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Drachensticheleien

Soll sich Fanny jetzt verstecken?

Rund um das Drachenstich-Festspiel gibt es immer wieder Gerüchte. Wir haben zwei davon genauer unter die Lupe genommen.

Immer wieder gibt es Gerüchte rund um den Further Drachenstich. Foto: Benjamin Franz
Immer wieder gibt es Gerüchte rund um den Further Drachenstich. Foto: Benjamin Franz

Furth im Wald.Die Further nehmen die alljährlichen Veränderungen im Drachenstich-Festspiel mittlerweile hin, selbst wenn (trotz diverser Argumentationen) nicht ganz klar oder gar unverständlich ist, warum Handlung beziehungsweise Text angepasst werden. Weil aufmerksame Beobachter nach dem Grundsatz „Was wird denn heuer wieder geändert?“ durchaus etwas argwöhnisch sind, gerieten sie am Montag ins Grübeln. Da marschierte nämlich ein bekannter Further Innenstadtbewohner mit einer Sense quer über den Stadtplatz. Üblicherweise fällt der Mann durch regelmäßige, stündliche „Spaziergänge“ entlang diverser Cafés und Gaststätten auf, allenfalls mit einer Zeitung oder einem Papier „bewaffnet“; also passt das landwirtschaftliche Gerät so gar nicht ins gewohnte Bild. Weil es im Festspiel nur eine Szene mit einer Sense gibt (die Legende eingangs der Vorstellung), war es einfach, diesbezüglich Gewissheit zu bekommen. Das Ergebnis: Bei den Proben waren keine Veränderungen festzustellen – das konnte es also nicht sein. Folglich dürfte der besagte Further ausnahmsweise mal zur Grundstücks- oder Gartenpflege unterwegs gewesen sein.

Michael Cizek fotografiert den Drachenstich

Gerüchte über Fanny und das Volk

Neue Hinweistafeln stehen an den Zugängen zum Further Stadtplatz, die den vielen Gästen zeigen sollen, wie sie zu ihren Plätzen in der Drachenstich-Festspielarena kommen. Bekanntlich gibt es diverse Eingänge, und diese zu finden ist für Auswärtige manchmal nicht ganz einfach. Ob die neuen Tafeln den beabsichtigten Zweck aber erfüllen, wird sich zeigen. Oder auch nicht, denn die dicht und relativ klein beschrifteten Platten müssen schon auf recht kurze Entfernung betrachtet werden, um überhaupt ihren Sinn zu erkennen. Und wenn sie nicht beleuchtet werden, sieht es nochmals ganz anders aus.

Weil sich mehr oder weniger alles (und immer schneller) um die Drachenstich-Festspiele dreht, nehmen auch die „Informationen“ zu. Zwei der interessantesten Gerüchte betreffen den Drachen Fanny und das Volk. So soll das Untier noch konsequenter „versteckt“ beziehungsweise sogar mit einer Plane abgedeckt werden, wenn es nicht gerade seinen Auftritt hat. Und die Darsteller des Volkes sowie weiterer Gruppen sollen sich im Hof des Amtsgerichtes aufhalten, wenn sie nicht unmittelbar auf die Festspiel-Bühne müssen. „Mehr Ruhe hinter den Kulissen“ soll das alles bewirken. Angeblich wohlgemerkt.

Das war die Tagauffühung beim Drachenstich

Kurzes Intermezzo mit der Plane für Fanny

Erfahrungsgemäß hat es wenig Sinn, bei den Verantwortlichen nach dem Wahrheitsgehalt von Drachenstich-Gerüchten zu fragen. Also kann das auch unterbleiben – denn erfahrungsgemäß werden gegebenenfalls Anordnungen dieser Art genau so schnell gekippt, wie sie aufgestellt werden. Nur zur Erinnerung: Als Peter Grassinger noch im Festspiel Regie führte, stand der Drache auch mit einer Plane über dem Kopf auf dem Further Rathausplatz und wartete dort auf seinen Auftritt. Weil die Gäste und die Bevölkerung ihrem Unmut darüber aber Luft machten, war dieses Intermezzo ganz schnell wieder Drachenstich-Historie… (fwu)

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