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Kunst

Zweites Leben eines Wegwerfproduktes

Christine Weiss aus Passau stellt noch bis zum 20. August ihre Kunstwerke aus Papier im Foyer der Bayerischen Spielbank in der Unteren Au aus.

  • Papier verwandelt Christine Weiss in Schalen, Vasen oder Puppen oder Tiere. Fotos: kht
  • Romy Börner und Josef Fischer begleiteten die Ausstellungseröffnung musikalisch.
  • Bis zum 20. August ist die Ausstellung einsehbar, zu der Leo Schötz (r.) die einführenden Worte sprach.

Bad Kötzting.Wer bis jetzt Papier nur als reine Schreibunterlage gesehen hat, darf sich nun eines Besseren belehren lassen – und zwar mit einem Blick in die aktuelle Ausstellung in der Bayerischen Spielbank. Die aus Passau stammende Christina Weiss veredelt den Alltagsgegenstand zu Vasen, Schalen oder Figuren und zeigt damit „vorzügliches künstlerisches Handwerk“, wie es Leo Schötz in seinen in die Ausstellung einführenden Worten darstellte.

Leider nur einen kleinen Kreis konnte Franzesco Fraziano, technischer Leiter der Spielbank, bei seiner Begrüßung zur aktuellen Ausstellung begrüßen. „Unglaublich bunt, unglaublich natürlich, unglaublich schön und dann auch noch unglaublich stabil“, so Fraziano seinen Eindrücke zu den Werken der niederbayerischen Künstlerin Ausdruck verleihend. „ Menschen und Tiere, Schalen und Schmuck, Skulpturen und Steine, die wie Steine ausschauen, und das alles nur aus Papier“, so Franzesco Fraziano zu den Werken, die noch bis zum 20. August in der Spielbank zu bestaunen sind.

„Ansprechende Figuren und Kunstgegenstände“ ergänzte dann auch Wolfgang Pilz in seinem Grußwort. Neben dem Dank an die Spielbank, die einmal mehr einer Künstlerin eine Bühne bietet, wünschte der stellvertretende Bürgermeister allen, die schönen Eindrücke mitzunehmen. Papier, ein Alltagsgegenstand so Leo Schötz, der oftmals nach kurzer Verwendung im Papierkorb landet, beschriftet meistens unreflektiert entsorgt wird, oder uns in Form von Postwurfsendungen überflutet. Vergessen wird dabei, welch große Erfindung Papier für die Menschheit war und bis heute ist. Und genau mit diesem Material spielt Christine Weiss und gibt einem Wegwerfprodukt durch ihre künstlerische Ader förmlich ein zweites Leben.

„Papier dient Christine Weiss als Modelliermasse und lässt damit wunderbare Vasen und Schalen entstehen“ so der Laudator weiter. Diese Gabe ist dadurch etwa dem Passauer Stadttheater bekannt, für das Christine Weiss zum Beispiel auch regelmäßig Puppen liefert.

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