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Jubiläum

Zuerst der Jakobsweg, dann die Feier

Seit 25 Jahren besteht die deutsch-tschechische Partnerschaft. Bevor gefeiert wurde, machten sich 70 Pilger auf den Weg.

Hauptzelebrant des Pilgergottesdienstes war Ivan Pavlicek aus Klenci mit den Priestern Kratochvil, Ciupak und Engelbert Ries. Foto: kbi
Hauptzelebrant des Pilgergottesdienstes war Ivan Pavlicek aus Klenci mit den Priestern Kratochvil, Ciupak und Engelbert Ries. Foto: kbi

Eschlkam.Bevor Deutsche und Tschechen das Bestehen ihrer 25-jährigen Freundschaft in Kdyne feierten, stand der Jakobustag von Všeruby (Neumark) und Kdyne (Neugedein) auf dem Programm. Vor zwei Jahren pilgerten erstmals deutsche und tschechische Pilger in drei Tagen von Klattau nach Eschlkam. 2018 wurde dann in umgekehrter Richtung von Eschlkam nach Všeruby gegangen, mitgestaltet von Schülern des Robert-Schuman-Gymnasium Cham. Am Sonntag nun wurde von Všeruby bis nach Kdyne gepilgert. Zuerst sah es so aus, dass es nur wenige Teilnehmer ob der hohen Temperaturen geben würde. Von bayerischer Seite kamen nur wenige Pilger der Einladung des Tourismusbüros Eschlkam nach. Rund 90 Prozent der ganzen Pilger kamen aber aus den tschechischen Nachbargemeinden. Alle versammelten sich in der St. Michaeliskirche in Všeruby, als das Trompetensolo eines jungen Musikers erklang, der diesen Pilgertag musikalisch eröffnete. Bürgermeister Vaclav Bernard begrüßte alle Teilnehmer, insbesondere Pfarrer Ciupak aus Mrakov, der den Pilgersegen auf Tschechisch und Deutsch erteilte. Eine Überraschung gab es für die Pilger am Ende des Gottesdienstes. Jeder durfte sich einen weißen Stein nehme, auf dem „Buen Camino", die Jahreszahl 2019, eine Jakobsmuschel und ein Hinweis auf eine Bibelstelle standen. Dieser Stein symbolisiert einen „Sorgenstein", den viele Pilger bei ihrer Wanderung auf dem „Camino" mitnehmen und an einer Stelle mit ihren Sorgen ablegen.

Unter den Pilgern waren im Anschluss auch Bürgermeister Bernard aus Všeruby mit Frau und Töchtern und die beiden Bürgermeister aus Kdyne, Oskar Hamrus und Vera Rihova. Der Eschlkamer Bürgermeister Josef Kammermeier mit Gattin kam später nach.

In der St. Nikolauskirche in Kdyne wurde nach der Ankunft ein Pilgergottesdienst gefeiert. Hauptzelebrant war Pfarrer Ivan Pavlicek aus Klenci, der die Messe in tschechischer und deutscher Sprache gestaltete. Nach dem Gottesdienst ging es zum Stadtplatz von Kdyne, wo alle Pilger und Gäste eingeladen waren, 25 Jahre Partnerschaft der Gemeinden Kdyne, Všeruby und Eschlkam zu feiern. Unter den Ehrengästen waren Kaspar Sammer von der Euregio, die die Projekte mitfinanzierte, sowie Bürgermeisterin Jana Dirriglova aus Loucim.

Bürgermeister Oskar Hamrus sagte, er sei dankbar dafür, dass es diese Freundschaft der drei Gemeinden gebe. Eschlkams Bürgermeister Sepp Kammermeier schloss sich dem Grußwort an: „Durch die Menschen an der Grenze wachsen die Länder und Grenzen zusammen – nicht in Bonn, Berlin oder Prag.“ Er sei stolz und den ehemaligen Bürgermeistern dankbar, dass es diese Partnerschaft gebe. Von Anfang an dabei waren Kdynes Altbürgermeister Jan Löffelman, Eschlkams Altbürgermeister Alois Breu, der ehemalige 2. Bürgermeister Anton Traurig, Touristiker Josef Altmann, Bürgermeister Jiri Sevcik sowie Zollamtschef Reiner Buchinger, Sepp Lemberger und der Hauptzollamtsvorsteher Johann Bauer.

Bei Essen, Trinken und Musik des Krainer-Trios und einer tschechischen Kapelle wurde im Anschluss zusammen gefeiert. (kbi)

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