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Geschichte

Neuer Imagefilm über Grafenried

Das Werk über Grafenried ist ein Zeitdokument, das zum Nachdenken anregt.
Von Johanna Fenzl

Projektmanagerin Ines Niedzella vom Aktionsbündnis Cerkov Plus  Foto: Johanna Fenzl
Projektmanagerin Ines Niedzella vom Aktionsbündnis Cerkov Plus Foto: Johanna Fenzl

Waldmünchen.Im Rathaus ist am Montagabend der neue Imagefilm über Grafenried gezeigt worden. Dazu begrüßte Bürgermeister Markus Ackermann viele Gäste und Ehrengäste, darunter neben den Bürgermeistern von Klentsch und Treffelstein, Jan Bozdzch und Helmut Heumann, den Ehrenbürger der Stadt Waldmünchen, Josef Brückl, Peter Schwarzfischer und Manfred Groß als Wanderführer, Hans Braun vom Naturparkverein, Vertreter des Museumsvereins, des Hauses der Natur in Klentsch, Marie-Luise Segl vom Landratsamt Cham, Stadträte, Jan Benda und weitere Gäste von dies- und jenseits der Grenze.

Ackermanns Lob galt insbesondere den „Arbeiterinitiativen“ mit Helmut Roith und allen, die sich um das verschwundene Dorf Grafenried verdient gemacht hatten. Man habe, so Ackermann, in einem partnerschaftlichen Miteinander zwischen Tschechen und Deutschen die gemeinsame Geschichte im Sinne des europäischen Gedankens an einem konkreten Projekt aufgearbeitet. Ebenso sei deutlich geworden, dass trotzt schwierigster Historie eine vernünftige und sinnvolle Basis für die Zukunft und eine würdige Begegnungsstätte als Erinnerung und Mahnung geschaffen werden könne.

Alle seien mit Herzblut an die Sache herangegangen, zollt er Respekt und freut sich über den gelungenen Werbefilm, der Freundschaft, Versöhnung und Vergebung ausdrückt. Den Projektmanagerinnen des Aktionsbündnisses Cerkov Plus, Suzanna Langpalova und Ines Niedzella, dankte er auch für die Fördergelder, die sie organisiert hatten. Niedzella sprach ein Projekt der Uni Passau an, in dem Grenzgeschichte zwischen Bayern und Böhmen Thema war. Weiter würdigte sie Anna Maria Babl für ihre Schriften und Hans Laubmeier, der das Gnadenbild „Zur schönen Maria“ liebevoll restauriert hatte. Eine Kopie davon ist in Grafenried zu bewundern, das Original wird im Museum aufbewahrt.

Matthias Eiban sprach von der Zerrissenheit, die er und sein Team fühlten, denn er kenne aufgrund seines jungen Alters die Grenze so, wie sie 45 Jahre lang war, nicht mehr. Die gezeigten Aufnahmen sprachen für sich. Sie sind ein überzeugendes, sensibel gestaltetes Zeitdokument, welches Erinnerungen weckt und zum Nachdenken anregt. (wzl)

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