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Mit Fisch und Musik in die Fastenzeit

Statt einer Fischrede spielte die Kapelle der Freien Wähler auf. Dennoch war die Politik Thema.
Volkmar Dimpfl

Bei den Gstanzln der Kapelle der Freien Wähler stand die Further Lokalpolitik im Mittelpunkt. Foto: Volkmar Dimpfl
Bei den Gstanzln der Kapelle der Freien Wähler stand die Further Lokalpolitik im Mittelpunkt. Foto: Volkmar Dimpfl

Furth im Wald.Ganz im Zeichen der Kommunalwahl am 15. März stand der Aschermittwoch bei den Further Freien Wählern (FW) im Gasthaus Fellner. Wahlwerbung mit Ironie und Humor wurde in der Einladung versprochen.

Der FW-Vorsitzende und Bürgermeisterkandidat Toni Schmidt begrüßte die etwa 30 Mitglieder und Interessierten und verkündete, dass es diesmal keine Fischrede gebe. Und, so ergänzte er, dieser Aschermittwoch sei keine Wahlveranstaltung. Es gehe um ein angenehmes, gemütliches Zusammensein, einen geselligen Wirtshausabend mit leckerem Fisch und Musik. Die Kapelle der Freien Wähler habe fleißig gedichtet und geübt, um die Besucher mit Gstanzln und Liedern zu unterhalten.

Schmidt betonte gleichwohl die Aufgaben, vor denen Furth stehe. Ein paar Bemerkungen zu den anderen Parteien und Wählergruppen dürften dabei nicht fehlen. Und er sehe auch keinen Sinn für einen „Kümmerer“. Diese Funktion sei schließlich Chefsache, der Bürgermeister müsse das in die Hand nehmen. Und die Verwaltung habe die Aufgabe, die Beschlüsse des Stadtrats zügig umzusetzen. Er wies darauf hin, dass, wenn die Straßensanierung im bisherigen Tempo weitergehe, diese sich wohl noch 50 Jahre hinziehen werde.

In angeregter Diskussion unterhielten sich die Teilnehmer über die aktuellen kommunalpolitischen Themen, wobei neben der Straßensanierung vor allem die Landesgartenschau und die Leerstände im Mittelpunkt standen.

Schmidt erklärte auch, dass man im Wahlkampf jetzt um die grundsätzliche Richtung der Further Politik streite. Doch nach der Wahl, so seine Einschätzung, werde man wieder gemeinsame Ziele verfolgen.

Diese Themen waren dann auch Schwerpunkt des musikalischen Programms, präsentiert von der Kapelle der Freien Wähler. Blasius Körner, Fritz Korherr, Oskar Mühlbauer sowie Gerhard und Florian Lehminger nahmen in ihren Gstanzln die kommunalpolitischen Geschehnisse in Furth aufs Korn.

Die Freibadbrücke und das Baugebiet Aufelder durften dabei ebenso wenig fehlen wie der Drache. Hier mahnten sie zur Vorsicht, denn es könne passieren, dass Fanny einmal zuschnappe und einen Politiker auffresse. Natürlich bekamen die politischen Konkurrenten bei den Gstanzln ihr Fett weg.

Doch die FW-Kapelle scheute auch vor ironischen Seitenhieben auf die eigenen Leute nicht zurück. Die Besucher reagierten mit viel Beifall. In seinem ebenfalls vielbeklatschten Soloauftritt behandelte Gerhard Lehminger die Arbeit eines Stadtrats unter dem Motto „Regieren ist schön“. (fvd)

Die Musikkapelle

  • Programm:

    Zu ihrem Programm am Aschermittwoch zählten Lieder und Gstanzln, mit denen die Akteure kommunalpolitische Geschehnisse in Furth im Wald aufs Korn nahmen – etwa zur Freibadbrücke oder zum Drachen.

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