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Gesundheit

Osteopathie – eine sanfte Heilmethode

Andrea Huber stellte in der Schule Lohberg die Therapie-Methode vor, die sie auch für Säuglinge und Kinder für geeignet hält.

Andrea Huber gab Einblicke in die Osteopathie, insbesondere bei Schwangeren, Säuglingen, Kleinkindern und Kindern.
Andrea Huber gab Einblicke in die Osteopathie, insbesondere bei Schwangeren, Säuglingen, Kleinkindern und Kindern. Foto: kfl

Lohberg. Osteopathie ist eine eigenständige Form der Medizin, über deren Anwendungsformen Physiotherapeutin und Osteopathin Andrea Huber bei einem in der Grundschule einging – auch für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder.

„Es handelt sich um eine Therapie, die nicht wehtut, und damit auch nicht so leicht in die Köpfe dringt“, sagte die Lamerin, die in Bad Kötzting praktiziert. Obwohl die Patienten nicht selten das Gefühl haben, der Osteopath hätte wenig bis überhaupt nichts gemacht, fühlten sie häufig anderntags Muskelkater. Hinterher erscheine es unglaublich, dass die Symptome wie weggeblasen seien und in der Regel wegblieben. „Die Osteopathie ist kein Allheilmittel“, schränkte die Referentin aber ein. Die sanfte, ganzheitliche Medizin hilft laut Huber bei Diagnostik und Funktionsstörungen.

Noch kein anerkannter Beruf

In Deutschland, ausgenommen in Hessen, ist der Osteopathie im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern noch kein staatlich anerkannter Beruf. Die Ausbildung dauert berufsbegleitend fünf Jahre, im Vollzeitstudium drei Jahre. Die Ausbildung können nur Physiotherapeuten, Heilpraktiker und Ärzte machen. Andrea Huber hat in Regensburg in einer ambulanten Reha mit Sportlern sowie zehn Jahre im Angestelltenverhältnis in leitender Funktion gearbeitet.

Die drei Säulen der Osteopathie lehren, dass der Mensch eine untrennbare Einheit ist. Osteopathen arbeiten hauptsächlich mit den Selbstregulierungskräften. „Jeder Körper, vom Säugling bis zum Senioren, hat Reflexe, Mechanismen, Prozesse in sich, um sich selber, vorausgesetzt das Immunsystem ist stark genug, helfen zu können“, so die Referentin.

Interesse gelte Knorpel, Muskeln, Sehnen, Gelenken, Organen, Schädel, Wirbelsäule, Nervensystem und Faszien. Der Osteopath betrachtet nicht nur das gestörte Element, sondern auch „den Rest“. Osteopathen sind laut Huber Begleiter bei chronischen Erkrankungen, um einzuschreiten, bevor Schlimmeres entsteht. „Man kann auch prophylaktisch arbeiten, indem versucht wird, das Gesunde zu stabilisieren.“

In der Gynäkologie, bei Säuglingen und Kleinkindern stehe die Osteopathie auf jungen Beinen. Häufig sind Ischias-Beschwerden in der Schwangerschaft. „Es gibt Techniken, die sanft eingreifen, den Rücken entlasten und das Kind in der Entwicklung im Bauch nicht stören“, erklärte sie. Problematisch sind auch Steißlagen oder wenn der Kopf quer zur Welt kommt. Der Säugling erleidet dabei Kompressionen. „Schreikinder sind häufig Sterngucker, die heftige Kompressionen erlitten haben“, sagte Huber. Ihr Hinterhaupt ist dadurch leicht schief, so dass das Baby bei Rückenlage Angst bekommt. Wenn ein Säugling nicht binnen weniger Minuten zügig eine Flasche leeren kann, saugt es annormal, weil der Schlucktrakt nicht gut genug ausbildet ist. Wenn man früh eingreift, können Schluck- und Sprachstörungen vermieden werden.

Ursachen für ADHS

ADHS, das sogenannte Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndrom, ist eine Störung im vorderen Bereich des Kopfes, vor allem bei Kindern, die ein Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm hatten, die Mütter in der Schwangerschaft sehr gestresst waren, viel Lebensmittel mit weißem Zucker und weißem Mehl konsumierten. Eine Rolle spielt auch vegetarische Ernährung, falls sie zu einseitig ausfällt. „Vor allem Rindfleisch wird zum Ausprägen des Nervensystems benötigt,“ so Huber.

Die Osteopathie ist nach ihren Worten eine Behandlung, bei der manuell ohne Hilfsmittel gearbeitet wird. Je nach Kasse wird die Alternativmedizin bezuschusst oder bezahlt. Viele Kassen fordern Mitgliedschaften in einem Verband, um eine qualitative, hochwertige Ausbildung des Osteopathen nachzuweisen. Andrea Huber ist im VOD e. V. eingetragen. (kfl)

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