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MZ-Kolumne

Ein Schauer tut in der Hitzewelle gut

Die Hitze auf Tour setzt dem Kolumnisten Matthias Meier zu. Gut, dass es beim Schorndorfer Kulturpreis eine Aufmunterung gab.
Von Matthias Meier

„Da Huawa, da Meier und I
„Da Huawa, da Meier und I" mit Jury-Sprecher Theo Zellner (li.) und Landrat Franz Löffler (re.) bei der Vergabe des Kulturpreises Schauer. Fotos: csa

Cham.August – Hitzewelle. Während die Diskussion über ein mögliches Hitzefrei für Beamte in den sozialen Medien heiß diskutiert wird, läuft mir auf dem Weg nach Österreich beim Blick aus dem Tourbusfenster auf die „bierzeltgiggalbraunen“ Bauarbeiter, welche für uns die Autobahnen neu teeren, eiskalt der Schauer den Rücken herunter, bevor wir selbst ein Opfer der Bullenhitze werden. Nachdem wir im Nachbarlande über drei Stunden in einem 40 Grad erhitzten Stadl und mit 5000 Watt Beleuchtungshitze durchgegart wurden, blies ich mit letzter Kraft den letzten Ton des Abends aus der Trompete heraus und schon waren sie da, die Sternchen und alles fing sich an zu drehen. Das wäre mir früher nicht passiert – Dehydration während des Auftritts.

Matthias Meier
Matthias Meier

Mit letzter Kraft am Tresen angelangt, bestellte ich eine große kühle Flasche Wasser, welche in Sekundenschnelle verdunstete. Anscheinend war der Barkeeper – Gott sei dank – nicht von der CSU, sonst hätte ich statt der lebensrettenden Wasserflasche wohl 250g Mehl, eine Kanne brühheißen Kamillentee oder ein Kilogramm Butter bekommen. Sie fragen sich jetzt bestimmt, wie ich darauf komme? Die bayerische politische Führung liefert schließlich auch nicht das, was wir bestellen oder besser gesagt, was wir in Bayern dringend benötigen, wie zum Beispiel einen bezahlbaren Wohnraum, sichere Renten, Internet für alle, Behebung des Pflegenotstandes und des Fachkräftemangels gerade im Handwerk. Dafür bekommen wir ein paar Ankerzentren für Flüchtlinge, eine bayerische Grenzschutzpolizei und vielleicht wird die Wehrpflicht wieder eingeführt. Unser Navi würde zur amtierenden Regierung ganz klar sagen: „Sie haben Ihren Regierungsauftrag verfehlt“. Und schon wieder läuft einem der Schauer über den Rücken.

Kulturpreis für Da Huawa, da Meier und I

Matthias Meier von „Da Huawa, da Meier und I" schreibt einmal im Monat eine Kolumne für unser Medienhaus. Hier lesen Sie alle Teile.

Genau das ist uns auch diesen Monat passiert: Der Schauer ist bei uns! Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Laienbühne in Schorndorf und ihrem Häuptling Sepp Kiesel, welcher sich sehr loyal gegenüber uns gezeigt hat, sowie Theo Zellner für seine gelungene Laudatio, welche inhaltlich und emotional absolut ins Schwarze getroffen hatte. Meine beiden Kollegen und ich sind sehr dankbar und mit Freude erfüllt für den Erhalt des ehrwürdigen Kulturpreises des Landkreises Cham, den Schauerpreis 2018.

Nach dem Motto „man muss alles im Leben erwarten können“ ist dieser Preis genau zur richtigen Zeit in unsere Hände gegeben worden. An dieser Stelle vielen Dank an unser treues Publikum. Wir widmen den Preis eurer Treue und sehen ihn zugleich als „Vorauskasse“ für viele weitere schöne Abende, die wir für euch auch in Zukunft musikalisch und kabarettistisch mit Herz, Hirn und Verstand gestalten werden.

So, nach dieser Hitze und den Erhalt des „Schauers“ verabschiede ich mich diesen Monat von euch, denn „Mr. Meier takes a shower“. Bis bald, euer Meier!

Zur Kolumne: Matthias Meier ist Mitglied der Musikkabarettgruppe Da Huawa, da Meier und I. Einmal im Monat schreibt er einen satirisch-bissigen Beitrag für unsere Lokalausgaben, in dem er das Zeitgeschehen genauso aufs Korn nimmt wie private Ereignisse und Erlebnisse mit seiner Band.

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