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Kollumne

Da Meier und seine Ernährung

Grünzeug essen? Viel zu ungesund, weiß unser Kabarettist Matthias Maier – und auch, was man dagegen tun kann.
Von Matthias Meier

Da Meier fordert: Dreimal wöchentlich zum Schachtelwirt. Foto: dpa
Da Meier fordert: Dreimal wöchentlich zum Schachtelwirt. Foto: dpa

Cham.Er setzte die Brille auf seine Nasenspitze, blickte mit seinem weißen Arztkittel auf mich herab mit einem Gesichtsausdruck, der mir klar machte, dass es so nicht weitergehen würde: „Tja, Herr Meier, die Zeit für eine Kehrtwende ist da. Eine komplette Umstellung Ihres geführten Lotterlebens ist zwar schwierig, aber machbar und gerade bei Ihnen von Nöten. Reißen Sie sich zusammen. Es gibt ein paar Grundregeln, die Sie befolgen müssen. Schaufeln Sie nicht immer dieses widerliche Grünzeug in sich rein. Essen Sie als Beilage immer eine große Portion Pommes, Käsespätzle oder Bratkartoffeln, geschwenkt in viel Butter. Fett ist der Antrieb, den Sie brauchen. Essen Sie viel Fleisch mit ordentlichem Fettgehalt und vergessen Sie die Saucen nicht.

Dreimal wöchentlich zu McDonalds

Sie können auch die energieliefernden Fertigsaucen verwenden. Es gibt Menschen, die meinen es gut mit Ihnen. Gehen Sie mindestens dreimal wöchentlich zu McDonalds, das sind schließlich Ernährungsprofis, da sind Sie in besten Händen. Und ganz wichtig: zu jedem Gericht eine Nachspeise, denn Zucker ist ein schneller Energielieferant. Trinken Sie viel. Faustregel – zu jeder Mahlzeit mindestens drei Liter Bier, das beruhigt Sie und verzichten Sie nie auf den Verdauungsschnaps, am besten einen Doppelten. Nutella ist eine bewährte Ernährungsform, gerade morgens.

Achten Sie abends auf eine liegende Körperhaltung am Kanapee, vergessen Sie nie, zu trinken. Schenken Sie sich am besten immer zwei Maß Weizenbier ein und nehmen Sie die Nahrungsergänzung in Form von Schokolade und Chips auf. Gestalten Sie Ihre Freizeit sinnvoll. Es gibt Wirtshäuser, die extra für Sie aufsperren. Gehen Sie regelmäßig dorthin und bleiben so lange, bis der Wirt Feierabend macht.

Einmal die Woche eine Auszeit

Einmal in der Woche können Sie eine Auszeit von der strengen Lebensweise nehmen. Da können Sie auch mal kurze oder leichte Spaziergänge machen oder das ein oder andere Blättchen Salat zu sich nehmen, aber mit Maß und Ziel. Aber wie gesagt, das Wichtigste ist, dass Sie immer ein frisches Bier griffbereit haben. Je mehr Stammwürze und Alkoholgehalt, desto besser...“

„Schau mal auf die Uhr – es ist schon halb 12!“ – Ich öffnete meine Augen. Langsam, aber sicher wurde mir klar: Ich hatte geträumt. Wieder in der Realität, belegte ich mit magerem Schinken mein Vollkornbrot. Es ist schon dafür gesorgt, dass einen das Glück nicht wahnsinnig werden lässt. Aber ich tröstete mich mit dem Satz „Mia glangt, dass i woaß, dass i kannt, wenn ich ming dadad“.

Ich wurde aus einem schönen Traum rausgerissen, für Manfred Weber von der CSU wurde allerdings ein Alptraum zur Realität. Das ist schon ein bisschen unverschämt. Viele Menschen haben die CSU gewählt, damit, wie versprochen, Herr Weber eine führende Rolle in Europa übernimmt.

Aber „Pfeiferdeckel“! Jetzt kommt die allseits beliebte „Raketenuschi“ zum Zuge. Die einzigen „Racketen“, die wir aber wirklich brauchen, gehören nicht in die EU, sondern aufs Mittelmeer. Arrivederci, euer Meier

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