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Bilanz

Regen-Samstag verhagelt die Zahlen

Die Chamlandschau 2016 verzeichnet zufriedene Aussteller, aber die Besucherzahlen schrumpfen auf 40 000.
Von Johannes Schiedermeier

Gut geschminkt und bestens gelaunt waren auf dem Trampolin auf der Chamlandschau große Sprünge möglich. Bei den Besucherzahlen nicht, die verhagelt der verregnete Samstag.
Gut geschminkt und bestens gelaunt waren auf dem Trampolin auf der Chamlandschau große Sprünge möglich. Bei den Besucherzahlen nicht, die verhagelt der verregnete Samstag. Foto: si

Cham.Das Regenwetter hat der Chamlandschau heuer die Bilanz verhagelt. Rund 60 000 Besucher hatten die beiden Macher Fritz Zenk und Marlis Krause erwartet. Am Ende wurden es noch knapp 40 000. Aber nur, weil der Sonntag ein Bomben-Sonntag war und sich fast 30 000 Besucher auf den Weg zu den rund 200 Ausstellern machten.

Den Stand des Chamer Malerbetriebs Aumer hatten Marlis Krause und Fritz Zenk heuer für die Bilanz der Chamlandschau ausgewählt. „Der Stand ist richtig aufwendig gemacht und sehr schön geworden.“
Den Stand des Chamer Malerbetriebs Aumer hatten Marlis Krause und Fritz Zenk heuer für die Bilanz der Chamlandschau ausgewählt. „Der Stand ist richtig aufwendig gemacht und sehr schön geworden.“ Foto: si

Das Wetter machte die 34. Chamlandschau ungewöhnlich. Gerade den Ausstellern im Außenbereich verlangte es einiges ab. War der Freitag noch erträglich und sah einen normalen Besuch, so ging der Samstag völlig in sintflutartigem Regen unter. „Das ging so weit, dass der Platz teilweise fünf Zentimeter unter Wasser stand, weil der Kanal die Wassermassen nicht mehr fassen konnte“, berichtete Marlis Krause bei der Bilanz-Pressekonferenz am Montag.

„So ein Samstag war noch nie“

Auch Fritz Zenk konnte sich in 34 Jahren nicht an einen derartigen Samstag erinnern. Entsprechend blieben die Leute lieber zu Hause. Zenk bemühte sich erst gar nicht um besondere Zählakrobatik. „Die Freien Wähler haben an ihrem Stand 600 Tüten verteilt. Jeder Dritte hatte eine. Macht rund 1800 Besucher.“

Die Chamlandschau

  • Beginn

    Die Chamlandschau 2016 war die 34. ihrer Art. Ihre Geschichte war zunächst wechselvoll. Sie begann zunächst in der Ostbayernhalle und ihr Erfinder Fritz Zenk erinnert sich ziemlich genau, wie er noch am Tag vorher die Reste der Viehauktion ausmisten musste, um seinen Ausstellern Platz zu bieten.

  • Entwicklung

    Damals hielten alle die 1. Chamlandschau für eine Eintagsfliege. Doch ganz langsam mauserten sich die Besucherzahlen so, dass es nach drei Jahren erstmals zu Staus an den Bundesstraßen-Abfahrten in Cham kam.

  • Volksfest

    Beinahe das Ende bedeutet hätte für die Chamlandschau die Idee, sie gemeinsam mit dem Chamer Volksfest zu veranstalten auf einer hinter dem Festplatz Richtung Windischbergerdorf gelegenen Fläche in der Further Straße.

  • Langer Atem

    Fritz Zenk hat daran ziemlich schlechte Erinnerungen. „Als dieser Versuch vorbei war, war ich eigentlich pleite. Ich habe aber nicht aufgegeben.“ Der lange Atem sollte sich lohnen. Nun veranstaltet Fritz Zenk gemeinsam mit Marlis Krause die Leistungsschau seit 34 Jahren.

  • Aussteller

    Bei 200 hat sich die Zahl der Aussteller eingependelt. Heuer waren dabei wieder 20 neue Anbieter, alle aus der Region. Den Marktplatz für die Wirtschaft nutzen aber auch Unternehmen aus Tschechien, Italien und Österreich.

  • Besucher

    Alljährlich erwarten die Messemacher seit einiger Zeit ziemlich stabil rund 60 000 Besucher. Damit ist die Chamlandschau die größte Konsumentenmesse des Bayerischen Waldes und der Landkreise Schwandorf, Neustadt an der Waldnaab und Amberg -Sulzbach.

  • Obergrenze

    Trotz der erfolgreichen Entwicklung haben die Macher der Chamlandschau der Versuchung widerstanden, die Messe über den Festplatz hinaus auszuweiten. Auch deswegen, weil mit Fritz Zenk und Marlis Krause nur zwei Organisatoren am Werk sind und 200 Aussteller eine Obergrenze darstellen. (si)

Auch der Sonntag lief erst einmal mäßig an. „Bis Mittag haben alle überlegt, ob es wieder anfängt, zu regnen. Ab 13 Uhr war dann die Schau gesteckt voll“, so Zenk. „Die Leute haben sich richtig durch die Gänge geschoben“, berichtete ein Aussteller. Der Montag war dann wieder ein durchschnittlicher Messemontag.

Dicke Jacke und Kapuze

Allerdings nicht für die Aussteller im Außenbereich. Die standen dort mit dicken Jacken und Kapuzen. „Seit gestern ist es richtig kalt“, erzählt die Standbelegschaft einer Autofirma. Das alles hält die Standbetreiber aber nicht davon ab, sich für nächstes Jahr wieder Flächen zu sichern. „Bis jetzt gibt es nur eine definitive Absage. Der Betreiber eines Standes hat festgestellt, dass seine Klientel eher in Ämtern und Gemeinden sitzt und die Konsequenzen gezogen: Sein Stand ist am Montagmittag schon abgebaut. Das findet Fritz Zenk zwar nicht gut, aber nachvollziehbar.

Sehen Sie hier unsere Bildergalerie von der Chamlandschau:

Die 34. Chamlandschau ist eröffnet

Aussteller trotzdem zufrieden

Der Rest der Aussteller sei zufrieden gewesen, sagt Marlis Krause, die bereits entsprechende erste Umfragen hinter sich hat. Ein gutes Barometer sei auch immer der Besuch des Ausstellerfestes: „Alle waren da. Das ist immer ein gutes Zeichen. Allerdings hatten die am Sonntag alle Hände voll zu tun. Deswegen waren die meisten ziemlich erschöpft und um 19.30 Uhr war das Festzelt bereits leer!“ Die Bilanz der Chamlandschau fand heuer am Stand des Malerbetriebs Aumer statt. Die Begründung der Messemacher: „Er ist besonders schön und aufwendig.“

Stand nur für vier Messetage

Sabine Raunest berichtete, dass die Firma den Stand einmalig für die vier Messetage verschraubt habe. Das Wintermotiv habe man eigens vom Fotografen Michael Cizek besorgt und als Fototapete verklebt. Außerdem habe man einen Farbtest angeboten, bei dem die Besucher herausfinden konnten, zwischen welchen Farben sie sich besonders wohlfühlen.

Hier lesen Sie weitere Meldungen aus dem Landkreis Cham.

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