geschichte dürfe sich nicht wiederholen. Deshalb werde sie sich weiterhin gegen Rassismus und Vielfalt einsetzen. (wb)

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