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Kolumne

Wir dürfen nicht in die Stadt

Da Huawa, da Meier und I sind wieder auf Tour – und treffen mit ihrem Bus auf das Problem Feinstaubbelastung.
Von Matthias Meier

Matthias Meier
Matthias Meier

Cham.Der Winterschlaf ist beendet, und Da Huawa, da Meier und I sind wieder auf Tour. Nicht in gewohnter Formation, sondern mit meinem neuen Kollegen, dem „musikalischen Tausendfüßler“ Sepp Haslinger aus Geiselhöring. Jetzt heißt es: zwei Niederbayern gegen einen Oberpfälzer, aber dene wir i scho Herr...

Mit dem Start der neuen Tour sind alle Probleme beseitigt, und entgegen dem größten Witz, der lautet „Arbeit ist schön“, bin ich wieder mit voller Motivation und Lebensfreude mit ganzem Herzen mit meinem alten Kollegen und Freund Christian Maier und mit meinem neuen Kollegen und alten Freund Sepp Haslinger auf der Bühne. Die ersten Auftritte sind absolviert, und das Publikum feierte uns beziehungsweise das Können und die sehr sympathische Ausstrahlung des neuen „I“.

Es scheint, als ob alles wunderbar ist, aber der Schein trügt. Wenn ich Stefan Raab zitiere („Eine Sensation jagt die nächste“), könnte ich dieses Zitat ableiten in „Ein Problem jagt das nächste“. Jetzt sind wir neu formiert und musikalisch und künstlerisch beinand wie ein anabolikagetränkter Fitnesstrainer, aufgrund der Neugierde unserer Fans ist das kommende Konzert in München ausverkauft, und jetzt kommt der Hammer: Wir dürfen nicht in die Stadt mit unserem Tourbus – Feinstaubbelastung.

Das kann es doch nicht sein. Mit unserem „alten Teufel“ bekommen wir höchstens eine hellschwarze Etikette. Wie bringen wir jetzt das mittlerweile erweiterte und umfangreiche Instrumentarium (der neue Mann ist Multiinstrumentalist und a gscheids Schlagzeug hamma jetz a no dabei) in die Landeshauptstadt? In die U-Bahn bringen wir das Equipment wegen der Bevölkerungsdichte nicht rein. Außerdem würde der U-Bahnfahrer nicht so lange warten, weil’s ja immer pressiert. Aber ich habe die ultimative Lösung: Ich habe jetzt zwei Esel gekauft. Den Wenzelslaus und den Stanislaus. Die stellen wir in München-Freimann unter und immer, wenn wir in der Landeshauptstadt spielen, dann spannen wir die zwei neuen vierbeinigen Kollegen einfach vor unseren Mercedes Sprinter. Als Belohnung bekommen diese vorab ein gutes Augustiner, dann bilden die auf der Straße liegenbleibenden Verdauungsendprodukte keinen Feinstaub.

Oder die andere und logische Alternative wäre, dass jemand von den überbezahlten Regierungskräften mal die Sache in die Hand und die Automobilindustrie endlich nach ihren betrügerischen Abgasmessungen in die Rechtspflicht nimmt und die Dieselfahrzeuge auf deren Kosten umweltfreundlich nachgerüstet werden. In Anbetracht der Tatsache, dass über eine Million Kraftfahrzeuge so viel Feinstaub produzieren wie ein Kreuzfahrtschiff, ist die Rechnung wieder beim Teufel, wenn die Menschen jetzt sagen „Na guad, auf Minga deaf i nimma eine, dann mach i halt a Kreuzfahrt“.

Übrigens noch ein Thema, das mir am Herzen liegt. Diese Woche war Weltfrauentag. Ich bin wirklich für Gleichberechtigung und verspreche, mich dafür einzusetzen. Ich habe auch schon ein Wirkungsgebiet gefunden: Von 60 000 Inhaftierten sind nur 4000 Frauen dabei. Dafür werde ich kämpfen und sei es drum, dass ich auf der Bühne die Frauen so laut zum Lachen bringe, dass sie wegen Ruhestörung hinter die schwedischen Gardinen müssen (ein bisschen Spaß muss sein).

Bis bald, Euer Meier

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