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Erlebnis

Vor der Krippe werden Fremde zu Freunden

Weltkrippenpräsident Johann Dendorfer aus Furth im Wald traf internationale Krippenfreunde im Inselstaat Malta.
Johann Dendorfer

  • Ein Teil der internationalen Teilnehmer vor der Freikrippe in Valletta Fotos: fde
  • Begegnung mit Erzbischof emer. Monsignore Paul Cremona
  • Ein Bild als Inspiration

Furth im Wald. Furth im Wald. Vor der Krippe werden Fremde zu Freunden – und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Das war die Aufgabe der jüngst durchgeführten „Auslands-Dienstreise“ von Weltkrippenpräsident Johann Dendorfer aus Furth im Wald. Ziel war der Inselstaat Malta. Da die Hauptstadt Valletta Kulturhauptstadt ist, hatte der mitgliederstarke Krippenverein von Malta zu einem europäischen Konvent der Krippenfreunde eingeladen.

So trafen sich vom 7. bis 11. November Krippenbegeisterte aus Spanien, Österreich, Schweiz, Niederlande, aus verschiedenen Regionen Deutschlands, aus Österreich, Slowenien, Spanien, Italien und Sardinen sowie aus USA und Argentinien mit ihren maltesischen Krippenfreunden zum Kultur- und Erfahrungsaustausch.

Die Veranstalter hatten ein sehr reichhaltiges und interessantes Programm vorbereitet. Dass auch Johann Dendorfer aus Furth im Wald, der Präsident des Weltverbands der Krippenfreunde „Universalis Foederatio Praesepistica“ mit Sitz in Rom, zu diesem Konvent nach Malta gekommen ist, war für die Gastgeber eine Ehre. Die Krippenfreunde von Malta hatten an verschiedenen Orten, auch auf der Schwesterinsel Gozo, Krippenausstellungen arrangiert, um die Tradition ihres Landes darzustellen.

Besondere Momente

Besondere Momente waren die „Hausbesuche“, bei denen die stolzen Krippenbesitzer ihre Schätze präsentierten. Wichtig für die fachkundigen Besucher war dabei auch, wie die Werke der Kripppenfreunde auf Malta und Gozo gebaut werden, welche Materialien verwendet werden und vieles mehr.

In der „Metropolitan Cathedral of Saint Paul“ von Mdina, der ehemaligen Hauptstadt Maltas, wurde zu Ehren dieses internationalen Krippenkonvents auch ein weihnachtliches Konzert veranstaltet. Eine Überraschung dabei war am Ende des Konzertes die ungeplante persönliche Begegnung mit dem emeritierten Erzbischof Monsignore Paul Cremona. Dieser hatte seine Freude daran, dass der Weltkrippenpräsident aus der Diözese Regensburg kommt. Er kennt persönlich Joseph Ratzinger und seinen Bruder Georg.

Natürlich stand am Programm auch die Besichtigung der St. John’s Co-Cathedral (maltesisch Kon-Katidral ta’ San Gwann) des römisch-katholischen Erzbistums Malta in Valletta. Die Kirche wurde zwischen 1573 und 1578 von den Maltesern errichtet als repräsentative Klosterkirche an der Ordenszentrale. Sie wird als Ko-Kathedrale bezeichnet, da sie als zweiter Sitz des Erzbischofs von Malta neben der Kathedrale St. Paul in Mdina dient. Und da kam halt der Drachenstichler beim Weltkrippenpräsident doch durch – in Gedanken an die „Kardinaler“ und die Ritterschlagsformel.

Dass Dendorfer nicht nur small-talk kann, bewies er an allen Tagen seiner Dienstreise auf Malta, besonders aber bei der Conventsitzung. Hier gab es von internationalen Referenten Kurzvorträge zum Thema „Krippe“. Während allen Referenten maximal 15 Minuten Redestand zugebilligt wurde, durfte Johann Dendorfer einen Fachvortrag von 35 Minuten halten. Sein Thema lautete: „Vor der Krippe werden Fremde zu Freunden“. Wie treffend bereits dieser Titel war, bestätigte Kongressleiter Charles Bellia bei der Begrüßung der Gäste am Ankunftstag. Er habe immer ein Thema zu diesem Convent gesucht und immer wieder alles verworfen. Doch als das Referatsthema vom Weltkrippenpräsidenten bekannt wurde, sei das für ihn die glückliche Initialzündung gewesen. Und so stand das ganze internationale Meeting eben unter diesem Titel: „Vor der Krippe werden Fremde zu Freunden“.

Begeisternder Fachvortrag

Welch positives Aufsehen und welche Bedeutung der Inhalt das Referat von Johann Dendorfer hatte, erfuhr er nach seinem Vortrag, den er wechselweise in englischer und deutscher Sprache gehalten hat. Neben Lobesbekundungen kamen vor allem Anfragen, ob man den Text in den jeweiligen Krippenpublikationen der verschiedenen Länder abdrucken und auch auf den Internetseiten verwenden dürfe. Auch bei der auf englisch gehaltenen Rede nach dem Abschiedsgottesdienst berührte der Weltkrippenpräsident nochmals Herz und Seele nicht nur der Gastgeber, sondern aller Krippenfreunde aus aller Welt. „Wenn es Gottes Wille ist, werden wir uns beim internationalen Weltkrippenkongress im Januar 2020 in Aachen wieder treffen“, so der Wunsch aller Teilnehmer und der Gastgeber.

Daheim werkelt nun Johann Dendorfer als Vorsitzender des auf Landkreisebene tätigen Vereins „Krippenfreunde des Oberen Bayerischen Waldes“ mit seinen Mitgliedern an einer Krippenausstellung, die in den Adventtagen auf der Kunstgalerie im Radlcafé des Fahrradmuseums in Arnschwang zu sehen sein wird. (fde)

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