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Phänomenale Verwandlungen

Constanze Lindner begeisterte das Publikum in der Casino-Lounge Bad Kötzting. Die Kabarettistin ließ ein Versprechen da.

Constanze Lindner sorgte von Beginn an für Lacher. Ihre Schärpe mit dem Aufdruck „Miss Casino“ ließ erahnen, was da noch kommen sollte.  Foto: kht
Constanze Lindner sorgte von Beginn an für Lacher. Ihre Schärpe mit dem Aufdruck „Miss Casino“ ließ erahnen, was da noch kommen sollte. Foto: kht

Bad Kötzting.Es war beeindruckend, wie schnell sich Constanze Lindner in verschiedene Figuren verwandeln kann. Die Trägerin des Bayerischen Kabarettpreises, Senkrechtstarter 2016, begeisterte in der Casino-Lounge in der Bayerischen Spielbank in Bad Kötzting mit ihrem aktuellen Programm und bot mehr als zweieinhalb Stunden Kabarett vom Feinsten.

Den meisten dürfte Constanze Lindner als Moderatorin von „Vereinsheim Schwabing“ oder auch erst vor kurzem mit dem gelungenen Fernsehbeitrag über den Further Drachenstich bekannt sein. Welches Talent sie hat, zeigte sich in der Casino-Lounge.

Vorgestellt hatte sie vor ausverkauftem Haus, darunter Sylvia Ebner-Fuchs als Vertreterin der Stadt Bad Kötzting, die neue Direktorin Andrea Fritz. Wie in Bad Kissingen, so auch in Bad Kötzting: Constanze Lindner gestaltete den ersten Kulturabend nach der Installation einer neuen Direktorin. Und Andrea Fritz versprach Spielfreude, Charme und Spontanität.

Schärpe für „Miss Casino“

Schon mit der ersten Sekunde sorgte sie im Publikum für die ersten Lacher, ließ ihre Schärpe mit dem Aufdruck „Miss Casino“ erahnen, was da noch kommen sollte. Wer in der ersten Reihe saß, war eingebunden in ihr Programm, ob als Hausmeister oder als G’scheidhaferl.

Wer dann anfangs auch noch dachte, einige Plätze wären leer, hatte sich geirrt. In die ersten Minuten des Programmes eingebunden war auch die Aufforderung an das Publikum in der letzten Reihe, sich doch nach vorne zu setzen. Und schon waren auch diese Gäste in den Abendablauf mehr oder weniger eingebaut.

„Seid Ihr freiwillig da? Oder seid’s Ihr Teil eines Panikgeschenkes?“

Constanze Lindner

Die Spielfreude ist Constanze Lindner anzusehen, ihre Spontaneität und insbesondere ihre Verwandlung innerhalb von Sekunden waren phänomenal. Eine Perücke und eine Strickjacke reichten, und schon wurde aus der Moderatorin eine grantelnde Oma, und mit verunstalteten Zähnen giftete sie als Cordula Brötke auf der Bühne. Dass dann ein Ausflug in die Sportaffinität nicht fehlen durfte, war ein weiterer Teil des gelungenen Abends.

„Seid Ihr freiwillig da? Oder seid’s Ihr Teil eines Panikgeschenkes?“, nahm Constanze Lindner die Geschenkkäufe kurz vor Ladenschluss auf, und spielte dabei mit dem Publikum. Doch auch sich selbst nahm die Kabarettistin aufs Korn, ließ von elfmaligem Besuch der 3. Klasse ebenso wissen wie von ihrem Haustier, einem Mops. „Der sieht von vorn und hinten gleich aus, so dass man eh nicht weiß, wo man das Leckerli hinreichen soll.“

Zu kurze Beine für einen SUV

An einem derartigen Abend durfte auch die Weltpolitik nicht fehlen. Constanze Lindner nahm kurz die Kohlendioxid-Problematik auf oder hatte so ihre Probleme mit den SUV-Fahrzeugen. „Ich habe zu kurze Beine und kann da nicht einsteigen.“

Oder: „Ich fahre mit dem Kreuzfahrtschiff nach Zalando, und wenn’s mir dort nicht gefällt, lass ich mich mit DHL nach Hause senden. Und dort trink‘ ich dann mit Krombacher auf die Regenwaldrettung.“

Auch nach der Pause war Kurzweil angesagt, und nach gut zweieinhalb Stunden verabschiedete sich Constanze Lindner von einem begeisterten Publikum, nicht ohne zu versprechen, wieder nach Bad Kötzting zu kommen. Und dann will man, so Direktorin Andrea Fritz, erst zur nahe gelegenen und namensgleichen Brauerei gehen und dann erst auf die Bühne. (kht)

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